Heute Morgen am Hamburger Flughafen

Heute Morgen am Hamburger Flughafen: eine ältere Dame fragt die Frau am Boardingcardcheck, wo sie hin muss. Die Gefragte schaut die Dame gelangweilt an (offenbar keine Viefliegerin, sie hat nur ein Stück Handgepäck) und entgegnet, ohne das rhythmische Kaugummikauen zu unterbrechen: "Folgen Sie einfach der Masse da

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Heute Morgen am Hamburger Flughafen: eine ältere Dame fragt die Frau am Boardingcardcheck, wo sie hin muss. Die Gefragte schaut die Dame gelangweilt an (offenbar keine Viefliegerin, sie hat nur ein Stück Handgepäck) und entgegnet, ohne das rhythmische Kaugummikauen zu unterbrechen: „Folgen Sie einfach der Masse da“

Heute Morgen am Hamburger Flughafen: eine ältere Dame fragt die Frau am Boardingcardcheck, wo sie hin muss. Die Gefragte schaut die Dame gelangweilt an (offenbar keine Viefliegerin, sie hat nur ein Stück Handgepäck) und entgegnet, ohne das rhythmische Kaugummikauen zu unterbrechen: "Folgen Sie einfach der Masse da

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Von der Scham überwältigt

Von der Scham überwältigt, bricht beinahe die Stimme. Nun schauen sie alle zu mir. Zu spät; jetzt muss es raus. Wieder und wieder: 'Entschuldigen Sie die Störung, ich lebe derzeit auf der Straße und ...' - warum nur spüre ich keine Routine? Die meisten Menschen im Waggon scheinen eine zu spüren, routiniert lassen sie meinen Hilferuf über sich hinwegziehen

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Von der Scham überwältigt, bricht beinahe die Stimme. Nun schauen sie alle zu mir. Zu spät; jetzt muss es raus. Wieder und wieder: ‚Entschuldigen Sie die Störung, ich lebe derzeit auf der Straße und …‘ – warum nur spüre ich keine Routine? Die meisten Menschen im Waggon scheinen eine zu spüren, routiniert lassen sie meinen Hilferuf über sich hinwegziehen.

Von der Scham überwältigt, bricht beinahe die Stimme. Nun schauen sie alle zu mir. Zu spät; jetzt muss es raus. Wieder und wieder: 'Entschuldigen Sie die Störung, ich lebe derzeit auf der Straße und ...' - warum nur spüre ich keine Routine? Die meisten Menschen im Waggon scheinen eine zu spüren, routiniert lassen sie meinen Hilferuf über sich hinwegziehen

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Zurückbleiben bitte

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„Zurückbleiben heißt Zurückbleiben“, bellt der Fahrer der U1 durch seine altersschwachen Lautsprecher. Ich bleibe vor Schreck stehen und verpasse so den Zug.

Traurig blicke ich den Waggons hinterher, als sie im Tunnel verschwinden. Ein unachtsam weggeworfenes Einwickelpapier wird gegen seinen Willen hinterhergesogen.

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Immerhin, den Zurückgebliebenen gehört nun für ein paar Minuten der ganze Bahnsteig. #ecriture #ecritureautomatique #munich #prosa

Soziale Hilfewelle #hollerkaputt

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Ich habe eben das erste Mal einem mir Unbekannten Geld geschickt. Nun, so richtig unbekannt ist er mir nicht: wir haben viele gemeinsame Freunde, Menschen, die auch seine sind und die seinen Hilferuf geteilt haben. Menschen, denen ich vertraue.

Das macht es dann auch einem skeptischen Zeitgenossen, wie mir,  einfach, aktiv zu werden. Nebenbei zeigt es die ungeheure Macht loser digitaler Verbindungen, etwas, was Forscher ‚weak ties‘ nennen und was bisher meist durch Hasskommentarwellen offenbar wird.

Nun zeigt das Netz via Facebook und Twitter seine solidarische Seite:

Karfreitag: Aufstehverbot statt Tanzverbot

Mokka Kanne Espresso

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Es ist ein nasskalter Tag, die Wolken hängen tief über den glänzenden Dächern der Stadt, als ich mich gegen Mittag aus dem Bett schäle. Das Herunterwerfen meiner Decke war schon eine Überwindung, das Heraussteigen aus der Mulde, in der ich die letzten 12 Stunden verbracht habe, ist eine Quälerei. Statt Tanzverbot sollte es am Karfreitag ein Aufstehverbot geben – ich würde mich daran halten.  Weiterlesen

Aux Armes, Töchter von Elysion

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Ich wundere mich. Darüber, dass nach der Attacke der Terroristen nun wieder Flaggen gepostet werden, Nationalflaggen. Gestern die französische, heute die belgische.Man verstehe mich nicht falsch, ich liebe die Marseillaise, die Version von der Piaf besonders, und Struppi kann ich auch gut leiden. Aber waren das nicht Angriffe auf uns alle?, ob Deutscher, Brite, Türke oder Bulgare?

Ich zögere, einzustimmen in den Chor derer, die fragen, wo unsere Batches waren, als in Istanbul Bomben explodierten, genauso nebenan, wie Tel Aviv. Auch wenn die Frage berechtigt ist.

Ich suche das Verbindende und finde es. In der Vergangenheit, in der Europäer im Terror zuversichtlicher wurden, bei jedem Abwurf deutscher Bomben trotziger. Ich nehme mir ein Beispiel, an mutigen Israelis, die Tag für Tag Tram fahren. An syrischen Neudeutschen, die NPD-Kader bergen, an den Carsi Ultras, die gegen Erdogan aufbegehrten.

Ich verachte De Maizière. Und bleibe ein Grundrechtspatriot. Aux Armes, Töchter von Elysion: Lasst unsere Solidarität unsere Hymne und Umarmungen unsere wirksamste Waffe sein.

Mehr solche Flashmobs!