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10.07.06

54, 74, 90 - 2010 2006?

Nachtrag: Vielleicht geht da mit den Italienern ja noch was.

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Die Sportfreunde Stiller und Coca Cola geben die Marschroute vor: 2010 sind dann eben wir wieder dran.
Aber was war denn das für ein Finale gestern, bitte?
Ich weiß gar nicht woe ich anfangen soll. Vielleicht dort, wo alle heute angefangen haben - beim bockigen Zidane und der Frage: was um alles in der Welt hat der Matterazzi da von sich gegeben?

Ein schauriges Schauspiel, wo überhaupt das gesamte Turnier der Italiener eines war. Eine groteske Zahl, die 32 Schwalben, die Italiens Skandalnudeln zu den Top-Spielverderbern macht. Da fühlt sich mancher Australier als Weltmeister, zu Recht!
Überhaupt fühlte sich jedes Klischee wieder wahrhaftig an, nach diesem Finale.
Trezeguet, allein gelassen nach seinem verschossenen Elfmeter. Typisch. Alles arrogante Einzelspieler, kein Team, ruft die Karl Klischee mir laut ins Ohr.

Und das wo Deutschland gerade eine Bühne war, eben diese auszumerzen. Eigentlich unwürdig, dieses Finale. Dennoch spannend und dramatisch.

Foto: Bongartz/getty, via dfb.de

17.06.06

Uran, Uran

Komisch. Mir war für eine Millisekunde so, als riefen die Zuschauer im Frankfurter Waldstadion Uran, Uran, Uran.
War aber doch wohl nur eine Täuschung.

16.06.06

"Deutschland ist der geilste Klub der Welt"

Über die neue Freude an Schwarz, Rot und Gold haben wir hier ja schon einige Postings lesen können. Heute las ich im Tagesspiegel einen Artikel, der aus zwei Gründen bemerkenswert ist.

Zum einen macht sich der Tagesspiegel Mühe, berichtet aus drei deutschen Städten gleichzeitig. Braucht dafür drei Reporter. Schön, dass es sowas noch gibt.

Außerdem scheint der Autor nur realitätsnahe Menschen getroffen haben, "Sie tragen T-Shirts, auf denen „Weltpokalsiegerbesiegter“ steht, eine Anspielung auf den Sieg der Hamburger über den FC Bayern München – und ein politisches Bekenntnis wider die kapitalstrotzenden Großkopferten im Lande." LOL ;)

12.06.06

Ticketraub mit Happy End

Eine rührende Geschichte aus dem Hamburger Hexenkessel - zu dem Tausende Argentinier und Elfenbeinküstenbewohner und solche die es gerne wären, wegen dem Temperament und der Lebensfreude und so, das Volksparkstadion am Sonnabend machten. Die Geschichte einer argentinischen Familie, die tags zuvor ausgeraubt worden war. Neben Barschaft und so waren natürlich auch die WM-Tickets perdu, bzw. beim Stehler in der Börse gelandet. Eine Katastrophe Sondergleichen.

Genau dafür, scheint die FIFA allerdings Kartenkontingente reserviert zu haben. In holprigem Englisch erzählte der Vater, dass sie die Karten dann von der FIFA ersetzt bekommen hätten, damit sie wenigstens das Spiel ansehen konnten. Ein schönes Happy End. Was aus der Familie wurde, weiß ich nicht, auch nicht, ob die Käufer der gestohlenen Karten, auf deren Plätzen schon die Polizei wartete auch die Stehler waren. Keine Ahnung, aber eine weitere Geschichte, die die Organisationsteams vor Ort lobt. Eigenwillig, war nicht zu erwarten.

10.06.06

Noch schnell 102 Tore in der Halbzeit geschossen ...

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... Argentinien bestaunt und der Elfenbeinküste die Daumen gedrückt. Wie alle Hamburger im Volksparkstadion, so heißt es jetzt doch wohl die nächsten vier Wochen wieder, oder? Schien mir jedenfalls so, als wären da auch tausende kühle Hanseatenherzen höher geschlagen als der späte aber dafür umso schönere Anschlußtreffer von Nettmensch Drogba fiel.

Hat nicht gereicht und wieder mal meinen Tipp versaut. Fußball kann echt gemein sein.

02.06.06

SportBILD wirbt mit Kahn und Kuranyi. Klinsmanns Geheimstrategie oder peinliche Werbepanne?

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Dieser Sommer ist sehr wichtig für sportillustrierte Menschen und Verlage. Eigentlich klar, oder?
Dabei ist es auch unwichtig, ob sie 11FREUNDE heißen und von mir gelesen werden oder SportBILD und seit Jahren Auflage verlieren.
Dieses Jahr muß man sich präsentieren. Als der Komptenzknochen, der man in der eigenen Vorstellung ja bereits ist.

Ja Ja. Die Wahrnehmung.

31.05.06

Wen interessiert schon Deutschland gegen Japan?

Na ja, die Japaner sind ja ganz schnuckelig, sexy und poppig, während Ballack nur so tut, als sei er das, das am Rande - Geschichte wird derzeit am Millerntor geschrieben, und da tut's fast weh, daß die Republik St. Pauli gestern 7:0 gegen die Tibeter gewonnen hat. Immerhin lebt bei mir ein Tibet-Terrier-Mix, und auch sonst hat dem Hochland alle Solidarität zu gelten. Nun steht die Republik Sankt Pauli gegen die Türkische Republik Norzypern als zweiter Halbfinalist fest. Weil die gegen Sansibar gewonnen hat.

28.05.06

Odonkor-Sammelbildchen!

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hier, bitte. Empfehlung: über Fabian Ernst kleben...

mit besten Grüßen,

Noah
-- noahsow.de --

Kommt zum FIFI-Wild-Cup!

Der Bunker auf dem Heiligengeistfeld wird Hamburgs Pressezentrum zur WM sein. Zu dessen Füßen - gewissermaßen, geht ja um Fußball - liegt es, das Millerntorstadion, und das Heiligengeistfeld heißt bekanntlich so, weil unter diesem der heilige Geist wohnt. Genauer: Unterm Millerntor-Rasen. In Rom bei diesem homophoben Oberhirten hat der's einfach nicht mehr ausgehalten und ist da hin gezogen, wo's wirklich schön ist: Inmitten der Republik St. Pauli.

Und da steigt nächste Woche auch das eigentliche Zentral-Event für wahre Fußball-Freunde: Der FIFI-Wild Cup! Da tritt auch die Republik St. Pauli an - gegen so illustre Gegner wie Tibet, Grönland und Sansibar.

Was Antiimperialismus auf St. Paulianisch heißt, konnte man gestern schon beim lau-dillettantischen Sommerkick gegen die zweite Mannschaft derer von der Müllverbrennungsanlage bewundern: Frenetisch gefeiert wurde das Team aus Tibet. Nur die Vorortschul-Knackarsch-Gymnasiasten da im Fan-Block des Klassenfeindes wollten denen nicht zujubeln, weil wir denen zujubelten. Na ja, sind ja noch jung, deshalb finden sie's dann auch lustig, in "Wixer Arschloch Hurensohn"-Chöre auszubrechen. Die kommen dann hoffentlich auch nicht wieder, wenn wir Spaß haben - beim FIFI-WIld Cup!

18.05.06

Spielerfrauen inside

Einen lesenswerten Artikel ueber die Spezies der Deutschen Spielerfrau fand ich in der neuen Ausagbe der Wichtigheimerzeitschrift Park Avenue.

Beginnen wir mit ein paar wichtigen Klischees zu diesem Thema.

Erstens: Spielerfrauen haben immer Kosmetikerin oder Zahnarzthelferin gelernt und „nebenher ein bisschen gemodelt“.
Zweitens: Spielerfrauen sind grundsätzlich blond und haben naturfarbene Fingernägel mit weiß lackierten Rändern, wie es der aktuelle Nagelstudiotrend gerade diktiert.
Drittens: Spielerfrauen besitzen grundsätzlich eine Handtasche von Louis Vuitton, und ihre Garderobe ist immer ein bisschen wie Düsseldorf: geschmacksfrei, aber auf der Höhe der Zeit – die dezente, bürgerlich eingebremste Variante des Russen-Schicks.

Und, viertes Klischee: Spielerfrauen bewohnen immer ein sauberes, nettes Reihenhaus in einer sauberen, netten Reihenhaussiedlung. Mit allem, was so dazu gehört: Klicklaminat und Mülltonnenboxen aus Waschbeton und ein schwarzes BMW 3er Cabrio in der gepflasterten Einfahrt. Manchmal ist es auch ein schwarzer New Beetle.


03.05.06

Rudi Völler, Teamchef bei RTL

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Rudi Nationale trainiert jetzt mit RTL Fußball-WM. Irgendwie ist mir bei solchen Ansagen wie da oben unwohl, obwohl ich nicht genau sagen könnte weshalb.

Quelle: RTL Newsletter (Wieso bekomme ich den eigentlich?)

Die EMMA und der Fußball ...

... was erstere über letzteren schrub, kann man hier lesen.

21.04.06

Dynamo

Leseempfehlung des Tages: Todeself, von Melville im Fooligan.

20.04.06

SammelBILD

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Entnervt schauen die BILD-Macher auf die aktuellen Auflagenzahlen der IVW. Im 7-Jahresvergleich haben sie 2,5 Millionen Leser verprellt. Auch wenn man sich alleine wundert, kann man sich ärgern.
Im Jahr der WM will man da Boden gut machen.

So ist es kein Wunder, dass BILD mit der BILD am Sonntag und der SportBILD (die B.Z. aus Berlin ist auch dabei) folgende Aktion startet:


Am Sonntag, 23. April 2006, liegt der BILD am SONNTAG kostenlos das offiziell lizenzierte Panini-Stickeralbum zur WM 2006 bei. Am 26. April erhalten auch alle SPORT BILD-Käufer das Album gratis. In Berlin findet die Aktion zusätzlich mit der B.Z. am 24. April statt.

Außerdem starten alle drei Titel eine große Sticker-Aktion: In den jeweils vier folgenden Ausgaben von BILD am SONNTAG und SPORT BILD sowie in fünf Ausgaben der B.Z. erhält jeder Käufer kostenlos Aufkleber aus der aktuellen WM-Panini-Serie zum Sammeln, Tauschen und Einkleben.

Insgesamt werden mehr als 100 Millionen Sticker und über drei Millionen Panini-Alben in BILD am SONNTAG, SPORT BILD und B.Z. an die Leser verschenkt.

Das mit dem "kostenlos" haut natürlich aus unserer Sicht nicht hin, weil eine Zeitung gekauft werden muss, die normalerweise nicht zum Repertoire gehört. Im WM Jahr ist aber alles etwas anders. Dass mit dieser Aktion für Axel Springers Flagschiff sieben fette Jahre anbrechen, halte ich immer mehr für ein Gerücht - das passt dann aber besser hierher.

Cohn-Bendits Fußball-Politologie

Das ist mal wirklich ganz originell: Während ich ja zu den Linken gehöre, die selbst gar nicht mehr so ganz genau wissen, was das eigentlich ist, links, die aber ganz gut beschreiben zu können glauben, was so alles rechts ist und so zugegebenermaßen allzu oft implizit behaupten, links ist, was nicht rechts ist, bringt Daniel Cohn-Bendit die Sache auf den Punkt und unterscheidet unverdrossen linken und rechten Fußball. Links ist risikobereiter Offensivfußball, der das Spiel unter Berücksichtigung und Förderung der inviduellen Fähigkeiten betreibt und ein System auf dem Zusammenspiel eben dieser Möglichkeiten des Einzelnen im Prozeß des Spielens dann entwickelt, rechts hingegen unterwirft. In seinen eigenen Worten noch mal das gleiche::

"Das linke dabei ist, auf die Qualität und die Entwicklung der Spieler zu setzen, auf ein System, in dem sie ihre Qualität einbringen können. Und nicht ein System, in dem sich der Einzelne unterordnen muss."

Ich würde mal sagen, mein FC St. Pauli hat in den letzten Spielen, abgesehen vom Bayern-Spiel (die ganz außerordentlich rechten Fußball spielen, den genannten Kriterien folgend) weder links noch rechts gespielt ... viel zu unpoltisch, sozusagen ...

04.04.06

Parteiisch in der Torwartfrage

Toni_schumacher.jpgUli Stein meldet sich in der Torwartfrage zu Wort. War das nicht der schlechte Verlierer, der nicht einsehen wollte, dass Toni Schumacher ins Tor gehört?
Auch als Hamburger fand ich die Entscheidung damals richtig und mochte die eingeschnappte Art von Stein und später auch von Effenberg nicht haben. Seine Kritik an der Kurzfristigkeit der damaligen Entscheidung und das implizite Lob für Klinsmanns Rotationsprinzip leuchten mir aber ein.

Jens Lehmann wirds freuen, dass er Fürsprecher hat, dass gerade der unterlegene Keeper eines ähnlichen Duells von vor 20 Jahren ihm jetzt zur Seite springt, mag er wohl weniger.

Da schaut er lieber in den neuen stern, der ihm bescheinigt, dass er ggü dem Titan aus München - auch ein wenig anachronistisch dieses Bild, ich bin im Moment wohl ein wenig sensibel - Boden gut macht:


Nach Meinung der Deutschen wird die Wahl des Torwarts für die WM 2006 eine knappe Entscheidung. Nach seinen
Patzern am vergangenen Wochenende im Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln wollen 36 Prozent der Deutschen Bayern-Keeper Oliver Kahn im WM-Tor sehen. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des Hamburger Magazins stern. 30 Prozent entschieden sich für Jens Lehmann, der bei dem FC Arsenal London unter Vertrag ist. 8 Prozent meinten, Timo Hildebrand (VfB Stuttgart) wäre bei der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft der beste Nationaltorhüter.

03.04.06

Dummy Magazin diesmal: Fußball

Die zehnte DUMMY-Ausgabe erzählt vom Reichtum des Fußballspiels im Spiegel seiner besten Momente. Es handelt von Traumtoren und magischen Dreiecken, aber auch von vertanen Chancen und schlimmen Fouls, von Stars und Exoten, ewigen Feindschaften und schillernden Trainern, von Angriff und Versöhnung, David und Goliath, coolem Vollstreckertum und schrecklichem Versagen, vom Fluch der falschen Entscheidung und dem Wechselbad der Gefühle, vom Ruch der Schlitzohrigkeit und Größe im Untergang. Zu Wort kommen unter anderen Ingo Schulze und Javier Marías, Didi Hamann und Diego Maradona, Jürgen Leinemann und Wiglaf Droste, ein Augenzeuge des "Weltpokalsiegerbesiegens" von St. Pauli und der Übungsleiter des heutigen Viertligisten BFC Dynamo.

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... schreiben Jochen Förster und Oliver Gehrs in ihrem Editorial zur WM-Ausgabe des Gesellschaftsmagazins.
Das schönste jedoch: Dieses Heft hat 90 Minuten, es hat weder Seitenzahlen noch Überschriften. Gehe es mir gleich morgen Früh kaufen.

-inspiriert hierdurch

30.03.06

Die Welt zu Gast bei Nazis?

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Affenlaute, Bimbo-Rufe aus der Fankurve. Ein ganzes Spiel hindurch, wenn Ogungbure am Ball ist. "Er wird schon die ganze Saison über auswärts pausenlos beschimpft oder beleidigt. Sie müssen wissen: Unsere Oberliga ist nicht vergleichbar mit anderen vierten Ligen. Hier spielen viele Traditionsclubs aus der ehemaligen DDR-Oberliga mit entsprechendem Fanpotenzial und hohem Potenzial an gewaltbereiten Fans". So gestern in der FR (FR 29.3. 2006, S. 22) Rolf Heller, Präsident von Sachsen Leipzig, zum "Fall Ogungbure".

Dieser hat beim Spiel gegen den Halleschen FC irgendwann wutentbrannt den ihn rassistisch Diffamierenden den "Hitlergruß" - in Italien ja gerne aus gegenteiliger Motiavtion heraus als "römischer Gruß" bekannt - gewidmet. Zuvor war er in eine Schlägerei verwickelt. Weil Leipziger und Hallesche Fans nach einem späten ...

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28.03.06

Der Fall Calmund

Soeben im Morgenmagazin: Calmund sei mit "schwerwiegenden Vorwürfen" konfrontiert. Die Wortspiel-Lust des Fernseh-Texters und ihre plumpen Stilblüten ...


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