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Beim Frühstück lerne ich …

Beim Frühstück lerne ich eine Wespe kennen, die sich immer wieder in einem Glas mit vertrockneten Butterblümchen den Durst stillt, das auf meinem Gartentisch steht.

Ein Rüpel hupt im Hinterhof. Vielleicht um sich zu verabschieden. Er fährt auf die Autobahn, vielleicht, in Richtung Flensburg, vielleicht.

Nicht um Hunderte umzubringen, sondern einfach weil er dorthin will. Die Artgenossinnen meiner neuen Bekanntschaft, die anderen, die Fliegen, Brummer, Käfer und Bremsen, die dort heute sterben, sind so unwichtig, dass ihnen nur gedacht wird, kurz, wenn sie einen großen gelben Fleck machen. Vielleicht noch krumm verbogene Beine übrig bleiben, die dann schlierig weg gewischt werden müssen an der nächsten Tankstelle.

Ein grüner Stuhl steht in meinem Garten. Und ein gelber Blumenbusch. Noch verpackt unten herum. Er war ein Geschenk.

Merkel will partout keine sterbenden Fliegen in ihrem Wahlkampf. Deswegen bleibt sie Zuhause, bei sich. Sollen doch die Rüpel hupend durch den Hinterhof kurven. Ihre Scheibe bleibt sauber.

Ergänze mich:

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