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    <title>Du Bist Weltmeister Dritter</title>
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    <updated>2006-08-01T14:51:23Z</updated>
    <subtitle>Die Fußball WM 2006 in Deutschland aus unserer Sicht, gesehen gewesen.</subtitle>
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    <title>Endgültige Parkposition</title>
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    <published>2006-07-19T08:52:56Z</published>
    <updated>2006-08-01T14:51:23Z</updated>
    
    <summary>Liebe Leser, Mitblogger, Kommentatoren, Vize Vizeweltmeister, lieber Franz, wir haben nun unsere endgültige Parkposition erreicht. Wir bitten Sie, ihre Bierkästen voll gefüllt dem Getränkehändler ihres Vertrauens zurück zu geben, damit die Flaschen dem urdeutschen Kreislauf des Pfandes zurück überantwortet werden...</summary>
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        <name>Erik</name>
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            <category term="Lust und Frust" />
    
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        <![CDATA[<p>Liebe Leser, Mitblogger, Kommentatoren, Vize Vizeweltmeister, lieber Franz,</p>

<p>wir haben nun unsere endgültige Parkposition erreicht. Wir bitten Sie, ihre Bierkästen voll gefüllt dem Getränkehändler ihres Vertrauens zurück zu geben, damit die Flaschen dem urdeutschen Kreislauf des Pfandes zurück überantwortet werden können. Genau so, wie wir den Rest unseres Lebens wieder dem Alltag überantworten.</p>

<p>Allein es bleibt die Hoffnung, dass wir uns 2008 zur EM wiederlesen und die knackigen Mädels & Jungs bei der <a href="http://tinyurl.com/gd8n9">dba</a> ihr sexy Pumaoutfit noch eine Weile anbehalten dürfen, als Erinnerung an diesen ausnahmsweise heißen Fußballsommer.</p>]]>
        
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    <title>Yeah Yeah Yens</title>
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    <published>2006-07-18T20:11:02Z</published>
    <updated>2006-07-18T20:15:10Z</updated>
    
    <summary>es gibt übrigens ein ganz tolles Lied von der Band &quot;Astra Kid&quot; namens &quot;Yeah Yeah Yens&quot;! Kann man auf itunes reinhören... Und ein Artikel über Jens Lehmann bevor er Deutschland-Superstar war, aus der Sicht einer Radiomieze (Ähnlichkeiten zu hier bloggenden...</summary>
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        <name>Noah Sow</name>
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        <![CDATA[<p>es gibt übrigens ein ganz tolles Lied von der Band "Astra Kid" namens "Yeah Yeah Yens"! Kann man auf itunes reinhören...</p>

<p><img alt="Jens_Japan_sm.jpg" src="http://www.blogfrei.de/dubistweltmeister/Jens_Japan_sm.jpg" width="505" height="695" /></p>

<p><br />
Und ein Artikel über Jens Lehmann bevor er Deutschland-Superstar war, aus der Sicht einer Radiomieze (Ähnlichkeiten zu hier bloggenden Personen sind rein zufällig) findet sich<u> <a href="http://www.einslive.de/daswort/dieaktionen/eins_live_zehn/mein_lieblingshoerer_jens_lehmann.phtml">hier auf der Einslive Homepage</a></u>.</p>]]>
        
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    <title>Bye, Bye und Dankeschön (mit bitterem Subtext)</title>
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    <id>tag:www.blogfrei.de,2006:/dubistweltmeister//15.2400</id>
    
    <published>2006-07-12T05:58:46Z</published>
    <updated>2006-07-12T06:30:24Z</updated>
    
    <summary>Na, was&apos;n das jetzt? Wenn schon Berti Vogst, ausgerechnet der, das klarste und eindeutigste aller Symptome der Kohlschen Republik, vorprescht und sofort die Deutungshoheit aufsucht ... spuckt der Klinsi dem neu erwachten &quot;Patriotismus&quot; in&apos;s Gesicht, wenn&apos;s denn überhaupt ein solcher...</summary>
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        <name>MomoRules</name>
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            <category term="Pöbeln und Miesmachen" />
    
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        <![CDATA[<p>Na,<a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,426266,00.html"> was'n das jetzt</a>? Wenn schon Berti Vogst, ausgerechnet der, das klarste und eindeutigste aller Symptome der Kohlschen Republik, vorprescht und sofort die Deutungshoheit aufsucht ... spuckt der Klinsi dem neu erwachten "Patriotismus" in's Gesicht, wenn's denn überhaupt ein solcher war, und wird Trainer der US-Nationalmannschaft? Das hätte was. Ist's 'ne Abrechnung? Das sei ihm gegönnt.  </p>

<p>Der Lesarten werde viele sein. Da wird gerangelt werden. Mittendrin und teils auch voll daneben werden die Deutungen rund um's Unternehmertum sich tummeln: Ob positiv oder negativ, es wird davon die Rede sein, daß erfolgreiches Wirtschaften nur noch als Projektarbeit denkbar sei, und dann kontern andere (und das zu Recht), daß der Ex-Bundestrainer symptomatisch sei für jene, die nur noch auf den kurzfristigen Gewinn schielen und den momentanen, emotionalen Kick (gut, er hat 2 Jahre viel einstecken müssen, aber was sind schon 2 Jahre?), anstatt langfristig Strukturen aufzubauen. </p>

<p>Wieder Andere werden auf verknöcherte Verbandsstrukturen in Deutschland eindreschen, wobei's beim DFB dann die Richtigen träfe - eingereiht in ein Abfeiern des heroisierten Individuums, dem gegen graue Apparatschikhorden strahlend dann mit allen Qualitäten charistmatischer Führung ausgestattet - heute sagt man dazu ja "großer Motivator" - nur die Flucht noch bleibt. Um dergestalt FDPisiert, also atomisiert,  mal wieder so zu tun, als sei jeder freiwillige Zusammenschluß von Individuen in Verbänden, Vereinen und Parteien an sich schon ein Kollektivismus derbster Art. Noch wieder Andere werden Klinsis Familiensinn loben, weil ja die gute, alte Kleinfamilie ansonsten gar nicht mehr geachtet würde - kurz: Die <a href="http://www.blogfrei.de/metalust/2006/07/die_antitraumdroge_teil_2.html#more">Anti-Traum-Droge</a> wird strukturiert ihr immer schon festgelegtes, diskursives Feld um das Ereignis schließen, damit's auch niemand als Ereignis spürt.</p>

<p>Dazu gehören wird auch die Kalenderspruchhaftigkeit des "Man soll ja aufhören, wenn's am Schönsten ist!" - tja, das sagen sich Legionen von Hartz IV-Empfängern dann wahrscheinlich auch alltäglich ...</p>]]>
        
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    <title>54, 74, 90 - 2010 2006?</title>
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    <id>tag:www.blogfrei.de,2006:/dubistweltmeister//15.2383</id>
    
    <published>2006-07-10T07:38:50Z</published>
    <updated>2006-07-11T15:59:33Z</updated>
    
    <summary>Nachtrag: Vielleicht geht da mit den Italienern ja noch was. Die Sportfreunde Stiller und Coca Cola geben die Marschroute vor: 2010 sind dann eben wir wieder dran. Aber was war denn das für ein Finale gestern, bitte? Ich weiß gar...</summary>
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        <name>Erik</name>
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            <category term="Fußball sonstnoch" />
    
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        <![CDATA[<p><a href="http://www.ringfahndung.de/archives/wm2006/italien_zu_frueh_gefreut.html">Nachtrag: Vielleicht geht da mit den Italienern ja noch was.</a></p>

<p><img alt="18.jpg" src="http://www.blogfrei.de/dubistweltmeister/18.jpg" width="267" height="300" /></p>

<p>Die <a href="http://www.ringfahndung.de/archives/wm2006/72_74_08_2010.html">Sportfreunde Stiller </a>und Coca Cola geben die Marschroute vor: 2010 sind dann eben wir wieder dran.<br />
Aber was war denn das für ein Finale gestern, bitte?<br />
Ich weiß gar nicht woe ich anfangen soll. Vielleicht dort, wo alle heute angefangen haben - beim bockigen Zidane und der Frage: was um alles in der Welt hat der Matterazzi da von sich gegeben?</p>

<p>Ein schauriges Schauspiel, wo überhaupt das gesamte Turnier der Italiener eines war. Eine groteske Zahl, die <a href="http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/fussball/nationalteam/wm2006/news_aktuell/342238">32 Schwalben,</a> die Italiens Skandalnudeln zu den Top-Spielverderbern macht. Da fühlt sich mancher Australier als Weltmeister, zu Recht!<br />
Überhaupt fühlte sich jedes Klischee wieder wahrhaftig an, nach diesem Finale.<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/David_Tr%C3%A9z%C3%A9guet">Trezeguet</a>, allein gelassen nach seinem verschossenen Elfmeter. Typisch. Alles arrogante Einzelspieler, kein Team, ruft die Karl Klischee mir laut ins Ohr.</p>

<p>Und das wo Deutschland gerade eine Bühne war, eben diese auszumerzen. Eigentlich unwürdig, dieses Finale. Dennoch spannend und dramatisch.</p>

<p><em>Foto: Bongartz/getty, via dfb.de</em></p>]]>
        
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    <title>Das Erhabene - aber schön war es doch</title>
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    <published>2006-07-10T06:52:01Z</published>
    <updated>2006-07-10T06:53:12Z</updated>
    
    <summary> Foto: Sabona Holidays Ach, seufz, schon jetzt kommt Wehmut auf ... nicht nur wegen dieses blöden Kopfstoßes des auratischen Heiligen, der hat der ganzen Fußballwelt wohl mehr weh getan als dem, der von ihm niedergestreckt sich fand da auf...</summary>
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        <name>MomoRules</name>
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            <category term="Länder, Sitten und Gebräuche" />
    
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        <![CDATA[<p><img alt="S$FCdafrika~Karoo~Blumenmeer.jpg" src="http://www.blogfrei.de/metalust/S%24FCdafrika~Karoo~Blumenmeer.jpg" width="300" height="207" /></p>

<p>Foto: <a href="http://www.sabona-tours.ch/">Sabona Holidays</a></p>

<p>Ach, seufz, schon jetzt kommt Wehmut auf ... nicht nur wegen dieses blöden Kopfstoßes des auratischen Heiligen, der hat der ganzen Fußballwelt wohl mehr weh getan als dem, der von ihm niedergestreckt sich fand da auf dem Rasen.  Auch sonst kann man ja jetzt, jetzt, nachdem es vorbei ist, die Falschen Weltmeister wurden (Glückwunsch trotzdem, zähneknirschend), eigentlich nur eins tun: Hilde anstimmen!<br />
<blockquote><br />
"Aber schön war es doch, aber schön war es doch,<br />
und ich möcht' es noch einmal erleben!<br />
Dabei weiß ich genau, dabei weiß ich genau,<br />
sowas kann es doch einmal nur geben ..."</blockquote></p>

<p>Eigentlich müßte man das ganze Lied umdichten ... "Da war das Spiel, das erste, das wir sahen, ein 3 zu 2, nicht wirklich souverän. Am Tag darauf jedoch kam Drogba, zeigte der Welt, wie Blicke sexy sind" oder sowas. "Da ist der Weg, der erste, den wir gingen, da ist die Bank, da sagtest Du Adieu. Da ist der Baum, an dem die Blüten hingen, die Du mir gabst - doch jetzt liegt drauf Schnee" heißt es im Original, was ja nach all den vegetativen Ausführungen hier auch was hat. Und in Sachen Vegetation gibt Südafrika auch was her, aber sowas von, siehe oben. Also auch noch mal ...<br />
</p>]]>
        <![CDATA[<p>... schnell den ziemlich verwirrenden und verstörenden Gipfelpunkt philosophischer Ästhetik zitieren, alleine schon, weil's  trotz alledem  zu Zidane und zu Drogba sowieso paßt und sogar zu Klose, wenn der zum Kopfball aufsteigt: Die Kantische Analyse des Erhabenen. </p>

<blockquote>"Das Gemüt fühlt sich in der Vorstellung des Erhabenen in der Natur <em>bewegt</em>: da es in dem ästhetischen Urteile über ds Schöne derselben in <em>ruhiger</em> Kontemplation ist. Diese Bewegung kann (vornehmlich in ihrem Anfange) mit einer Erschütterung vergleichen werden (...). Das Überschwengliche für die Einbildungskraft (bis zu welchem sie in der Auffssung der Anschauung getrieben wird) ist gleichsam ein Abgrund, worin sie sich selbst zu verlieren fürchtet; aber doch für die Idee der Vernunft vom Übersinnlichen nicht überschwenglich, sondern gestzmäßig, eine solche Bestrebung der der Einbildungskraft hervorzubringen (...). Das Urteil selber aber bleibt hierbei immer nur ästhetisch, weil es, ohne einen bestimmten Begriff vom Objekt zum Grunde zu haben, bloß das subjektive Spiel der Gemütskräfte (Einbildungskraft und Vernunft) selbst durch ihren Kontrast als harmonsich vorstellt. Denn so wie Einbildungskraft und Verstand in der Beurteilung des Schönen durch ihre Einhelligkeit, so bringen Einbildungskraft und Vernunft hier durch ihren Widerstreit subjektive Zweckmäßigkeit der Gemütskräfte hervor: nämlich ein Gefühl, daß wir reine selbstständige Vernunft haben, oder ein Vermögen der Größenschätzung dessen Vorzüglichkeit durch nichts anschaulich gemacht werden kann als durch die Unzulänglichkeit jenes Vermögens, welches in Darstellung der Größen (sinnlicher Gegenstände) selbst unbegrenzt ist."

<p><em>Immanuell Kant, Kritik der Urteilskraft, §27, Von der Qualität des Wohlgefallens in der Beurteilung des Erhabenen, zitiert nach der Ausgabe des Felxi Meiner Verlages, Hamburg 1990, S. 103-104</em></blockquote></p>

<p>Das Erhabene sei, was schechthin groß sei, nicht im Sinne der mathematischen Vergleichbarkeit, sondern <em>in sich</em> schechthin groß - ja, und was das Zitierte bedeutet, das zu enträtseln, dazu hat man ja jetzt 4 Jahre Zeit ...  </p>]]>
    </content>
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    <title>Die No-Name Kletterrose</title>
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    <id>tag:www.blogfrei.de,2006:/dubistweltmeister//15.2378</id>
    
    <published>2006-07-09T21:01:51Z</published>
    <updated>2006-07-10T19:48:19Z</updated>
    
    <summary> Foto: Frost Burgwedel &quot;In der zweiten Trauerweide tummelt sich diese &quot;Noname&quot; Kletterrose.&quot; Frost nicht nur in Burgwedel - auf der Seite dieses Namens findet sich obiger Satz. Trauerweide ist das Pflanzenwesen für&apos;s Endspiel dieser ansonsten so traumhaften WM. Das...</summary>
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        <![CDATA[<p><img alt="ansicht_unb_rose_weide.jpg" src="http://www.blogfrei.de/dubistweltmeister/ansicht_unb_rose_weide.jpg" width="320" height="240" /></p>

<p>Foto: <a href="http://www.frost-burgwedel.de/load_rundgang/show_1/index.html">Frost Burgwedel</a></p>

<blockquote>"In der zweiten Trauerweide tummelt sich diese "Noname" Kletterrose."</blockquote>

<p>Frost nicht nur in Burgwedel - auf der Seite dieses Namens findet sich obiger Satz. Trauerweide ist das Pflanzenwesen für's Endspiel dieser ansonsten so traumhaften WM. Das denkbar blödeste Ergebnis und dann noch dieser Abschied des göttlichen Zidane - wahrscheinlich hat der Italiener irgendwas von PI oder so zitiert, bevor der Kopf dann zustieß ... </p>

<p>Insofern sei die No-Name-Rose der Hoffnungsschimmer, daß sich was verbirgt in diesem mißlungenen Schluß eines sonst so  tollen Ereignisses, 4 Wochen lang ...  daß da was wächst inmitten des so falschen Finales. Was Neues. Was Schönes. Was Gutes. Was noch Namenloses ...</p>]]>
        
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    <title>Hymnus auf Cristiano Ronaldo</title>
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    <published>2006-07-09T14:07:10Z</published>
    <updated>2006-07-09T15:17:09Z</updated>
    
    <summary> Foto: Soulcatcherstudio Nee, diese Art Schönheit wie jene des Fotos aus den zwanziger Jahren war&apos;s gestern nicht. Und doch möchte man wissen, wie jener Kurt Bloßfeldt, der&apos;s schoß, wohl die Nackenlinie, die Augenbraue, den Spann eines Cristiano Ronaldo fotografiert...</summary>
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            <category term="Länder, Sitten und Gebräuche" />
    
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        <![CDATA[<p><img alt="Delphinium.jpg" src="http://www.blogfrei.de/dubistweltmeister/Delphinium.jpg" width="250" height="337" /></p>

<p>Foto: <a href="http://www.soulcatcherstudio.com/artists/blossfeldt.html">Soulcatcherstudio</a></p>

<p>Nee, diese Art Schönheit wie jene des Fotos aus den zwanziger Jahren war's gestern nicht. Und doch möchte man wissen, wie jener Kurt Bloßfeldt, der's schoß, wohl die Nackenlinie, die Augenbraue, den Spann eines Cristiano Ronaldo fotografiert hätte. Welche Urform er identifiziert hätte - veröffentlicht wurde dieses Foto des Rittersporn, der derzeit nicht nur Rosen begleitend in Parks verschwenderisch blüht, so blau wie jene Blume der Romantik,  in einem Buch namens "Urformen der Kunst" 1928.  Interessant könnte das sein, weil Bela Rethy gestern ja nicht müde wurde, die "brotlose Kunst" und das Spiel "für die Galerie" des immer neu Ausgepfiffenen zu betonen. "Effizienz" und "Party" und "schwarz-rot-geil" sind ja die Stichworte, die ...<br />
</p>]]>
        <![CDATA[<p>... von dieser WM verbleiben werden - deshalb ist Cristiano Ronaldo für mich neben Zidane der Spieler der WM. </p>

<p>Weil beide sich je anders diesem Trend versperrten und das selbstverliebte "Weltmeister der Herzen", dieses aufgewärmte Schalke-Zitat von einst, boykottierten. Zidane, weil er die Arbeitsmarktgesetze konterkarriert, wo jeder jetzt im Klinsmann das langersehnte Positiv-Antlitz des Managers zu erblicken wünscht, der durch Kuranyi und Owomoyela-Entlassungen die Wirtschaft schon wieder flott bekäme im Gegensatz zum Merkel-Forsch.  Zidane hingegen wahrt als vermeindlich altes Eisen, als Heiliges des Fußballs diesem seine Aura - weil sein überirdisches Schweben Kriterien wie "Effizienz" gar nicht zuläßt, dazu ist es zu schön. Da kommen Vergleiche mit grünen Sacco-Trägern und jungenhaft grinsenden Bundespräsidenten gar nicht in den Sinn. </p>

<p>Und Cristiano Ronaldo eben, weil er die Opernbühne sucht und Oper einfach schöner ist als DJ Ötzi. Und die Lyrik einer Verdi-Arie schöner ist als der Kommentar von Bela Rethy. Dieser Junge als pure Emotion, dessen Tränen und zweckvergessene Übersteiger fast jene Intensität und Leichtigkeit zugleich atmen, wie in Puccinis "Un bel dri, vedremo", dieser weltschönsten Passage aus Madame Butterfly, sie sich zeigt. Sein kindisches Schmollen, seine divenhaften Pirouhetten - sie brachten Kultur in die Zweiteilungswünschewünsche rooneyhafter Felder der Fußballwelt. Und seine Tränen waren Balsam auf dieses inflationäre "Geil!"-Gegröhle.</p>

<p>Statt Pfiffen hätte er gerade im Zelebrieren der Zweckfreiheit für jeden Schritt, für jeden Schuß, der daneben ging, für jeden Fehlpaß und jedes Sich-zärtlich-fast-Anschmiegen an's Grün des Rasens ohne jeden Anlaß eine Antwort verdient, wie dieser grandiose Chor in Bellinis "Norma" ihn der trällernden Casta Diva entgegenwogen läßt. Diesen sollte man mal in Stadien anstimmen. Cristiano Ronaldos reine Körperlichkeit, rein, weil von Gefühl durchdrungen und nicht den mechanistischen Gesetzen der Fitness folgend, ist eben das Gegenteil der Statik des Fotos dort oben, das Pracht kunstvoll auf ein Ornament reduziert. Pathos ist Weltgefühl, Ornament ist nur Struktur und somit wahr statt erfüllt.</p>

<p>Großartig ist dieses Foto da oben freilich trotzdem, da hatte Walter Benjamin schon Recht:</p>

<blockquote>"Wer diese Sammlung von Pflanzenfotos zustande brachte, kann mehr als Brot essen. Er hat in jener großen Überprüfung des Wahrnehmungsinventars, die unser Weltbild noch unabsehbar verändern wird, das Seine geleistet. (...) "Urformen der Kunst" - gewiß. Was kann das aber anderes heißen als Urformen der Natur? Fomen also, die niemals ein bloßes Vorbild der Kunst, sondern von Beginn an als Urformen in allem Geschaffenen am Werke waren. Im übrigen muß es dem nüchternsten Betrachter zu denken geben, wie hier die Vergrößerung des Großen - z.B. der Pflanze oder ihrer Knospe oder des Blattes - in so ganz andere Formenreiche hineinführt, wie die des Kleinen, etwa der Pflanzenzelle im Mikroskop. Und wenn wir uns sagen, daß neue Maler wie Klee und noch mehr Kandinski seit langem damit beschäftigt sind, mit den Reichen uns anzufreunden, in die das Mikroskop uns brsch und gewaltsam entführen möchte, so begegnen in diesen vergrößerten Pflanzen eher vegetabilische "Stilformen"."

<p><em>Walter Benjamin, Neues von Blumen, in ders: Medienästhetische Schriften, Frankfurt/M. 2002, S. 294-295</em></blockquote></p>

<p>Walter Benjamin ist jener Theoretiker, der wohl am frühsten und intensivsten forschte,wie technische Innovationen im Bereich des Medialen unsere Wahrnehmung und auch unser Verhalten formen.  Und man stelle sich die WM mal ohne Fernsehen vor - undenkbar, daß geschehen wäre, was geschah. Die Sichtbarkeit der Feiernden produziert das Feiern, heizt es an - und alle folgen brav den Regeln der BRAVO-Supershow und kreischen. Die Differenz zu Teenie-Demos, als Take That sich auflösten, ist unerheblich - die Kamera bestimmte auch da, wann geweint wurde.</p>

<p>Was ja alles nix macht. Das Spiel gestern war super, die Stimmung danach wirklich berauschend. War schön. Da wehte ein ganz, ganz kleines bißchen Millerntor durch die Republik - nur ein ganz, ganz kleines bißchen, weil wir über uns lachen, während wir feiern und einen besseren Musikgeschmack haben. Insofern sei auch nix vermiest: Der ornamentalen Statik des Rittersporns dort oben, so großartig sie fotografiert sein mag, ist die fernsehgesteuerte Massenglückseligkeit allemal vorzuziehen, wenn's denn die Menschen Freude macht. Und die Schweini-Tore waren auch super. Und trotz alledem ist es es schöner, wenn Cristiano Ronaldo sein Trikot auszieht - nicht nur wegen dieses wundervolleren Oberkörpers.  Sondern weil dieser als Indiviuum mit allen Zicken der Masse sich verweigert und nicht dem Zwecke dient. Als Zweck an sich erscheint auf den Bildschirmen.</p>

<p>So, und nun Allez-Les-Bleus und vive la France! </p>]]>
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    <title>Und sie hängen immer noch ...</title>
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    <published>2006-07-08T09:52:20Z</published>
    <updated>2006-07-08T10:01:43Z</updated>
    
    <summary> ... an Autos, Balkonen und neuerings als Rücksäcke und Taschenmotiv: die deutsche Flagge. Es ist wie nach einer lauen Sommernacht. Die Party ist eigentlich vorbei, man ist irgendwie schwermütig und leichtgestimmt zugleich. Der neue Tag kündigt sich an, es...</summary>
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        <![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/berlinlife/184178580/" title="Photo Sharing"><img src="http://static.flickr.com/67/184178580_e2a4e99602_m.jpg" width="240" height="180" alt="Moblog262" /></a></p>

<p>... an Autos, Balkonen und neuerings als Rücksäcke und Taschenmotiv: die deutsche Flagge.<br />
Es ist wie nach einer lauen Sommernacht. Die Party ist eigentlich vorbei, man ist irgendwie schwermütig und leichtgestimmt zugleich. Der neue Tag kündigt sich an, es wird schnell heller.</p>

<p>Das ist quasi das Pendant zur blauen Stunde, die rosa Stunde am Morgen des eigentlich schon nächsten Tages. Da ist die Party fast vorbei, eigentlich. Man rutscht zusammen, schaut in den Himmel und sinniert über das Geschehene.<br />
Heute, am Tag des Trostfinales, scheint die rosa Stunde in Deutschland angebrochen zu sein.</p>

<p>Es war schön, die letzten vier Wochen. Unheimlich schön.<br />
Das Fest geht zuende und doch freue mich über eine tolle WM, die sich für mich vor allem dadurch auszeichnete, dass der lebendige Geist des Fußballs, die runde Freude in alle Lebensbereiche gezogen ist. Das war toll.</p>

<p>Vielleicht, wage ich zu hoffen, bleibt ein wenig davon. Nur ein wenig. Das reicht schon.</p>]]>
        
    </content>
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    <title>Taktik als &quot;supplement&quot;: Frankreisch, Frankreisch Teil 3</title>
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    <published>2006-07-06T07:06:45Z</published>
    <updated>2006-07-06T07:07:59Z</updated>
    
    <summary> Na, ein Sturm auf die Bastille war das ja gestern abend nicht gerade. Trotz völligem Entflammtsein für meine Franzosen taten mir die Portugiesen leid, wie sie vergeblich ein Spiel als Zurückweisung durchleben mußten. Sozusagen. Ausgebremstes Begehren war das, als...</summary>
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        <![CDATA[<p><img alt="Josefine.jpg" src="http://www.blogfrei.de/metalust/Josefine.jpg" width="288" height="448" /></p>

<p>Na, ein Sturm auf die Bastille war das ja gestern abend nicht gerade. Trotz völligem Entflammtsein für meine Franzosen taten mir die Portugiesen leid, wie sie vergeblich ein Spiel <em>als Zurückweisung</em> durchleben mußten. Sozusagen. Ausgebremstes Begehren war das, als sie gegen dieses Abwehrbollerk anrannten, gegen in dieser Hinsicht höchst souveränen Franzosen, die ihre Kräfte schonten .... oha. Darf man Souveränität seit <a href="http://www.kanak-attak.de/ka/text/agamben.html">Agamben</a> noch sagen? Oder hat gar ...  </p>]]>
        <![CDATA[<p>... Derrida den Begriff, jenen der Rousseauschen Volkssouveränität, der gerade in Thuram, in Vieira und Zidane so vollkommen sich verkörpert, schon längst dekonstruiert, und steht das Wort somit lange schon auf dem Index der Postmoderne?  </p>

<p>Es gibt inmitten der sowieso außerdordentlich rätselhaften "<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grammatologie">Grammatologie</a>" von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jacques_Derrida">Derrida</a> diese noch rätselhaftere Seite 249. Dort wird der - wie sagt man sowas bei Derrida? Begriff ist da bestimmt falsch ... hmmmm - na, dann eben <em>das</em> Supplement eingeführt. In Auseinandersetzung mit Rousseau und dessen Präsenz bei sich als Natur. Und dann kommt dieses Zitat, fällt über den Leser her, wie's in der Hörbuch-Version nicht möglich wäre, das nicht wegen seines Inhaltes verwirrt, sondern nur, aber nachhaltig, weil die Quelle fehlt. Hat's Derrida nur erfunden? Und wenn, spielte das in seiner Philosophie überhaupt eine Rolle?  </p>

<blockquote>"Die Sprachen sind dazu geschaffen, um gesprochen zu werden, die Schrift dient nur als Supplement zum gesprochenen Wort ... Das gesprochene Wort stellt mit Hilfe von konventionellen Zeichen den Gedanken dar, während die Schrift iherseits das gesprochene Wort darstellt. Folglich ist die Schrift nur eine mittelbre Darstellung des Gedankens."

<p><em>Jacques Derrida, Grammatologie, Frankfurt/M. 1990, 3. Auflage, S. 249</em></blockquote></p>

<p>Ich vermute, daß das von Rousseau ist. Und daß an dieser Stelle Derrida seine These von der "Schriftvergessenheit" vorbereitet. Ich kann das nur vermuten, weil ich bei Derrida mehr als 2 Seiten nie lesen konnte, ohne genervt zu sein. </p>

<p>Bei alller Liebe zu den Franzosen verkörpert er das, was oft an Geduld und Verständnis nagt, wenn man mit dem einen oder anderen Pariser spricht: Dieses wortreiche Nichts-Sagen, das als Stil und Ästhetik der Kultivierung des Selbst, das spircht,  in großen Wolken der Rhetorik eben dieses feiert. Diese Verweigerung jedes Sich-Festlegens auf etwas, weil das schon Unterwerfung unter die Dominanz des Anderen bedeutet. Diese Dissens-Sehnsucht zu Selbstdurchsetzungszwecken. </p>

<p>Wobei das Spielerische des Gebahrens nicht ignoriert werden darf - das rationale Sich-Einigen-Wollen deutscher Geschäftspartner erscheint ihnen dann plump und unhöflich, beendet es doch dieses lustvolle Spiel des Redens und Schreibens, das so ernst nun auch wieder nicht gemeint ist - das steckt ein verschmitztes Lächeln in all den großen Gesten, und ignoriert man dies, erscheint man wie die Tanks von einst in ihren Augen. </p>

<p>Die ganze Debatte rund um die Postmoderne, der <a href="http://www.zeit.de/archiv/1986/11/Zt19860314_070_0084_Li">ganze Streit zwischen dem Habermas-Umfeld</a> und den "Postmodernen" läßt sich wohl auf diese Differenz - ha! - zurückführen. Die Reaktion der französischen Philosophen war oft ein Schwanken zwischen Erschrecken und Betroffensein angesichts der Angriffe, und wohl auch angesichts dessen, daß zum Teil diese berechtigt waren - und doch auch einem Amüsement, daß das Spiel weiter genießen wollte. Insofern dieses Spiel jedoch zum Supplement für's Denken werden, kann es dann doch nervtöten - also weiter mit Derrida:</p>

<blockquote>"Ebenso treten die Kunst, die <em>techne</em>, das Bild, die Repräsentation, die Konvention usw. als Supplement der Natur auf und werden durch jede dieser kulminierenden Funktionen bereichert. Diese Art der Supplementarität determiniert in bestimmter Hinsicht alle begrifflichen Gegensätze, in die Rousseau den Begriff der Natur einschreibt, insofern dieser sich genügen <em>sollte</em>.

<p>Aber das Supplement supplementiert. Es gesellt sich nur bei, um zu ersetzen. Es kommt hinzu oder setzt sich unmerklich <em>an-(die)-Stelle-von</em>; wenn es auffüllt, dann so, wie man eine Leere füllt. Wenn es repräsentiert und Bild wird, dann wird es Bild durch das vorangegangene Fehlen einer Präsenz."<br />
<em><br />
a.a.O., S. 250</em></blockquote></p>

<p>Versuchen wir also, das gestrige Spiel so zu lesen, wie Derrida Rousseau liest. Da stellt sich dann zunächst die Frage: Repräsentiert die Taktik das Spiel? Und wenn ja, was ersetzt sie, an die Stelle welcher Leere tritt sie? Ist sie <em>techne</em>, ist sie Kunst? Waren die Portugiesen die Natur, insbesondere Cristiano Ronaldo, dieses offene Buch der Emotionen, der sehnsüchtig immer neu aus nicht nachvollziehbren Anlässen an den Rasen sich schmiegte und eins mit ihm werden wollte, und waren die Franzosen <em>sein</em> Supplement, das durch die Differenz zu ihm sich konstituierte und verschob im wohlorganisierten Spiel der Zeichen? Waren die Portugiesen einfach nicht fähig, die franzöische Abwehr zu dekonstruieren? Oder trat <em>techne</em> an die Stelle der Kunst im Spiel der Franzosen, an Stelle jener Ästhetik, die gegen Brasilien noch gezeigt wurde oder gar sich zeigte? Und repräsentiert die Konvention des Defensivspiels die Taktik oder ist sie eine solche, dann aber kein Supplement mehr?</p>

<p>Vielleicht hilft es weiter, bezieht man es auf eines dieser berühmten Rosen-Bilder von Redouté. Ist dieses ein Supplement für die Rose, und ist die Rose selbst dann so etwas wie das gesprochene Wort? Sind Rosen als Kultur-Erzeugnisse Koventionen? Und worin besteht der Unterschied, wenn ich "Rose" schreibe, "Rose" sage oder, wie oben, eine Rose male? </p>

<p>Man merkt: Derrida verführt zu, gelinde gesagt, außerordentlich seltsamen Fragen. Daß jedoch Taktik gestern das Fußballspielen ersetzte, das ist der Fall. Hoffentlich sind die wenigstens gut erholt für's Endspiel, um die Italiener zu schlagen ... und entwickeln sich dann so prachtvoll wie jene Rose dort oben einst im Garten der Kaiserin Josefine. Und Les Bleus überwuchern dann die Festungen des italienischen Spiels, Henry oder Zidane schlagen sich durch's Dickicht und küssen den schöne Prinzen, daß er erwacht ... schießen also das alles entscheidende Tor. Auf daß die darauf folgenden "Vive la France"-Rufe all jenen Deutschen, die sowas singen wie "Die Nr. 1 der Welt sind wir" in den Ohren klingeln. Da gibt es nämlich eine <em>alles</em> entscheidende Differenz ....</p>]]>
    </content>
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    <title>Gewinnen kann doch jeder ...</title>
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    <published>2006-07-05T06:01:26Z</published>
    <updated>2006-07-05T07:00:05Z</updated>
    
    <summary> Foto: Alte Bäume erleben &quot;Eines Tages lagen die Apfelbäume entwurzelt auf der Wiese. Sie waren alt und brachten keinen Ertrag mehr. Sie lagen dort ein paar Wochen. Sie fingen an zu blühen. Jedes mal wenn ich auf meinem Spaziergang...</summary>
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        <![CDATA[<p><img alt="apfelbaeumegef1.jpg" src="http://www.blogfrei.de/dubistweltmeister/apfelbaeumegef1.jpg" width="500" height="304" /></p>

<p>Foto: <a href="http://www.alte-baeume-erleben.de/seitenbaeume/apfelbaeume.html">Alte Bäume erleben</a></p>

<blockquote>"Eines Tages lagen die Apfelbäume entwurzelt auf der Wiese. Sie waren alt und brachten keinen Ertrag mehr. 
Sie lagen dort ein paar Wochen. 
Sie fingen an zu blühen.
Jedes mal wenn ich auf meinem Spaziergang an diesen entwurzelten Bäumen vorbei kam, bewunderte ich ihre Lebenskraft und mich erfaßte Trauer, weil sie keine Chance zum überleben mehr hatten."</blockquote>

<p>Schöne Seite, diese <a href="http://www.alte-baeume-erleben.de/">Alte Bäume erleben</a>-Seite. Nun haben wir ja eigentlich eine junge Mannschaft, insofern ist das Bild schief und trotzdem schön. Eine, die so vortreffllich erblühte, um jetzt doch nicht dier erhofften Früchte zu tragen. Aber man muß es den Italienern, dieser unsympathischten Mannschaft (nicht Nation!) des Turniers, zugestehen: Die haben die Säge schon ziemlich zielsicher angesetzt. 120 Minuten gegen den Sturm anlaufen führt dann eben doch zur Entwurzelung, wenn man's nicht packt, auf diesem mitzusegeln. Die deutsche Mannschaft hat gegen die Logik dieses Spiels angespielt. Das geht schief. </p>

<p>Der gestrige Abend schien mir ...</p>]]>
        <![CDATA[<p>... fast wie eine Karrikatur des bisherigen Turniers. Vielleicht lag das nur an der Alki-WG gegenüber. Die sind im ganzen Viertel bekannt, weil einer der ihren so unglaublich laut ist. Dessen abendlicher, phonstarker Diskussionsstil gehört zum natürlichen Soundtrack dieser Straße. Lustig war's, als hier in der Straße Filmarbeiten liefen, wahrscheinlich für das Großstadtrevier, und der gute Mann lautstark lallend das Team nachhaltig aus der Fassung brachte, weil er fortwährend vom Balkon gröhlte: "Wenn ihr Komparsen braucht, sind wir dabei" - so laut, so penetrant, daß diese gar keine Antwort wußten. </p>

<p>Manchmal befällt sie das Gefühl der Nutzlosigkeit, dann fangen sie an, dem türkischen Gemüsehändler beim Aufräumen und Fegen zu helfen. Damit ist der dann vollauf beschäftigt - eine Hilfe ist es nicht wirklich, aber er kümmert sich um die "Jungs", die wohl irgendwas zwischen 50 und 60 sind. Typische Schicksale im Deutschland 2006 - auf denen rumzuhacken, sie würden ihrer Eigenverantwortung nicht gerecht, macht gar keinen Sinn. Es ist gut, daß es die gibt. Einfach so. Denn die sind <em>einfach so</em>. Und das ist gut. </p>

<p>Deren intensives und mit aufbrandenden Laut-Gewittern versehenes Länderspiel-Gucken begleitet mein Leben seit Jahren. Gestern haben sie erstmals die Nationalhymne gesungen. Wahrscheinlich, weil das ZDF die Videotext-Seitenzahl mit den "Lyrics" einblendete. Das war schaurig-schön: Inbrünstig und mit tiefen Gefühlen aufgeladen - ein verlebter Altherrenchor, der keinen Ton traf und doch aufging im Gesang, ganz ergriffen von sich selbst.</p>

<p>Der Gesang legte etwas frei, was typisch ist für diese WM. "Die Nummer 1 der Welt sind wir!" wurde - ziemlich dämlich - gesungen da in Dortmund. Dabei geht's doch die ganze Zeit nur um das wechselseitig solidarische Zusammenleben mit dem türkischen Gemüsehändler. Schauen wir mal, ob sich die ganzen Taumelnden da nach diesem Spiel noch dran erinnern ... daß sie Gastgeber sind, nicht Auspfeiffende. Was haben die da gestern noch gesungen? "Ihr seid nur ein Pizzabäckerland?" Habe es nicht genau verstanden ... </p>

<p>Jetzt kann ich hoffentlich ohne schlechtes Gewissen mit Frankreich durch das Endspiel mich fiebern. Diese Gesänge gestern belegten jedoch auch etwas Schönes: Daß wir nur regionale Kulturen des Feierns haben - außer in Berlin, da wird nur gepfiffen. Durchgängig wurden Gesänge aus dem Vereinsfußball übertragen - eben auch die Nr. 1 im Pott, die seit dem Bochum-Spiel <a href="http://www.blogfrei.de/metalust/2005/10/die_nr_1_die_nr_1.html">übrigens wir sind</a>. Habe am lautesten gejubelt, als die St. Pauli-Fahne inmitten des Fan-Geschehens geschwenkt wurde. </p>

<p>Nach dem letzten Heimspiel der letzten Saison lief am Millerntor so ein herrlicher Song, weiß bis heute nicht, von wem der war - "Gewinnen kann doch jeder!" oder so war der Refrain. Tolle Gitarren-Ballade. Bringt auf den Punkt, worum's jetzt geht: Umdeuten. </p>

<blockquote>"An einem stürmischen Tag, (..) als ich an einer Straßenecke gegen den Wind ankämpfte, kam ein Mann rasch um die Ecke gebogen und stieß in seiner Eile hart mit mir zusammen. Bevor er sich von seinem Schreck erholt hatte und etwas sagen konnte, sah ich umständlich auf meine Uhr, als hätte er sich nach der Zeit erkundigt, und sagte höflich: "Es ist genau zehn Minuten vor zwei", obwohl es fast vier Uhr war, und ging weiter. Mehrere Häuser weiter drehte ich mich um und sah, daß er mir immer noch nachblickte, offenbar noch immer verwirrt und befremdet über meine Bemerkung."<em>

<p>Paul Watzlawick, John Weakland, Richard Fisch, Lösungen, Bern/Stuttgart/Wien 1974, S. 125</em></blockquote></p>

<p>So der Psychiater Milton Erickson. Und ich sach ma': Besser ein guter Verlierer sein als die Nr. 1 der Welt. Und gefällt noch weiterblühen ...  </p>]]>
    </content>
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    <title>Birkenwundersiegheutebitte!</title>
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    <id>tag:www.blogfrei.de,2006:/dubistweltmeister//15.2355</id>
    
    <published>2006-07-04T06:12:10Z</published>
    <updated>2006-07-04T06:43:26Z</updated>
    
    <summary> Foto:Birgittaneubert Endlich Schluß mit der &quot;deutschen Eiche&quot;! Ich plädiere für die Birke als Baum-Symbol zumindest dieser Nationalmannschaft. Die ist geschmeidig, elegant und bescheiden. Ihr Name heißt so viel wie &quot;glänzend, schimmernd&quot; - dank ihrer ersetzte man plumpe Wucht durch...</summary>
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        <![CDATA[<p><img alt="birke-gross.jpg" src="http://www.blogfrei.de/dubistweltmeister/birke-gross.jpg" width="300" height="400" /><em></p>

<p><a href="http://www.birgittaneubert.de/content/rezepte.htm">Foto:Birgittaneubert</em></a></p>

<p>Endlich Schluß mit der "deutschen Eiche"! Ich plädiere für die Birke als Baum-Symbol zumindest dieser Nationalmannschaft. Die ist geschmeidig, elegant und bescheiden. Ihr Name heißt so viel wie "glänzend, schimmernd" - dank ihrer ersetzte man plumpe Wucht durch Biegsamkeit und Reaktion statt aktivem Sonnen in der eigenen Pracht und dabei doch nur dumpf rumstehen. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Birke">Birke ist der Göttin Freya geweiht</a>, einer offensichtlich außerordentlich lustvollen Gott-Person:</p>

<blockquote><blockquote>Da es keine südgermanische (z. B. deutsche, englische) Überlieferungen zu Freya gibt, wird angenommen, dass sie eine wikingerzeitliche Loslösung der Aspekte Liebe, Liebesmagie und Promiskuität der Göttin Frigg ist. Die literarischen Ausgestaltung Freyas während der isländischen Renaissance des 13.-14. Jh.s haben die heidnische Gestalt der Göttin allerdings überwuchert. In der Neuzeit hat sie die Göttin Frigg in der isländischen Aufarbeitung des Heidentums vollkommen verdrängt. Freya selbst erscheint in diesem Zusammenhang (einer Illumination in einer Papierhandschrift des 17. Jh.s) allerdings nur noch als biedere Familienmutter.</blockquote>

<p>Quelle:<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freya"> Wikipedia</a></blockquote></p>

<p>Womit der historische Weg der negativen Aspekte des Christentums auf den Punkt gebracht wäre. Nein, ich kokettiere keineswegs mit die faschistoiden Varianten neuheidnischen Denkens, sondern mit <a href="http://www.nornirsaett.de/">Nornirs Aett</a> (Danke, <a href="http://martinm.twoday.net/">Martin</a>!). </p>

<p>Und die aktuell personifizierten, negativen Aspekte des Christentums hausen ja derzeit mitten in Rom. Gut, als eigener Gottesstaat, aber allein das ist schon Grund genug, die Italiener heute zu schlagen. Wobei ich Pinien und Akazien eigentlich auch sehr schön finde. Aber wahrscheinlich haben die Jungs vom Stiefel vor lauter Katholizismus den Kontakt zur Natur ein wenig verloren. Da ist Schweini im Planschbecken schon näher an der Freya. </p>

<p>Oha, gefährliches Terrain, auf dem ich mir bewege. Deshalb noch ein guter Tipp für unsere italienischen Freunde: <a href="http://www.birgittaneubert.de/content/rezepte.htm">Birkenhaarwasser</a>. Womit mir einmal jetzt auch so ein latent homophober Witz Haarfrisuren passiert wäre (Saniti sagte gestern z.B., dann solle Cristiano Ronaldo doch lieber in Opern singen, autsch, da kommt's dann durch, das ist die Ebene des Frisuren-Witzes, liebes <a href="http://telegehirn.wordpress.com/">Telegehirn</a>, Danke für die Verteidigung des <a href="http://www.derbraunemob.de/deutsch/index.htm">Braunen Mobs</a> übrigens!!!) - ich find's ja schade, daß Totti das gar nicht mehr so gut brauchen könnte, das Haarwasser ... noch ein Grund für eine italienische Niederlage heute. Also: Finale wir gegen Frankreich, das wär schon schön ... Versailles gegen Planten und Bloomen, sozusagen ...</p>]]>
        
    </content>
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    <title>Scheiße am Fuß</title>
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    <id>tag:www.blogfrei.de,2006:/dubistweltmeister//15.2350</id>
    
    <published>2006-07-03T08:24:51Z</published>
    <updated>2006-07-03T08:27:31Z</updated>
    
    <summary> Bei Spielen der englischen Mannschaft schlägt es laut, mein ambivalentes Herz. Eine Kammer ist dann immer aufgeregt, fiebert mit den Gazzas, Rooneys und Scrouches dieser großen Fußballnation. Die andere Kammer erspäht im Spiel der Engländer auch immer einen komisch...</summary>
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        <name>Erik</name>
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        <![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/worldcupblog/174583929/"><img alt="174583929_1c80a4b45e_m.jpg" src="http://www.ringfahndung.de/archives/174583929_1c80a4b45e_m.jpg" width="240" height="180" /></a></p>

<p>Bei Spielen der englischen Mannschaft schlägt es laut, mein ambivalentes Herz. Eine Kammer ist dann immer aufgeregt, fiebert mit den Gazzas, Rooneys und Scrouches dieser großen Fußballnation. Die andere Kammer erspäht im Spiel der Engländer auch immer einen komisch eingebauten Anspruch auf den Sieg, auf ein großes Turnier, eine Überheblichkeit, die dort auf dem Platz nichts zu suchen hat.</p>

<p>Eigentlich war es dann ganz <a href="http://chineydon.spaces.msn.com/blog/cns!AD89452BB5BD29BB!265.entry">Fußballweise</a>. Wer vier Großchancen nicht versenkt und mit drei Löwen auf der Brust spielt, der darf sich nicht wundern, wenn er im Elfmeterschießen ausscheidet. Gäbe es Doping, um die Elfmeterschussgenauigkeit zu erhöhen, meinetwegen müssten dann alle englischen Spieler zur Urinprobenabgabe. Gibt es aber nicht.</p>

<p>Zum Glück, denn es gibt einen Fußballgott, der jeder Nation eine spezielle Fähigkeit geschenkt hat. Ghana das Mittelfeld, Beckham das Freistoßtor aus Halblinks und Deutschland überragende Torwächter.</p>

<p>Die KO-Runde. ist übrigens ein toller Ort, um wahrhaftig auf die Seelen der sonst so maskierten Millionarios zu schauen.<br />
</p>]]>
        
    </content>
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    <title>Cogito Interruptus</title>
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    <published>2006-07-02T15:25:01Z</published>
    <updated>2006-07-02T15:26:16Z</updated>
    
    <summary> Foto: Wolfgang Hawerkamp Mmmmmh ... solch ein Foto ist ein Beleg für die Verknüpfung der Sinne. Man sieht&apos;s, und man riecht den Lavendel und fühlt sich gleich frischer. Ob Zinedine Zidane aus solchen Anblicken einst seine Virtuosität zog, ob...</summary>
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        <![CDATA[<p><img alt="lavendel1.jpg" src="http://www.blogfrei.de/metalust/lavendel1.jpg" width="500" height="309" /></p>

<p><a href="http://www.isis.de/members/~jghorn/lavendel.htm">Foto: Wolfgang Hawerkamp</a></p>

<p>Mmmmmh ... solch ein Foto ist ein Beleg für die Verknüpfung der Sinne. Man sieht's, und man <em>riecht</em> den Lavendel und fühlt sich gleich frischer.  Ob Zinedine Zidane aus solchen Anblicken einst seine Virtuosität zog, ob dieser Duft ihm seine ungeheure Leichtigkeit und Eleganz verliehen hat? Oder ist er nie aus dem "Problemviertel" La Castellane herausgekommen in seiner Kindheit, um ein wenig weiter nördlich die so unglaubliche Landschaft der Provence mit all ihren Düften einzuatmen, um Bilder wie jenes oben als zen-hafte Meditationen, als Kraftquelle inmitten des Straßenstraubs der wirklich heftigen Hafenstadt Marseille in sich zu tragen? Als ich dort war, in Marseille, Ostern 1987, da habe ich mich nachhaltig gegruselt auf dem Weg durch die Gassen hinauf zu jenem Haus, in dessen Garten am Morgen nach dem Bier wir Ostereier suchten. Weil eine Freundin von mir dort als Au Pair-Mädchen arbeitete. </p>

<p>Es gibt Spiele, da setzt dann das "Ich denke" kurzzeitig aus ...</p>

<p><br />
</p>]]>
        <![CDATA[<p>... und man ist sowas von mitten im Geschehen, daß selbst das "kühle Medium" Fernsehen die Nähe zum Ereignis nicht mehr mit Distanz zu versehen vermag. Wohl deshalb:</p>

<blockquote>"Kühle Medien liefern Informationen von geringer Detailpräzision, zwingen den Empfänger, die Lücken selbstständig aufzufüllen, und beanspruchen dadurch seine ganze Person mit allen Sinnen und Fähigkeiten. Sie "beteiligen" ihn, aber in Form einer Halluzination, die ihn ganz erfüllt. Die Drucktechnik und das Kino sind heiße Medien, das Fernsehen ist kühl."<em>

<p>Umberto Eco, Cogito Interruptus, in ders.: Gott und die Welt, München 1985, S. 253</em></blockquote></p>

<p>Aha. Eco rezensiert im Zitat Marshall MacLuhan. Das Spiel der Franzosen gestern gegen die Brasilianer war so eins, wo die Halluzination ihr Glücksversprechen einlöste  - habe da mehr mitgefiebert als beim Deutschland-Argentinien-Spiel. </p>

<p>Wenn ich Henry, Thuram, Zidane auf dem Platz stehen sehe, dann steht zugleich etwas mit auf dem Spielfeld, was selbst die Riots nicht hinwegfegen konnten, was sie vielleicht sogar bestätigten: Diese ungeuere, symbolische Wucht der WM '98. Nämlich daß Ethnien Schall und Rauch sind. Und multiethnische Nationen hoffentlich nur ein Zwischenschritt sind hin zum einem pluralen Miteinander. Große Worte ... und was Zidane da gestern zauberte, auch da setzte kurz das Denken aus. Da schien - aktiv Lücken füllend und halluzinierend - Ballett kurz wie eine plumpe Veranstaltung, da wirkte Samba wie Marschieren. </p>

<p>Habe nicht verstanden, daß alle an der ersten Halbzeit so rumnörgelten, ganz so, wie andere am Brötchen knabbern: Schon da wirkten die Ronaldos und Ronaldinhos wie Schuljungen, wie hypnotisiert nicht zuletzt von Zidane. Ein großes Spiel, so verdient gewonnen - und wer Zeichen lesen kann, der wußte das sehr früh, daß das nix würde für die Brasilianer. Erst dieser Gesangsauftritt von Pelé: Wie kann man sich nur freiwllig selbst so demütigen? Ein Niedergangssymptom - oder ein zeichen? Dann, als Lucio der Schuß von Henry ins Wanken und ins Fallen brachte: Da lagen sie schon, bevor noch ein Tor gefallen war, am Boden. Da war die Sache klar.</p>

<p>Zu dieser, meiner Wahrnehmung schrieb Umberto Eco bereits 1967:</p>

<p><em>"Cogito Interruptus ist typisch für jene, die überall in der Welt Symbole sehen. So der Verrückte (der uns zum Beispiel ein Streichholzheftchen unter die Nase hält, uns lange und tief in die Augen blickt und schließlich bedeutungsvoll sagt: "Seht ihr, es sind genau sieben ...", in der Erwartung, daß wir den verborgenen Sinn dieses unwiderlegbaren Zeichens erfassen); so auch der Bewohner eines symbolischen Universums, dem jeder Gegenstand und jedes Ereignis zum Zeichen für etwas Überirdisches wird, das alle bereits vorhanden wissen und nur noch bestägtig sehen wollen.</p>

<p>Aber Cogito Interruptus ist auch typisch für jene, die überall in der Welt nicht Symbole, sondern Symptome sehen: untrügliche Vorzeichen für etwas, das nicht im Jenseits, oder im Diesseits verborgen ist, sondern früher oder später <em>geschehen</em><em> wird</em>."</p>

<p><em>a.a.O., S. 245-46</em></em></p>

<p>Daß diese Mechanismen viel mit selbsterfüllenden Prophezeiungen zu tun haben, konnte man gestern beim Spiel Portugal-England sehen. Das "Daß!" des Elfmeterschießens als Symbol für die kommende Niederlage.  Hähähä - gestern war eigentlich der bisher schönste Spieltag: England raus, Frankreich weiter, schön! </p>

<p>Viel hat der Cogito Interruptus aber auch mit der politischen Blogosphäre zu tun. Die einen hören nur "Moscheenbau" und wittern Eurabia, andere wahlweise "Beck" oder "Steuern", und schon ist der Weg zur Knechtschaft beschritten. Dritte hören "Wettbewerb", und schon denken sie nicht an hübsche Lavendelsträucher auf dem Wochenmarkt statt bei Blume 2000, sondern an Arbeitslosigkeit. Wettbewerb wird dann zum Symptom dieser. Oder eher Umgekehrt? Egal. Auch bei einem Fußballspiel mit 11 Leuten aus einem Land auf dem Platz an "Integration" zu denken, könnte dem Cogito Interruptus zuzuordnen sein. Muß aber nicht so sein ...</p>

<p>Dabei ist magisches Denken in außerpolitischen Zusammenhängen was ganz Wundervolles. Gerade im Fußballfandasein wird ja versucht, den Cogito Interruptus als aktives Ritual im Sinne der Eigenverantwortung zu  zelebrieren. Auch Fans ihrer selbst oder ihrer Mannschaft wie z.B. Metzelder rasieren sich derzeit nicht mehr. Andere essen immer zur selben Zeit die gleiche Wurst am selben Stand vor jedem Spiel ihres Vereins, weil beim letzten Mal das Spiel gewonnen wurde. Von stinkenden Klamotten, so lange nicht gewaschen, schweige ich lieber ...<br />
Ich glaube übrigens, daß Frankreich Weltmeister wird. Gegen die verlieren wir im Finale. Jetzt muß ich nur noch die passenden Zeichen dafür finden und mich derweil weiterwundern über ein anderes Element Ecoschen Denkens, das surreal und schön zugleich ist: <blockquote></p>

<p>"Und eines Tages, dieweil ich verwundert die unsinnigen Bewegungen auf dem Spielfeld verfolgte, ward mir auf einmal ganz sonderbar ums Gemüt und mir schien, als tauchte die hohe Mittagsonne Menschen und Dinge jäh in ein gleißendes Licht, das alles erstarren ließ, dergestalt, daß sich vor meinem Augen ein sinnloses Welttheater enstpann. Es war dasselbe Gefühl, das ich später (...) als das Gefühl der "alltäglichen Irrealität" entdecken sollte, doch damals war ich erst dreizehn und interpretierte es mir auf meine Weise: Zum erstenmal zweifelte ich an der Existenz Gottes und hielt die Welt für eine Fiktion ohne Zweck und Ziel. (...) seither, ich kann es nicht leugnen, hat sich Fußball für mich stets mit der Abwesenheit von Zweck und Ziel verbunden, mit der Vanitas allen Strebens und mit dem Gedanken, daß Gott nichts anderes sein (oder nichtsein) kann als ein Nichts. Und darum habe ich (wohl als einziger unter den Lebenden) Fußball stets mit den  negativen Philosophien assoziiert."</p>

<p><em>Umberto Eco, Die Fußball-WM und ihr Staat, in: a.a.O., S. 194-195</em></blockquote></p>

<p>Angesichts des Weltmeistertitel-Strebens mag das absurd erscheinen - wobei zu bemerken ist, daß das Nirvana in manchem Herzschlag-Spiel als erstrebenswertes Nicht-Ziel für Momente nur sehr wohl in Frage kommt. Auch, daß negative Theologie und zweckfreie Ästhetik oder die Ästhetik des Zweckfreien sich bestens verstehen, das kann man bei Adorno lernen. </p>

<p>Zidanes Spiel auf jeden Fall erlaubt diese ästhetische Einstellung zur Welt, da ist er weder Symptom noch Zeichen, sondern ganz er selbst - und man kann seine Kunst am Ball genießen, so wie den Anblick von Lavendelfeldern, und darf Ergebnisse, Siege und das Ziel des Spiels für ein paar Minuten vergessen - ihm gebührt unermeßlicher Dank dafür.<br />
 </p>]]>
    </content>
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    <title>Phonologie und Phonetik zum Trotze: Leidenschaft, schaff neue Lieder!</title>
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    <published>2006-07-01T06:25:37Z</published>
    <updated>2006-07-01T07:56:24Z</updated>
    
    <summary> Foto: Der kleine Garten Tja, da muß man erst mal rüberkommen. Das 1:1 war schon saucool. Tja, da muß man erst mal durchkommen. Lehmann hat schon die Qualität einer liebevoll gehegten Hecke wie jener dort oben auf dem Bild....</summary>
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        <name>MomoRules</name>
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            <category term="Länder, Sitten und Gebräuche" />
    
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        <![CDATA[<p><img alt="thuja_occidentalis_hecke_hecken_irrgarten_.JPG" src="http://www.blogfrei.de/dubistweltmeister/thuja_occidentalis_hecke_hecken_irrgarten_.JPG" width="300" height="222" /><br />
<a href="http://www.derkleinegarten.de/hecken1.htm"><em><br />
Foto: Der kleine Garten</em></a></p>

<p>Tja, da muß man erst mal rüberkommen. Das 1:1 war schon saucool. Tja, da muß man erst mal durchkommen. Lehmann hat schon die Qualität einer liebevoll gehegten Hecke wie jener dort oben auf dem Bild. Die Ukrainer hingegen - schade!!! - wußten trotz Zwischenhoch keine Schneisen in das italienische Stellungsspiel-Labyrinth zu schlagen. So'n Barock-Garten ist schon ein gutes Bild für Spiele, die von Defensiv-Taktiken leben. </p>

<p>Ich frage mich ja auch heute noch, wieso Herr Peckermann oderwiederheißt seine besten Spieler vom Platz genommen hat. Empfehlen kann ich jedoch jedem, ...</p>]]>
        <![CDATA[<p>... beim Elmeterschießen mal eben mit dem Hund Gassi zu gehen (Klinsmanns "Da gehen die Gefühle mit einem Gassi" kannte ich da noch nicht, schönes Bild!). Man erlebt das Geschehen auf dem Platz hautnah mit, ohne es zu sehen.  Dieser Wechsel zwischen totaler Stille und eruptiven, phonologischen Schallwellen (Phonologie war doch die Lehre von den kleinsten, bedeutungstragenden Einheiten?), ein Wechsel, der bis zu einem unbezweifekbaren Höhepunkt sich steigert, an dem man weiß: "Oooops, das haben wir ja tatsächlich gewonnen!", all dieses in Spannung hörend zu genießen ist viel sinnlicher, als dabei auf Bildschirme zu starren. Die Leere der  Straßen atmen und dabei lauschen, das macht das Spiel erfahrbarer als diese Enge inmitten eines Mobs - na ja, bei St. Pauli-Spielen würde ich das Gegenteil behaupten. Aber Deutschsein kennt ja Grenzen, und zum Glück sind das aktuell nicht die von 1939.</p>

<p>Wobei man nörgelnd konstatieren muß: Deutsche haben keine Lieder, zumindest keine für's Stadion. Da schwärmen alle von dieser vermeindlich ach so tollen Stimmung in den Stadien, und vorm Fernseher hört man fast nur Pfiffe. Ich finde das außerordentlich unhöflich. Da wohnt wohl direkt unter der Oberfläche ein "Wixer, Arschloch, Hurensohn" in der Seele des Saalpublikums. Wenigstens gibt es nun eine melodiöse Variante des "Deutschland, Deutschland" statt dieses abgehackten Konsonanten-Ausstoßens, "DEUTSCHLAND!" mit Ausrufungszeichen, das damals schon Charlie Chaplin so vortrefflich karrikierte. Phonetisch ist dieses tonale Ausspucken, "deutsch", ja auch nicht wirklich schön. Können wir heute ja nix für. </p>

<p>Wie schön ließe sich eine "Allemagne" singen, selbst ein "Germany" würde trotz holprigen Anfangs gegen Ende des Wortes einfach nur swingen. Auch "Tedeska" ließe sich voll Pathos in verdi-eske Dimensionen hinträllern, wenn das zweite "e" man dehnte ... na ja, stattdessen dann eben erst diese doofen "ohne Holland"-Gesänge, und nun vor allem langweilige Importe aus dem Vereinsfußball - mal im Ernst, wer fährt denn abgesehen von Final-Spielen gerne nach Berlin?-, Anspielungen auf den "Nationalen Widerstand" beim "Steht auf, wenn ihr Deutsche seid", die lediglich vom Charme der Schwulen-Hymne leben, "Go West" halt, auf nach Kalifornien, in San Francisco sind wir keine Minderheit. So steckt dann doch die Subversion im Zeichen selbst. </p>

<p>Ein "Don't cry for me, Argentina" hätte ich als Stadiongesang trotzdem schöner gefunden. Von mir aus auch ein "Buenos Dias, Argentina". Oder ein Tango - gibt's da 'nen bekannten? Der Kriminal-Tango, den kennt doch der eine oder andere noch, der hätte zur Spannung des Spiels gepaßt. Selbst Pochers "Schwarz und weiß" hätte ich okay gefunden, und zur Deeskalation nach Spielschluß liber mal ein trauerndes Abschiedslied anstimmen, "Bye, Bye, Baby love" zum Beispiel, selbst ein "Jungens, kommt bald wieder!" hätte die Nationalgeschichte charmant umgedeutet. "O happy day" gehört sowieso in die Fankurven, versuche meine Gegengeraden-Freunde schon länger zu überzeugen, das ein "O St. Pauli" doch in diesem Duktus gar als Kanon erschallen und pralle Freude verkünden könnte. Während des Spiels ein "Ob es so oder so oder anders kommt, so wie es kommt, so ist es Recht, es kommt sowieso nie so, wie man es gerne möcht" , Dank an Lena Valaitis, brächte echten Fußballzauber in die Stadien und ein Spiel auf den Punkt. Na, das gestern dann doch nicht, auf den Elfmeterpunkt schon gar nicht. Aber sonst. </p>

<p>Nee, von alledem nix zu hören, stattdessen alberne "Südländer"-Theorien von Günther Netzer. Diese könnten nicht verlieren, sagt er, anderes wiederum deutet der Kulturtheorist als "Ausdrucksgeschehen" "der Südländer" - hat der zu viel PI gelesen? </p>

<p>Wahrscheinlich stricken die Eussners dieser Welt angesichts der kurzen Tumulte nach Spielende schon an der Konstruktion eines islamischen Hintergrunds, habe lange Texte zu Argentinarabia verfaßt, allein schon, weil da "rabiat" mit drin steckte. </p>

<p>Der Liberiathan, steht auch schon im Schützengraben bereit. Das ist dieses Diskursmonster, das mental irgendwo vor dem 1. Weltkrieg sich bewegt und mit ca. <a href="http://word2go.blogsome.com/2006/06/29/warum-die-killer-coke-kampagne-ein-vorzeichen-der-apokalypse-ist/">5 Thesen mittleren Niveaus</a> alles zermalmen möchte. Das schießt sich bestimmt schon mal auf den französischen Erbfeind ein, der heute abend spielt, in geübter Heckenschützenmanier - der Liberiathan ist zumeist so francophob wie seine geistigen Großväter, obgleich es da auch Ausnahmen gibt. Der wird irgendeine Begründung für die Ausfälle der argentinischen Spieler finden, die mit der Wirkung von Sozialsystemen und einer Renaissance linken Denkens in Buenes Aires zusammenhängt und im Zuge dessen vorsichtshalber schon die Unterstützung neuer Diktatoren durch die USA fordern, um dieses Problems Herr zu werden. Sowas hat in Südamerika schließlich Tradition. Und die Schweden sind nur deshalb nicht so ausgerastet wie die Argentinier, weil ihr Sozialsystem sie alle so passiv gemacht hat, und unter Preisgabe der Eigenverantwortung haben die dann eben das Spiel verloren. Wovor man sich dann <a href="http://www.statler-and-waldorf.de/?p=1389">ekelt</a>, so, wie man's vor Insekten tut.</p>

<p>Der Liberiathan versucht ja schon, Klinsi für sich zu vereinnahmen. Mit Worthülsen wie "Klinsmann kämpft für seine Vorstellungen von selbstverantwortlichen Spielern, Teamgeist, Eigenmotivation und konsequentem Leistungsdenken" (<a href="http://www.faz.net/s/RubC3501523C6F14E7489EB5D87354539E7/Doc~E2CF2872813974B12985F88B6533EF713~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a>, via <a href="http://www.bissige-liberale.com">B.L.O.G.</a>) suggeriert das Monster, es würde etwas sagen. Dieser Duktus wirkt nicht umsonst ein wenig wie DDR-Kader-Rhetorik - die immergleichen Schlagworte so aneinander reihen, daß Herrschaftswissen sich tarnt in frohen Botschaften. </p>

<p>Die Freude am Spiel  der Mannschaft kann das alles nicht trüben - ist es doch offenkundig Leidenschaft und die gelungene Kompensation eigener Defizite, die sie antreibt. Und so etwas Wundervolles wie Leidenschaft muß man nun wirklich nicht in "Eigenmotivation" umbenennen - es sei denn, man klebt wie Netzer an gedanklichen Fliegenfängern und hängt zappelnd daran rum - am dem, <a href="http://www.blogfrei.de/metalust/2006/06/was_deutschland_nicht_ist.html">was man nicht ist</a>, nämlich ein "Südländer" ...  </p>

<p>Wer weiß, vielleicht bringt diese WM ja sogar noch eigene Lieder hervor, solche voller Leidenschaft, voller Intensität, voller Wissen um die eigenen Schwächen und dem Willen, am Ende dann einfach nur Spaß zu haben. Mit Anderen, nicht gegen sie.</p>]]>
    </content>
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    <title>Die häufisten WM-Fragen</title>
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    <id>tag:www.blogfrei.de,2006:/dubistweltmeister//15.2339</id>
    
    <published>2006-06-29T15:04:54Z</published>
    <updated>2006-06-29T15:15:14Z</updated>
    
    <summary>Das ZDF hat heute die häufigsten und skurrilsten Zuschauerfragen veröffentlicht. Hier meine persönliche Auswahl: Ist es den Regeln nach erlaubt, dass der Torwart &quot;Kriegsbemalung&quot; trägt? Bisher gibt es keine Regel, die dagegen spricht. Wann wurde der schwarz-weiß gefleckte Ball bei...</summary>
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        <name>Erik</name>
        <uri>http://www.2000hamburg.de</uri>
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            <category term="Spiele, Tore, Entscheidungen" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.blogfrei.de/dubistweltmeister/">
        <![CDATA[<p>Das ZDF hat heute die häufigsten und skurrilsten Zuschauerfragen veröffentlicht.<br />
Hier meine persönliche Auswahl:</p>

<p><em>Ist es den Regeln nach erlaubt, dass der Torwart "Kriegsbemalung" trägt?</em><br />
Bisher gibt es keine Regel, die dagegen spricht.</p>

<p><em>Wann wurde der schwarz-weiß gefleckte Ball bei einer Weltmeisterschaft abgelöst? Wann wurden die Bälle farbig?</em><br />
1978 gab es den ersten "Tango", der im typischen Tango-Design die weißen Bälle mit den schwarzen Fünfecken abgelöst hat. Der erste farbige WM-Ball wurde 1998 in Frankreich eingesetzt und hieß "Tricolore".</p>

<p><em>Wer erzielte das schnellste Tor bei einem WM-Eröffnungsspiel?</em><br />
Cesar Sampaio im Eröffnungsspiel Brasilien gegen Schottland bei der WM 1998 in Frankreich mit einem Kopfballtor nach drei Minuten und 50 Sekunden.</p>

<p><em>Wie sieht die WM-Bilanz der deutschen Nationalmannschaft aus?</em></p>]]>
        <![CDATA[<p>...<br />
Deutschland war bei vierzehn von insgesamt siebzehn ausgetragenen Weltmeisterschaften unter den letzten acht. Weltmeister 1954, 1974, 1990;<br />
Finale: 1966, 1982, 1986, 2002;<br />
Platz 3: 1934, 1970;<br />
Platz 4:1958; die Finalrunde war 1978 Endstation (unter den letzten acht, zwei Vierergruppen, dritter Gruppenplatz); Viertelfinale: 1962, 1994, 1998.</p>

<p><em>Wer ist der jüngste Spieler des Turniers?</em><br />
Jüngster Spieler ist mit 17 Jahren Theo Walcott aus England.</p>

<p><em>Was passiert, wenn ein Schiedsrichter nach einer "gelb-würdigen" Aktion Vorteil laufen lässt und derselbe Spieler noch ein Vergehen verübt, bevor der Spielzug beendet ist?</em><br />
Der Schiedsrichter wartet den Vorteil ab und zeigt ihm bei der nächsten Spielunterbrechung nacheinander die beiden Gelben Karten, was Gelb-Rot zur Folge hat.</p>

<p><em>Welche Vereinsmannschaft hat die meisten Spieler bei der Fußball-WM dabei?</em><br />
Arsenal London (15), gefolgt vom FC Chelsea (14) und dem AC Mailand (13).</p>

<p>Warum wird Franz Beckenbauer eigentlich immer als "Kaiser"<br />
bezeichnet?<br />
Franz Beckenbauer: "Als wir 1967 mit Bayern in Wien spielten, lichtete mich Fotograf Rolf Gonter mit einer Krone ab, und Sportreporter Hans Schiefele von der 'Süddeutschen Zeitung' machte die Zeile 'Kaiser Franz', weil es gar so schön zu Wien passte."<br />
(Quelle: "Bunte", 8. September 2005)</p>

<p><em>Welcher deutsche Spieler teilt mit wem das Zimmer?</em><br />
Die Spieler der deutschen Fußball Nationalmannschaft teilen sich bei der WM 2006 keine Zimmer. Es gibt<br />
nur Einzelzimmer.</p>

<p><br />
</p>]]>
    </content>
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