Wir durchleben hier im Blog ja mit unterschiedlichen Akzenten die Lust an der WM.
Der Flaggenreigen schreckt uns bisher gar nicht; durch Aneignung solcher Symbole schmettern wir schwarz, schwul und linksliberal den aggressiv-völkischen Reinheits-Fantasien der dicken, braunen Sauce die Lust an der der Vielfalt und Entgrenzung entgegen (war das jetzt präzise formuliert? Bei solchen Themen befallen mich Unsicherheiten).
Die unserer Ansicht ja längst deutsche Realität ist und als solche das Nationale dann auch soweit diversifiziert hat, daß es Bedrohlichkeit verliert und schon gar keinen Grund mehr formulieren kann, stolz oder nicht darauf zu sein, schon gar nicht "wieder wer" zu sein. Die ekligen, kleinen und großen Nazis sind bereits eine Reaktion genau darauf, glaube ich. Es ist einfach real-exitierende Vielfalt des Nationalen, wogegen die wettern, hassen, prügeln und morden. Man gehört zur Nation mal dazu, wenn man wählen geht oder WM-Spiele schaut, mal nicht - wenn man z.B. gerade St. Paulianer ist, die Berufsrolle mit Persönlichkeit füllt oder gerne wieder Student wäre. Eine Kategorie wie "neue Normalität des Nationalen" macht insofern gar keinen Sinn.
Vielleicht ist da ja naiv, deshalb soll der Gegendiskurs z.B. hier nicht unerwähnt bleiben, beim anti-wm-blogger. Da finden sich so - gelinde gesagt und stark verharmlosend formuliert - unschöne Erlebnisse wie das folgende zitiert:
"... Kurz darauf wurde aber gleich wieder der Teil der Hymne angestimmt, den sie in und auswendig kannten. Nämlich "Deutschland, Deutschland über alles". Im Laufe der Zeit wurden dann noch "Ausländer raus" und "Deutschland den Deutschen" angestimmt. Als ein schwarzer Nachbar das Einkaufszentrum durchquerte, in dem ein von einem türkischen Mitbürger betriebenes Internetcafe das Spiel per im Schaufenster stehendem Monitor das Spiel für die Hartzer verfügbar macht, kamen Rufe wie "Neger, geh nach Hause" und "Geh doch zuhause, du alte Scheisse" auf."
Auch Fotos von der Reichskriegsflagge auf dem FIFA-Fanfest gleich hier um die Ecke sind zu sehen; gehe da ja aus guten Gründen nicht hin. Scheußliche Berichte aus Karlsruhe und Halle kann man dort auch zu lesen.
Andere sind ja deshalb vorsichtshalber lieber gleich für England, noch wieder Andere konsequent antideutsch; wir mischen hier im Blog unsere Präferenzen ...
Auch wenn einem der deutsche Flaggenwahn dieser Tage ein wenig verdächtig vorkommen mag – Deutschland präsentiert sich bisher als weltoffenes Land unter einer stabilen Hochdruckglocke. Da überbieten sich die Gastgeberstädte der einzelnen Nationen in Gastfreundschaft. Da werden ganze Städte, Blumenbeete inklusive, in den Landesfarben der Gäste geschmückt, da werden Fremdsprachen gebüffelt und Wohnungen für mitreisende Fans kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Welt zu Gast bei Freunden!. Ja, zumindest in den ersten Tagen der WM scheint das Motto aufzugehen. So hab ich Deutschland noch nicht erlebt!
Und ich würde mir wünschen, dass sich dieser positive Geist über das Ende der WM hinaus konservieren lässt. An Gelegenheiten wird es nicht mangeln. Deutschland ist ein Einwanderungsland, der Migrationsdruck nimmt zu, die Geburtenrate nimmt ab. Deutschland wird seine Einwanderungspolitik überdenken und Menschen aus fremden Ländern und Kulturen integrieren müssen, das ist sicher. Die Frage ist nur, wie ? Sicherlich nicht mit verlogenen Asylverfahren, die sich über Jahre hinziehen. Einer Zeit, in der unsere „Gäste“ im Abseits stehen, allenfalls die deutsche Schattenwirtschaft kennen lernen. Denn nur mit Poppen, Spülen (viel Spülen) oder Dealen lassen sich ohne Arbeitserlaubnis die Kosten für die illegalen Schlepperbanden aufbringen. Bevor es, wie so oft, nach dem Ende des Asylverfahrens über den Abschiebeknast zurück in die Heimat geht. Ausser dem organisierten Verbrechen hat keiner was davon.
Wie es auch gehen könnte, kann man vom 16-20 Juni im Hamburger Schanzenpark beobachten.
Während die FIFA-WM die ganze Stadt in Beschlag genommen hat, stehen bei
Abseits – die WM der Asylsuchenden http://www.abseits-wm.de die Gäste im Mittelpunkt, die bislang weniger freundschaftlich aufgenommen wurden.
Hoffentlich wird es eine ebenso gelungenen Veranstaltung, wie die große WM. Sie hätte es verdient.
Pressemitteilung der Grünen Liste:
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Pressemitteilung
"ROTE KARTE GEGEN RASSISMUS" - Fußball WM 2006
Die zunehmende rassistisch motivierte Gewalt hat den Afrika-Rat als Dachverband von 50 Organisationen dazu veranlasst, eine Kampagne in Zusammenarbeit mit der internationalen Liga für die Menschenrechte und "Schwarze Fußballer gegen Rassismus" zu initiieren.
Diese Gewalt widerspricht einerseits der Doktrin der Charta für Menschenrechte auf körperliche Unversehrtheit und Bewegungsfreiheit und anderseits dem Geist der demnächst statt findenden Fußball-WM, die unter dem Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden" steht.
Es gibt in Europa eine Form von Rassismus, die überwiegend Menschen afrikanischer Herkunft betrifft. Es geht von verbalen Attacken bis hin zu körperlicher Gewalt. Die letzten Fälle in Potsdam und am vergangenen Wochenende sprechen eine deutliche Sprache.
Bereits bei der "Première Conférence contre le Racisme Anti-Noir" (Erste Europäische Konferenz gegen den Rassismus gegen schwarze Menschen) in Genf am 16. März 2006 haben Fußballer, wie z.B. Lilian Thuram, betont, dass sie den Rassisten die "rote Karte" zeigen werden und aktiv gegen die Fans,
die sie beschimpfen, vorgehen. Notfalls sind sie bereit sofort wieder abzureisen.
Der Fußball-Weltverband FIFA hat in einer Resolution am 17. März 2006 in Zürich beschlossen, schon bei der WM in Deutschland drakonische Strafen gegen rassistische Vorfälle anzuwenden.
Dr. Pierrette Herzberger-Fofana, Stadträtin der Grünen Liste : "Auch wenn die Stadt Erlangen selbst kein Austragungsort der Fußballweltmeisterschaft ist, sollten alle die Kampagne der internationalen Liga für Menschenrechte und des Afrika-Rates unterstützen und ihren Beitrag dazu leisten, damit sich 'die Welt zu Gast bei Freunden' sicher fühlt, und dass es für uns alle ein friedliches und freundschaftliches Ereignis bleibt."
der DFB hilft bei der Integration mit! super.
Gleichzeitig könnte der DFB ruhig mal dabei mithelfen, Rassismus zu bekämpfen.
Zum Beispiel so:
- es gibt vom englischen Fussballbund eine 0800-Nummer, an die man rassistische Vorkommnisse in Stadien melden kann und soll. Ein Team versucht dann nach Kräften, die Vorfälle aufzuklären und arbeitet darauf hin, dass derartiges an diesem Ort in dieser Form nicht wieder vorkommt. Gleichzeitig werden die Vorkommnisse archiviert und finden Eingang in die Statistik.
- wenn Spieler vor dem Spiel Erklärungen für Null Toleranz gegenüber Rassismus vortragen, ist das sicher eine gute Sache. Aber es wirkt oft inszeniert und auswendig gelernt und damit erreicht es einen unter Umständen nicht wirklich. Noch toller wäre es bestimmt, wenn die Fussballspieler, die wirklich etwas gegen Rassismus tun wollen, künftig in jedem Interview in einem Nebensatz erklären, dass sie persönlich Rassismus verurteilen und keinen Bock auf Idioten mit rassistischen Sprüchen im Stadion haben. Das erreicht die, die sich angesprochen fühlen sollen, viel eher, weil sie sich dadurch persönlich von "ihren" Spielern gedisst fühlen.
- der DFB könnte auch wie in Frankreich VIP Gäste, Ehemalige und Zuschauer dazu ermutigen, mit "kein Rassismus im Stadion"-Postern in TV-übertragenen Spielen herumzusitzen.
- oder eine Presseerklärung veröffentlichen, auf denen sie eindeutig und im Klartext gegen Rassismus stellung nehmen
- und wenn sie es wirklich ernst meinen: einen 10 Punkte Plan ausarbeiten, wie von der Fanarbeit/Basis ausgehend Programme gegen Rassismus fruchten können. Hierzu kann man ruhig auch mal erstmalig Experten hinzuziehen, d.h. Leute, die sich mit so was auskennen und für Arbeit gegen Rassismus geschult sind. Ja, so was gibt es. Dafür muss man sich aber erst wirklich interessieren und Rassismus nicht als Kavaliersdelikt einstufen.
Ich war neulich als Zuschauerin bei einer Podiumsdiskussion mit Yves Eigenrauch (Iiiiiiiiv!!!) und Fanbetreuern von St.Pauli, HSV, Nationalmannschaft und ostdeutschen Vereinen. Alle hatten dasselbe ungute Gefühl über Rassismus im Fußball, aber niemand hatte Erfahrungen mit Arbeit gegen Rassismus oder auch nur konkrete Forderungen an den DFB. Das war schade. Statt rumzuheulen sollten die wirklich Interessierten jetzt mal strukturiert handeln. Wenn namhafte Organisationen, Promis und Fan-Verbände jetzt den DFB mit konkreten Anregungen/Forderungen angehen würden (cc an die Presse), kommt dieser sicher nicht drumrum, brauchbare öffentliche Programme gegen Rassismus zu fahren.
Na, immerhin: Deutsche Gerichte finden auch oft die richtigen Worte. Patrick Owomoyela hat eine einstweilige Verfügung gegen die NPD erwirkt:
"Diese Darstellung diffamiere den Spieler in einer geradezu unerträglich rassistischen Art und Weise, begründeten die Richter die Vefügung und schlossen sich damit der Forderung von Owomoyelas Anwalt an. Der Antrag wurde zudem damit begründet, dass die Parole den Tatbestand der Volksverhetzung und Beleidigung erfülle." (SpOn)
Über den Fall hatten wir ja berichtet, und eine ausführlichere Linksammmlung findet sich hier.
Wir brauchen gar keine NPD. Wir haben Mainstream-Comedians.

atze schröder bei harald schmidt und bei wetten dass:
kaum hatte atze schröder sich aufs sofa gesetzt, kam eine launige bemerkung zur WM und der "deutschen nationalmannschaft" wie er sich spöttisch ausdrückte."asamoah, owomoyela - das klingt ja wahnsinnig deutsch", sagte er beifallsheischend. im ähnlichen ton ging es dann weiter. "owomoyela, podolski - da können wir ja gleich eine eigene WM mit der nationalmannschaft veranstalten".
Das ZDF zitiert ihn noch unkommentiert :
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/13/0,1872,3158445,00.html
Ein Freund schrieb mir dazu:
" (man sollte mal) atze schröder darauf hinweisen, dass allein ein solcher "witz" - selbst wenn er natürlich wie immer "nicht bös gemeint" war - eine zutiefst rassistische blut-und-boden ideologie transportiert. der deutsche ist also blond, weiss und heisst möglichst meyer oder goebbels. und dementsprechend sollte also die nationalelf aussehen.
normalerweise bin ich bei solchen ausfällen tolerant (zugegebenrmassen vielleicht übertolerant) - weil ich den leuten nichts böses unterstellen kann, wenn ihnen bildung, - vorbildung und weltläufigkeit fehlt.
aber bei einem so klugen menschen wie atze schröder muss man einfach erwarten , dass er in etwa weiss, was er da von sich gibt. zumal ich auch noch den eindruck hatte, das die bemerkungen nicht spontan kamen, sondern eingeübte sprüche waren, die zu seinem augenblicklichen repertoire gehören. ganz abgesehen von seiner gesellschaftlichen verantwortung. und das ist gerade im kontext zur beginnenden fussball-wm dramatisch wenn nicht nur von npd und co sondern sogar von comedians eine art arier-pass fürs deutschsein - und sei es im witz - unterschwellig propagiert wird."
Und ich schliesse mich ja sowas von an.
Wann wird eigentlich das Hirn verteilt?
Der Spiegel hat's dann doch mal ganz deutlich und toll gesagt.
Aus unerfindlichen Gründen wurde nur das allernötigste getan und keine wirkliche Einsicht erreicht: Nach zahlreichen Protesten wurde der Media-Markt Spot, in dem impliziert wird, dass "Polen klauen" aus der aktuellen Media-Markt-Kampagne genommen, aber der "Togo"-Spot (gesprochen von Oliver Pocher) existiert unbekümmert nach wie vor. Anscheinend nach dem Motto "Die sind ja auch weiter weg und können sich nicht so wirksam beschweren, wenn sie mal wieder in Baströckchen gesteckt werden"... Im Radio-Spot heisst es unter anderem:
"Aha- wir haben verstanden. Eine Bestellung für eine Waschmaschine mit besonders großer Trommel"
... "Mit einem Schonwaschgang für die Baströckchen"
Der Spot ist hier ganz zu hören:
http://mediamarkt.de/fanausruester/spots.php
Zum einen ist der "Witz" alt, geschmacklos und bar jeder Realität (natürlich gibt es in Togo Telefon und man trägt Hosen und Röcke... das hat sich nur anscheinend noch nicht bis in den media-Markt herumgesprochen. Die Texaner denken ja auch, wir Deutschen hätten alle Lederhosen an und würden ausschliesslich von Wurst und frischer Kuhmilch leben...).

so sieht es in Togo aus (Quelle: Botschaft der Republik Togo)
Allerdings schwebt hier durchaus auch noch eine menschenverachtende Komponente mit, wenn man bedenkt, dass Togo einmal deutsche Kolonie war, wobei zahlreiche Menschen dort getötet wurden. Darf man eigentlich mit "Afrikanern" alles machen, was sie exotisiert, auf Baströckchen reduziert und künstlich ins Lächerliche zieht, ohne die üblichen Grundsätze von Menschenwürde und Anstand einzuhalten? Man stelle sich einmal vor, ein ähnlicher Spot würde andere historische Opfer deutscher Expansionskriege so klischeehaft verzerren und verhöhnen ... undenkbar!!
Gerade im Hinblick darauf, dass Media-Markt die WM in ihre Kampagne mit einbeziehen, sollte man seine Meinung hierüber kundtun.
Ansprechpartner:
Sie haben eine Frage zum Media Markt und wissen nicht, wohin damit? Unter der Telefonnummer: +49 0180 5 24 25 26 (12 Cent/Min.), erreichen Sie uns Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr.
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Verantwortlicher i.S.d. MDStV § 10 Abs.3: P. Jägle
In den letzten Monaten fiel es mir schwer meine Sympathie für die Mannschaft des HSV zu unterdrücken. Da spielen und feiern Iraner, Holländer, Bosnier, Belgier, Schweizer, Ivorer, Kameruner und Deutsche so begeisternd und erfolgreich zusammen, wie zuletzt zu Ernst Happels Zeiten. Und dennoch hat das ganze einen schalen Beigeschmack: Der FC St. Pauli oder Schalke 04 engagieren sich seit Jahren gegen Rassismus im Fußball und distanzieren sich von Rassisten in den eigenen Fanblocks. In der AOL Arena dagegen, sind rassistische Fangesänge bis heute an der Tagesordnung. Anstatt die eigene Mannschaft anzufeuern wird der Gegner aufs übelste beschimpft. Ohne die dummen "Zick, Zack, Zigeunerpack" Gesänge, wäre im UEFA- Pokal gegen Rapid Bukarest sicherlich noch das entscheidende dritte Tor gefallen. So ist man zurecht ausgeschieden. Die Mannschaft ist auch an ihren eigenen Fans gescheitert.
Mitte letzter Woche kam dann Hoffnung auf! In der Hamburger Morgenpost stand´s: Der Hamburger Sportverein distanziert sich vom braunen Bodensatz seiner Fans. Das war lange überfällig. Aber warum ausgerechnet jetzt, kurz vor der WM? Haben die Spieler an die Vereinsführung apelliert? Zu schön um wahr zu sein. Oder haben FIFA und Innenministerium die HSV Hooligans als potentielle Störenfriede im Visier? Schon eher. Es sieht ganz danach aus, als habe der Blatter Sepp bei seinem Hamburg Besuch den Verantwortlichen beim HSV ins verkümmerte Gewissen geredet. Ausgerechnet der, könnte man denken. Aber auch: Besser spät als gar nicht! Hauptsache es passiert überhaupt etwas!
Am Samstag kam dann gleich die Ernüchterung. Denn wovor sich FIFA und das WM-OK fürchten, zeigten am Samstag die "Fans" des Chemnitzer FC. Beim Gastspiel gegen den FC St. Pauli am Hamburger Millerntor wurden "nicht arische" Geschäfte gestürmt, Brandbomben auf St. Pauli Fans abgefeuert, Nazi Fahnen gehißt und die gesamte Bandbreite rassistischer und antisemitischer Spottlieder gegrölt. Traurig! Aber wirklich überraschend kam das nicht. Dass zahlreiche deutsche Fußballvereine von rechten Schlägern unterwandert sind ist bekannt. Auch wenn in letzter Zeit zahlreiche Leitmedien den Eindruck vermitteln, dass Gewalt hier zu Lande vor allem von jugendlichen mit Migrationshintergrund ausgeht, wie erst kürzlich im Rahmen der Debatte um die Schließung der Rütli-Hauptschule in Berlin Neukölln geschehen. Die größte Gefahr für die Sicherheit der WM Gäste geht nicht von jugendlichen mit Migrationshintergrund aus, sondern vom selbsternannten "nationalen Widerstand".
Und für den HSV bleibt zu hoffen, dass die antirassistische Initiative auch über die WM hinaus bestand haben wird.
Langsam ist's wirklich an der Zeit, hier eine Antirassismus-Rubrik einzurichten. Das rechte Pack wirft in einem unerträglichen Ausmaß mit Dreck um sich. Und nicht nur mit Dreck - durfte gestern live erleben, wie's mit Feuerwerkkörpern auf Menschen warf, was für deren Verhältnisse wohl noch eine harmlose Form der Attacke ist.
Nun wird gegen Patrick Owomoyela gehetzt (via Fooligan), nachdem zuvor Gerald Asamoah Ziel rechtsradikaler Attacken war. Der DFB reagiert nun auch ganz offiziell darauf und prüft rechtliche Schritte, und auch Werder Bremen wird aktiv. SpOn berichtet heute ausführlich über den Alltag in unteren Ligen - dem erwähnten Spiel FC St. Pauli versus Chemnitz durfte ich ja gestern selbst beiwohnen. Die anschließenden "Straßenschlachten" habe ich nicht mehr mitbekommen. Den Mob selbst konnte ich mir mal aus der Nähe anschauen. Ein schöner Anblick war das nicht. Armes Deutschland.