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Block-Gegensätze

Maxeiner & Miersch sind immer wieder ein guter Anhaltspunkt dafür, welche Postionen man lieber nicht vertreten sollte. Weil man deren Texten immer die Motivation anspürt - die sind zumeist auf individualbiographische Verarbeitungsprozesse reduzierbar selbst dann, wenn man die inviduelle Biographie der Autoren gar nicht kennt.

Da mischen sich offensichtlich ungenügend verarbeitete Frustrationserfahrungen mit einem harten Ringen um so etwas wie eine möglichst männliche, möglichst kämpferische personale Identität, und wie alle psychisch schwachen Gemüter - so wirken sie zumindest, keine Ahnung, ob's sie wirklich sind - finden sie Wege hierzu nur in Abgrenzung gegen Andere.

Diese eigentümliche Sehnsucht nach dem Heroischen ähnelt dem verpickelter Teenie-Jungs, die dann in Superhelden-Comics sich flüchtend von wahrer Größe, Stärke und dem Sieg des Guten gegen alle Widerstände träumen und so die Demütigungen, Komplexe und Selbstzweifel des Alltags vergessen können. Schurken wie der Joker bevölkern ihr regressives Gemüt, und deshalb lieben sie ja Bush so sehr, der genau diesem Mythos sich verschrieben hat und ihn als Weltpolitik auslebt.

Da sie's offensichtlich brauchen, in Gut und Böse-Kategorien zu denken, machen sie in ihrer aktuellen Kolumne explizit, ...

... was in so vielen Köpfen der neuen Rechten eigentlich spukt: Ohne den Block-Gegensatz, in dem sie aufgewachsen sind, können sie gar nicht denken.

Vieles, was so absurd in aktuellen Debatten scheint, wird dadurch erst verständlich: Dieser Kampf der "freien Welt" gegen "den Islam" ist für sie nur das Fortschreiben der alten Geschichte USA gegen Sowjetunion, Ost gegen West, und da gab's ja 'nen klaren Sieger, und zu den Siegern wollen Typen wie die beiden eben auch gehören, nicht umsonst ist für 14-jährige Bayern München so attraktiv.

Das ist freilich a.) Geschichtsklitterung und b.) Psychopathologie.

Geschichtsklitterung, weil natürlich "Der Westen" in Relation zum "Ostblock" das bessere System war - nichtsdestotrotz folgt's der Logik des Nicht-Mehr-Hinterfragens, was im eigenen "Lager" so alles geschah und geschieht. Das ist ja national bis heute ein Desaster, wie unaufgearbeitet die West-Geschichte ist, wie sie nur noch aus der Perspektive des Mauerfalls beurteilt wird, und auch global wäre es an der Zeit, sich mal wieder z.B. der südamerikanischen Militärdiktaturen von einst anzunehmen, wenn man schon über Totalitarismus diskutieren will. Klar sind dieser iranische Präsident und all die durchgknallten Islamisten das dringendere Problem, man lügt sich in dieser Reduktion auf Dualität nur allzu schnell selbst in die Tasche, und dann kommt hinten sowas dabei raus. Dank an Chuzpe für die immer wieder so informativen und differenzierten Berichte.

Psychpathologie ist's, weil das blinde Übertragen vergangener Deutungsmuster auf aktuelles Geschehen schlicht Realitätsverweigerung ist, sich auf neue Erfahrungen nicht einläßt, und zudem dies Projizieren des "Bösen in sich" nach außen ermöglicht, was nix anderes ist als ein schlimmer Fall von Verdrängung. Weiß nicht, ob das auch für den hier gelobten Ulrich Speck gilt - mir erscheint bei Maxeiner & Miersch das einst von Horkheimer/Adorno diagnostizierte Umschlagen von Aufklärung in Mythologie ganz klar der Fall zu sein.

Viel interessanter, differenzierter und erhellender als die großen Erzählungen mittelmäßiger Kolumnisten ist ein Artikel in der aktuellen Ausgabe der Zeit - online habe ich den nicht gefunden. Hier wird beschrieben, wie angeheizt durch ein Online-Forum von Exil-Iranern, die Kritik an dieser Fußballer-Karrikatur im Tagesspiegel, die bis zu Morddrohungen hochkochte, sich fomierte.

Zitat:

"Eine kleine Gruppe von weltweit im Exil lebenden Iranern ist deshalb so gekränkt, weil sie glauben, das Stuttmann mit seiner Zeichnung die letzten im Westen respektierten Iraner - die Nationalmannschaft - mit arabischen Islamisten gleichsetzt. Das geknechtete Volk müsse sich nun für die Mullahs in Geiselhaft nehmen lassen. Und zwar durch spott auf Fußballspieler, die auch für deutsche Clubs Tore schießen."

Der Verlauf der Debatte liest sich sehr anders als diese seltsamen Gesamtdeutungen; vieles verdankt sich mit Sicherheit auch der anonymisierten Kommunikation im Internet, die ja häufig so seltsames Gepöbel hervorbringt. Das Ergebnis ist ein Desaster, nicht oft genug zu verurteilen ist, daß Proteste und Morddrohungen gegen einen Karrikaturisten diesen dazu treiben, unterzutauchen, keine Frage. Dennoch entzieht sich die Darstellung in Die Zeit allen dichotomen Mustern, da wird Humor im Online-Forum gefordert, mit dem Islam hat all das nur in kritischer Hinsicht zu tun, und zugleich wird eine Differenz in der Selbstwahrnehmung von "Persern" und "Arabern" deutlich, die in den westlichen Medien oft unterschlagen wird, um auch ja diesen hysterisierten, monolitihischen Block beschreiben zu können.

Das alles soll nur eines belegen: Wer sich Differenzierung und möglichst genauer Beschreibung verweigert und stattdessen totalisiert, der wird selbst totalitär. Maxeiner & Miersch sind dafür nur ein Beispiel.

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Die folgenden Weblogs beziehen sich auf diesen Eintrag Block-Gegensätze:

» Schön! Gut! Wahr! von Metalust & Subdiskurse
So langsam wird's ja doch konstruktiv. Und Spiegel-Online, oft gescholten, stellt einen (vom Einstieg abgesehen, von etwas blödsinnigen Bezügen zu Bismarck ebenso) ganz hervorragenden Artikel aus der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ins Netz... [Weiter lesen]

Kommentare

Ja, das "Umschlagen von Aufklärung in Mythologie" beobachte ich auch bei M & M. (Wobei ich, als Liebhaber antiker & mittelalterlicher Mythologie wohl ein anderes Wort gewählt hätte als Horkheimer/Adorno.)

Noch vor gar nicht so langer Zeit bewunderte ich ihre - sachkundigen - Einwürfe gegen den ebenfalls von Aufklärung zur "Angstreligion" /"Mythos" gewandelten "Ökologismus". Heute schlagen sie sich allzu oft und allzu polemisch auf die Seite jener, die (faktisch) weniger Umweltschutz fordern. Wobei ich M & M nicht unterstelle, dass sie diese "Anti-Öko"-Position mutwillig einnehmen - sie scheinen eher von Schwung ihrer eigenen polemische Kritik an Organisationen wie "Greenpeace" itgerissen zu werden.
Bei M&M verschwinden im Laufe der Zeit immer mehr die "Grautöne" - wo sie z. B. vor einigen Jahren noch (berechtigte) Kritik an Klima-Apokalyptikern übten, da schlagen sie sie heute unkritisch auf die Seite der "Klima-Skeptiker".

Für mich sind M&M eine Mahnung zur Selbstkritik, denn ich beobachte in meinen Texten durchaus ähliche Ansätze.

@Martin M.: Ich bekenne, deren Werdegang nicht so intensiv verfolgt zu haben. Mir sind die eher über die "Achse des Guten" über den Weg gelaufen, und während selbst bei den übelsten Polemiken von Broder noch ein Körnchen Wahrheit sich findet, bei man stutzt und dann nachdenkt, schreibt zumindest Herr Miersch da nur Unsägliches und Unerträgliches.

Man muß natürlich, will man Horkheimer/Adorno korrekt auslegen, auch immer mit darauf hinweisen, daß auch im Mythos schon Aufklärung deren Ansicht nach steckt und deren eigenes Werk von diesem Umschlagen auch nicht gerade frei ist ...

Mythen muß man halt einfach anders lesen. Bei den beiden Kolumnisten steckt da die "Heldenreise" mit drin und der stete Kampf gegen das "Reich des Bösen", und das habe ich dann mal versucht, durchzuklenieren, wie man dazu kommen könnte, die Welt so zu "lesen" ... ;-)

.. oder so für "Die Welt" zu schreiben. (Sorry, den Kalauer konnt ich mir nicht verkneifen.)
Als Kommentar zu den M&M Kommentaren ist Dein Beitrag m. E. sehr gelungen. Scheint übrigens eine Berufskrankheit ehemals kritischer Journalisten zu sein, sich irgendwann mal in ideologisches Schwarz-Weiß-Denken hinneinzusteigern. (Manch ein engagierter Alleshinterfrager endet sogar als Verschwörungstheoretiker der untersten Kategorie, wie z. B. Gerhard Wisnewski.)
Bei Broder kommt es hoffentlich nie soweit. Ohne ihn wäre ich heute vielleicht auch einer jener "linken" "Antizionisten", die gar nicht mitkriegen, dass sie jede Menge übler antisemitischer Klischees nachplappert und im Geiste Seit' an Seit' mit NDLern marschieren.

Ich finde es erstaunlich und bedauerlich, dass das Online-Publizieren offenbar das Block-Denken noch verstärkt. Obwohl doch gerade Blogs die Gelegenheit zum Gegenteil bieten.

Auch habe ich besonders bei freiberuflichen Journalisten oft den Eindruck, dass sie deshalb die Grautöne weg lassen, weil sie wissen, dass sich Schwarz-Weiß-Malerei besser verkauft.

Und viele Blogger neigen dazu, sich ein Image aufzubauen bzw. sich als Marke zu positionieren. "Einerseits-andererseits"-Äusserungen würden dann nur das Image verwässern.

Als Kunstfigur, besonders, wenn sie unter einem Pseudonym auftritt, nehmen sie vielleicht auch "künstliche" Positionen ein, die sie so gar nicht im Alltag vertreten könnten.

Was mich dabei stört, ist die Anheizung des gesamten Diskursklimas. Die Leser und Kommentatoren in extremen Blogs scheinen mir nämlich nicht immer zwischen der Kunstfigur und dessen Kunstmeinung auf der einen und dem wirklichen Leben auf der anderen Seite zu unterscheiden.

Dass Du in dieser Hinsicht anders bist ist schon klar, Momo. Dein Blog kommt authentisch rüber und ist interessant zu lesen. Aber Du benutzt es ja auch nicht, um möglichst viele Leser und Leserinnen anzuziehen oder Dir neue Auftragsarbeiten an Land zu ziehen oder Wahlkampf zu betreiben.

@Marian: Danke!

Hinsichtlich der medialen Mechanismen hast Du natürlich völlig Recht, gerade freie Autoren brauchen eben auch eine "Marktstellung", eine "USP", und das ist den beiden zugute zu halten, daß die ja auch nur ihre Miete bezahlen müssen.

Da habe ich im Gegensatz dazu durch eine Festanstellung in der Tat mehr Möglichkeiten, wobei ich mich da auch immer im Rahmen der USO meines Unternehmens zu bewegen habe und insofern im Job mich nur auf bestimmte Arten den Gegenständen annähern kann.

Das ist übrigens ein ziemlich wichtiger Punkt, wenn man über Meinungsfreiheit in massenmedialen Kontexten unter Bedingungen der Marktwirtschaft redet ...

Schade ist für mich, daß - jetzt mal die FDGO als Beispiel - die Attitude von M & M dann oft kopiert wird, obwohl's gar nicht not tut. Für mich sind ja BLOGs gerade so super, weil man in denen "vorläufig denken" kann. Einiges, was ich schreibe, finde ich manchmal schon zwei Stunden später nicht mehr im selben Sinne; und gerade, wenn man viel mit jenen diskutiert, die irgendwo anders postioniert sind als man selbst - Rayson, Statler - bringt einen das in der Tat nach vorn. Für mich wären Blogs in der Tat als kleines Stück der Utopie - aber solange auch die Che2001s und Rebellmarktler immer nur im eigenen Saft schmoren, also die "Gegenseite", wird dieses Potenzial zu selten nur genutzt. Schade.

Wie kommst Du eigentlich darauf, dass ich nur im eigenen Saft schmore?

@Che2001: Durch das in der Tat unregelmäßige Lesen Deines Blogs komme ich darauf... was mich frustriert, und das ging mir beim Lesen so, daß entgegen des Potenzials der Blog-Welt so wenig Crossover zwischen verschiedenen politischen Welten und verschiedenen theoretischen Ansätzen stattfindet.

Kann gut sein, daß ich Dir da jetzt komplett Unrecht tue, dann sorry, aber wahrgenommen habe ich Dich zumeist - auch oft und viel in Kommentaren auf anderen Seiten - als einen jener, die sich dann um Don Alphonso gruppieren und deren Lieblingsbeschäftigung darin besteht, alles Mögliche jenseits des eigenen Horizonts hellbraun zu tünchen und ansonsten das eigene Denken und dessen Wurzeln immer neu aufzukochen. Das ging mir z.B. bei der Lektüre von Lysis ähnlich.

Das ist ja weiß Gott auch genau richtig, daß man die eigene Position vehement vertritt - was mir nur fehlte, war der Versuch, sich jenseits der Diskreditierung anderer Postionen mit denen aus anderen politischen Lagern auch wirklich auseinanderzusetzen.

Womit jetzt ausdrücklich weder Kewil noch PI noch Gegenstimme meine, aber da gibt's ja noch andere.

Ich kabbel mich hier ja z.B. ständig mit Statler und Rayson von B.L.O.G., und da sind für mich schon wirklich einige sehr konstruktive Sachen bei rausgekommen, zudem man z.B. von Statler auch 'ne Menge lernen kann.

Politisch stehe ich vielleicht auch nicht ganz so weit links wie Du oder Lysis, letztlich sind mir eure Positionen aber ungleich vertrauter, eher die meinen, da finde ich auch weit mehr, wo ich sofort vehement zustimme. Und dann macht's mich manchmal traurig, daß da so wenig gedankliche Öffnung und Auseinandersetzungsbereitschaft
in andere Richtungen stattfindet ... das meinte ich. Da sind die Liberalen denkoffener, so scheint's mir zumindest.

Mich fasziniert unglaublich an der Blog-Welt, daß diese fähig ist, auch über Milieugrenzen hinaus zu kommunizieren.

Wenn ich dann diesen Kram heute wieder bei ix über Bloglesungen lese, wo's nur um wechselseitiges Dissen geht - nee.

Gut, oben war ich zu M & M nun auch nicht freundlich, aber die überschreiten dann tatsächlich auch für mich noch Akzeptables. Vielleicht ziehen wir da auch einfach nur die Grenzen unterschiedlich.

Jetzt habe ich kreisförmig 3-4 Mal das Gleiche geschrieben, aber ich laß das mal so stehen ...

Es ist spät am Abend, deswegen ganz kurz: Trotz oft sehr konträrer Standpunkte unterhalte ich mich z.B. mit Rayson und C.Lapide freundlich, und bei allen Differenzen lassen sich auch gemeinsame Nenner finden. Nur, ich bin nicht nur links orientiert, sondern auch Historiker und Politikwissenschaftler und habe mich jahrelang mit dem Thema NS-Kontinuitäten und Strategien der Neuen Rechten beschäftigt, und dann sehe ich, wie die vor meinen Augen in der Bloggosphäre Netzwerke mit Infiltration liberal-konseervativer Kreise aufbauen-sorry, aber da kann man manchmal nicht mehr neutral und sachlich bleiben. Die wirklichen Ausfälle von meiner Seite kamen erst, nachdem Leute aus der Ecke bereits strafbare Handlungen gegen Andersdenkende begangen hatten. Das Problem ist ja, dass der Betrachter, der nicht selber in der Auseinandersetzung steht, einerseits einen neutraleren, distanziertern Blick hat, andererseits aber die Vorgeschichten und Interna nicht kennt.

Soviel in Kürze, gute Nacht

@Che2001: Danke für die späte Antwort schon mal! Gerne mehr Interna und Vorgeschichten und sonstige Aufklärung, lerne ja gerne immer dazu!

Dazu müsste noch eines gesagt werden:rebellmarkt und die dort verlinkten Blogs stehen nicht unbedingt links. Don würde ich als wertkonservativen Sozialdemokraten mit polemischer Anti-Rechts-Ausrichtung bezeichnen, Dean als Ordoliberalen, mich als kosmopolitischen Linksalternativen mit radikalem Theoriehintergrund, aber eher pragmatischem Praxisbegriff. Unter den Heaver Users sowohl bei rebellmarkt als auch auf meinem Blog finden sich Liberale, Ökolinke und recht viele Leute, die in keine politische Schublade passen, auch bekennend unpolitische, und der Tonfall ist oftmals eine Mischung aus Punk-Gepöbel und der rotzfrechen Ironie der Titanic. Aus der Ecke von Rechtsbloggern wird dies als eine Art linksmilitante Einheitsfront wahrgenommen, die es nicht gibt und die wohl allen Bloggern aus "unserer Ecke" (wenn es die denn überhaupt gibt)zutiefst zuwider wäre. Und bei uns ist natürlich auch der Dotcomtod-Hintergrund bedeutend. Hey, "Downturn aktiv mitgestalten", Punkte für Insolvenzmeldungen, fiktive Waffen zum Firmenabschießen, die als "Finalizer" bezeichnet werden, Würgeengel, Pressesprecherinnenklos und Opferpriester, wer da keine Ironie und keinen ziemlich abgefahrerenen Humor erkennt, der hat selber keinen!

@Che2001: Dann war ich wahrscheinlich u.a. zu humorlos ;-) ... und bin vielleicht auch den Perspektiven derer, die Du "Rechtsblogger" nennst, aufgesessen, das kann wirklich sein.

Ich hatte bei den ersten Kontakten mit den liberalen Seiten (bin ja, was private Nutzung betrifft, noch Netz-Frischling) zunächst auch den Eindruck, das die zusammen mit PI etc. eine große Einheit bilden und habe genau den von Dir oben beschriebenen Höllenschreck bekommen, daß auch in der BRD diese fiese Mischung aus Rechts-Konservativen und Wirtschaftsliberalen nun so richtig durchschlägt und als ganz gruselige Neue Rechte sich formiert.

Miersch ist ja ein Paradebespiel für diese Mixtur, die FDGO schrappen haarscharf dran entlang und manchmal drüber hinaus, und auch zu Frau Eussner äußere ich mich am liebsten gar nicht, um strafrechtlichen Korrekturen zu entgehen, die lese ich aber auch viel zu selten, wer weiß, vielleicht steht da auch oft ganz Tolles.

Hierzulande war bisher - korrigier mich, falls ich falsch liege - diese Ideologie-Fusion realpolitisch, von Henkel und Konsorten mal abgesehen, für mein Dafürhalten immer noch zum Glück ein wenig "sozialdemkratisch verwässert". Vielleicht werden aber auch gerade dadurch nach Bismarckschem Vorbild nur potenzielle Widerstände abgefedert, keine Ahnung.

Aber, wie das so ist, dann kommt man virtuell "ins Gespräch", nur mit den Liberalen, mit den vermeindlich "Konservativen" würde ich nicht kommunizieren, und dieser "Rechtsblog-Block" stellt sich mir seitdem einfach sehr anders dar.

Das Antibürokratieteam, die B.L.O.G.'s, fpi oder Statler sind wirtschaftpolitisch wirklich genau das Gegenteil von dem, wofür ich plädieren würde, aber mit vielen ethisch-liberalen Positionen (nicht mit allen, aber mit vielen, ich würde sie nur anders herleiten) kann ich mich durchaus anfreunden. Und ich finde zudem die Kommunikation mit ihnen schlicht ungeheuer lehrreich und intellektuell anregend. Macht Spaß.

Habe auch den Eindruck, daß sie seit einiger Zeit sich stark bemühen, die grundlegenden Differenzen zu PI und Konsorten auch deutlichst herauszuarbeiten.

So standen gerade bei Statler in letzter Zeit oft Einträge rund um das "Multi-Kulti"-Thema, denen ich wirklich voll zustimmen konnte. Entsprechend empört waren dann ja die "konservativen" Kommentatoren in seinem Blog ...

Lange Rede, kurzer Sinn: Bemühe mich dann auch mal um mehr Differenzierung im "linken Lager", das es so gar nicht gibt, versprochen (Dr. Dean hatte ich sowieso sehr anders wahrgenommen, dem stehe ich wohl auch politisch am nächsten), und verstehe das Pöbeln (das ja zumeist auch gar nicht von Dir kommt) dann als Titanic beeinflußte Punk-Attitude ;-) ...

Und, ganz ehrlich, diese Dotcomtod-Geschichte ist mir wirklich neu. Wahrscheinlich total skandalös, gebe ich aber gerne zu, stehe zu meinen Wissenslücken ... man kann ja nicht alles mitkriegen ... wie gesagt: Freu mich auf jeden Fall immer über alle Infos, die mich korrigieren!

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@Che2001: Merci!

Hallo momorules :
Natürlich hast Du Recht, daß die meisten Menschen (alle?) immer wieder dahin verfallen, zu verabsolutieren und damit tendenziell totalitär zu werden. Bei Marxeiner-Und-Mirsch gefällt mir wie zB. beim Thema Atomkraft und Gentechnik auch nicht alles, jedoch zeichnen sich ihre Texte durch bewegende, treffende Frische aus ,- eben richtige Kritik die uns erhellen und Menschen zur Veränderung bringen kann.
SO FAND ICH DAS auch zum Karrikaturenstreit "Grassierender Kulturpessimismus" klasse, ihr Tenor Freiheitfeinde haben es z.Zt. leicht, dagegen müßten jeden Tag Karrikaturen solcherart veröffentlicht werden, daß die Islamisten mit Ihren Fatwas die Luft ausgeht und den Überblick verlieren.." richtig. Weil das andere, samt der Kritik an die eigene Gesellschaft so sahen, wurde dieser M&M-Artikel vor´m HBF auf der PRO-ISRAEL im März verlesen !
- Das Gegenteil, Texte mit "endlosen" Differenzierungen können, um ja der sich der "ganzen" Realität, zB. jeder moslemischen Identität oder Strömung nahezukommen, das dieses evtl. mitreißende Erhellen, die Notwendigkeit zur Veränderung/verändernden Kritik nicht so herausbringenn und müssen eher lange Aufsätze oder Bücher sein, wobei die dadurch mögliche Detailliertheit methodischen Schwachsinn nicht ausschließen kann.
- So ist es wichtig, daß neben anderem beide Arten von Artikeln in Zeitungen stehen - und Kritiken, Polemiken haben eine andere Aufgabe als wissenschaftlich-umfängliche Beschreibungen, wobei Polemiken nicht unsachlich sein müssen. Dabei ist M&Ms Polemik meist ja aufrüttelnde Kritik an die "eigene", bzw. deutsche Adresse und muss auch daher die Gefahrenumstände kurz und scharf skizzieren. - Das ist doch kein Platz für eigene Seelenwäsche; immerhin versucht man schon nebenher mit dem ehemals eigenen Milleu aufzuräumen -.

Man kann auch die eigene Angst und Unsicherheit vor Veränderung, notwendiges eigenes Wagnis durch und hinter übertriebener Differenzierung, Abwägung verbergen. - Bei Dir habe ich den Eindruck, daß/da Du selbst wenig konkret bist Du die Welt für Dich anders haben möchtest, als wie sie M&M herausstellen oder Dir sonstnoch was nicht passt, vielleicht das n o twendige Kämpfen, und dass Du "Psychopatologisch" ziemlich - ebenfalls unkonkret und daher mit der Gefahr des "Erschlagens" - herumwirfst ... Les´ doch mal "Psychopathologie des Islam", ich war gerade auf der Suche im Netz danach, als ich so auf Dich stieß.

- Auch hierzu haben M&M einmal, im Gegensatz zu ganz vielen anderen Islam- oder Terrorexperten, vor über 1/2 Jahr deutlich herausgestellt, "wir müssen herausfinden, wie diese islamisch (v)erzogenen Männer ticken. - Wo sind die modernen Wilhelm Reichs..." od.ä.. Ich glaube ich fand vor Monaten dazu was von Osten-Sacken und auf einer Seite, die sich auch mit Psychopathologie des Buddhismus und entspr. Buche beschäftigte.
- Aus Berlin bekam ich noch aus einem größeren Heft WO MULTIKULTIES REGIEREN - ich glaube aus Sicherheitsgründen ohne Impressum !! -- mit "Wider die Lust / Innenannsichten des Islam", "Die Vehinderung des Verbotenen / Geschichte eines anhaltenden Vernichtungskrieges" u.a.. Vielleicht kann man bei "bahamas" nachfragen.

- Außerdem hab ich bei Dir herausgehört, daß es evtl. für Dich überhaupt kein schwarz/weiß, hell/dunkel, nützlich/schädlich, aufbauend/zerstörerisch, gut/böse usw. gibt oder geben soll - für mich gibt es sie mit Zwischenschritten und dem Bemühen zu erkennen und (sich) zu verändern -- was bei dieser Art Philosophie tatsächlich den Zweck haben kann, alles völlig beliebig, willkürlich und rücksichtslos anzugehen und sich gleichzeitig vor dem Urteil von Kritikern oder jüdisch-christlich abgeleiteter Moral zu "schützen". Es ist kein Zufall, das die damit zusammenhängende asiatische Philosophie zur "Umwertung der Werte" hier faschistisch nutzbar war und ist. Auf dem Weg dahin muss alles Jüdisch/christliche, Lebensheiligkeit und Liebesgebot und das ensprechende Gewissen vernichtet werden. Das war Hitlers Mission, durch den Triumph des Willens und Herrn des Lebens den "Natur"zuchtMenschen über die jüdische Gegenrasse als Ausdruck alles Un/über-natürlich-"künstlichen"( Staat ISRAEL heute!) und damit über Gott bzw. das mosaische Gesetz und Jesu Worte zu triumphieren.


- Heute arbeiten daran über die offen und islamisch Religiösen hinaus eine Menge weniger oder als Sozialkritiker bekannte Kräfte, die sich entweder dem nazistischen Weltverschwörungsglauben (nach den pogromauslösenden sog."Protokollen der Weisen...") bedienen, sich diesem auch links-variiert oder 11/9. modernisiert annähern oder, was vielleicht noch schlimmer ist, diesen als interreligiös und international virulenten Terror-Hassgenerator und -Rekrutierer und schärfstes Schwert des Djihad in 1000 von 1001 Beiträgen zum Thema verschweigen !!

- Wir sind verpflichted, aufklärend dagegen anzugehen, mach(t) mit !
Grüße von
Gerd

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