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"Neger bleibt Neger"

Na, nun ist klar, welche Strategie der rechte Rand verfolgt - da braucht man nur die Märkische Allgemeine zu lesen: Aufrechte Deutsche haben jüngst in Potsdam nur eine weitere Gewalttat gegen blonde, blauäugige Deutsche unterbunden, und wer "richtige" Deutsche "Schwein" nennt, darf sich über ein "dreckiger Nigger" nicht wundern.

Solche Tourette-Syndrom-artigen Ausrufe haben, nunmehr als spontane Eingebung, zumeist unter Alkoholeinfluß, durch die hohe Politik anerkannt, auch nix mit Rassismus oder gar Neonazitum zu tun. Und wer sowas als Rassismus behauptet, stigmatisiert lediglich die Brandenburger als solche. Da hat in Postdam doch nur der Nationale Widerstand einen in die Jahre gekommenen Rütli-Schüler in die Schranken gewiesen, der kurz davor stand, volltrunken seine Frau niederzumachen, wie Nigger und Kanaken, die Barbarei ihrer Herkunfstländer tradierend, das halt so tun.

Nebenbei - ich erinnere mich an eine Geschichte aus meinem unmittelbaren Freundeskreis, in der recht eindringlich die rassistischen Ausfälle eines Potsdamer Busfahrers gegen einen schwarzen Fahrgast, weiblich, in einem ansonsten leeren Gefährt geschildert wurden. War wahrscheinlich Gewalt-Prävention ....

Um die "eigenen Leute" kümmert sich ja eh keiner mehr, nur um Juden und "Ausländer", das wird dann auch von Kommentatoren beim Bembelkandidaten betont. Deshalb tritt Schäuble im Grunde genommen nur als Schutzmacht der "eigenen Leute" auf, die täglich unter "Ausländerkrimininalität" zu leiden haben, und Herr Schönbohm findet ja eh, daß rechtradikale Gesinnung unproblematisch ist, solange sie nicht gewalttätig wird. Oder habe ich ihn da falsch verstanden? Sind ja auch alles potenzielle Wähler dieses Mannes. Und Nazis sind seiner Ansicht sowieso nur jene, die aktenkundig sind. Steht auch so im SpOn-Artikel:


"Außerdem seien die beiden Verdächtigen nicht bei den Sicherheitsbehörden als Rechtsextreme bekannt."

Na dann! Und wenn Frau von der Leyens Erziehungsdiktatur - das hat die von Marcuse! - einschlägt, gibt's sowieso keine Nazis mehr.

Außerdem wird's Zeit, daß sich die Justiz mal wieder der Politik unterwirft! Unabhängigkeit der Ermittlungsbehörden - pah, der Nehm soll mal nicht den Dicken machen. Der hat das Ganze doch erst zum "Politikum" gemacht! Ein Politikum ist Negerklatschen an sich und für sich ja gar nicht. Sind ja nur alltägliche "Einzelfälle". Schon Thatcher hat schließlich gesagt: Sie kenne nur Menschen und den Staat, aber keine "Gesellschaft" dazwischen.

Schönbohm hat die Sache also im Griff. Seien wir also wieder stolz, Deutsche zu sein. Bleibt nur zu sagen "Neger bleibt Neger". So stand's wörtlich in den Kommentaren bei Ringfahndung. Erik hat's schnellstmöglich gelöscht. Ich hoffe, er hat den Typen angezeigt ...

Kommentare

Bin gerade dabei ...

Es fällt schwer, bei einer solchen Konstellation das richtige Maß zu finden. Und ja, ich bin dafür, dass wir es suchen.

Wenn neue Informationen zur Tat auftauchen, dann dürfen wir sie nicht danach beurteilen, wie weit sie geeignet sind, unser Bild von einem original rassistisch motivierten Angriff mit klar verteilten Rollenbildern vielleicht zu zerstören. Man kann auch Opfer sein, wenn man kein Engel ist. Wir wissen doch, dass die Wirklichkeit oft zu vielschichtig ist, um für einfache Abziehbilder zu taugen.

Hat das Opfer die Täter provoziert? Die Möglichkeit besteht., obwohl ich den Mitschnitt anders verstehe.
Hat es versucht, einen der beiden zu treten? Ich kann mir zwar kaum vorstellen, dass sich jemand nachts mit zwei nicht gerade zartgliedrig daherkommenden Gestalten anlegt, aber wenn es einen glaubwürdigen Zeugen dafür gibt...
War die Berichterstattung womöglich zu sehr mit Klischees durchsetzt, wenn sie das Bild von den zwei Nazis, die auf den am Boden liegenden Mann eintreten, heraufbeschwor? Vielleicht.

Aber: Wer andere als "dreckige Nigger" beschimpft, der ist ganz eindeutig ein Rassist, wie er im Buche steht. Wer so zuschlägt, dass der andere in Lebensgefahr gerät, begeht mindestens versuchten Totschlag und ist eindeutig Täter. Nichts von dem, was wir heute wissen oder zu wissen meinen, ändert etwas daran.

Eine andere Frage ist die der Einschaltung der Bundesanwaltschaft. Ich halte Kritik daran für berechtigt. Justiz ist primär Ländersache, und es gibt kein Sonderrecht für rassistische Taten. Wenn jemand meint, die Täter bekämen in Brandenburg kein gerechtes Urteil, weil entweder die Richter zu nachsichtig seien oder die Staatsanwaltschaft dort mit Rassisten sympathisiere, dann sollten wir über ganz andere Dinge reden, und zwar nicht nur mit Herrn Schönbohm, sondern auch mit Herrn Platzeck. Mir sieht das Vorgehen Nehms zu sehr nach von Berlin ausgehendem poliitischen Symbolismus aus (auch der Bundesanwalt ist weisungsgebunden), den wir der WM zu verdanken haben. Man mag diese Symbolik politisch gutheißen, dem Rechtsstaat bekommt sie aber nicht.

Habt ihr aus Mölln nichts gelernt? Nichtmal abwarten, bevor man sich ereiffert und pauschale Menschenrechtsverletzungen sowie Nazihorden anmahnt:

Wer ist denn "ihr"? Die Herren "Metalust" und "Subdiskurse"? Oder einfach nur ein plattes Feindbild?

@Rayson: Ich weiß, was Du mit dem differenzierten Herangehen an die konkrete Tat, eine andere Schilderung der Tathergänge etc. meinst. Natürlich ist immer alles Mögliche auch möglich.

Aber was die Märkische Zeitung, Herr Schäuble und Herr Schöhnbohm da treiben, diese faktisch falsche Vereinzeltatelung, diese völlige groteske Relativierung und dieser Versuch, aus Opfern Täter zu machen (etwas, das in anderen Fällen ja keineswegs immer zu Unrecht oft und ganz besonders gerne von Broder und seinem Umfeld auch "der Linken" vorgeworfen wird - Schäuble macht das ganz besonders perfide, indem er eine "Deutsche, wehrt euch!"-Rezeption seiner Aussagen augenscheinlich zumindest in Kauf zu nehmen bereit ist,anders kann ich mir seine Äußerungen nicht erklären)ist ja ganz unabhängig vom konkreten Tathergang ein Skandal. Empörend. Unter aller Sau, solche Politiker sind durch rein gar nix mehr legitimiert, ihre Ämter auszuüben. Die sollen in verstaubten Archiven alldeutsche Mitteleuropafantasien ausleben, aber bitte nicht mehr im Namen eines pluralen und vielfältigen Volkes agieren.

Hätte auch nur einer von denen gesagt: "Wir wissen, Rassismus ist in Brandenburg, aber nicht nur dort, auch in Nordrhein-Westfalen zum Beispiel, die haben die höchsten Opferzahlen, ein riesiges Problem und eine Schande gerade für ein Land wie Deutschland. Dennoch bitten wir darum, die konkreten Ermittlungen im diesem Fall erst einmal abzuwarten. Was uns nicht daran hindert, prinzipiell erschrocken und empört zu sein, daß inmitten dieses, unseren Landes heutzutage Schwarze als "dreckige Nigger!" bezeichnet werden", dann würde sich doch niemand über die aufregen.

Nee, stattdessen gemeingefährliche Hetze schüren, die sich dann z.B. in den Kommentarspalten diverser Blogs wiederfindet, QED.

Ich kann die Sache mit der Bundesanwaltschaft rechtlich nicht beurteilen, alles, was ich bis dato gelesen habe zu dem Thema, bringt zur Darstellung, daß oft und gerade im Osten Neonazi-Gewalttaten gar nicht als solche geahndet werden, und wenn man Herrn Schöhnböhm so zuhört, weiß ja man auch, warum.

Der wird das niemals anweisen. Seine Interviews tragen aber zu einem bestimmten, politischen Klima bei. Man will ja nicht das eigene Netz beschmutzen und "Brandenburger stigmatisieren". Was für ein Schwachsinn. Immerhin waren die in der Lage, im Gegensatz zu ihrem Schöhnbohm auf die Straße zu gehen gegen rechte Gewalt, endlich. Babelsberg z.B. hat auch coole Fans ;-) ...

Zugeben, daß es eine breite, neonazistisch infiltrierte Mentalität rund um Berlin, aber nicht nur dort, einfach gibt, wäre schon mal der erste Schritt nach vorne - das ist wie beim Alkoholismus. Ganz unabhängig vom konkreten Fall.

Dieses Unter-den-Tisch kehren von potenziellen Massenmördern ist ja nix, was irgendwelche linken Verschwörungfantasten erfinden würden. Da haben wir nun ausnahmsweise mal intensiver drüber recherchiert, unter anderem mit den Opferinitiativen lange geredet, und die erfinden weißGott auch nix, um sich Staatsgelder zu erschleichen. Das sind die einzigen, die sich überhaupt noch um irgendwas kümmern vor Ort, und das ist in vielen Landstrichen schlicht lebensgefährlich. In Wurzen z.B., in der sächsischen Schweiz. Sammy de Luxe erzählt auch nicht der Mopo, daß er noch kleinste Strecken im Osten mit dem Taxi zurück legt, um sich wichtig zu machen.

Da gab's sogar Ausstellungen im Brandenburger Landtag zum Thema. Rede mal mir Schwarzen, die durch den Osten fahren, was die da so erleben. Guck Dir mal die Fans von Dynamo Dresden an, wenn sie U-Bahnen bauen wollen, jene von Cottbus, die "Juden"-Plakate hochhalten, na, und über die Chemnitzer mit Hitler-Gruß und Nazi-Flagge habe ich ja schon mal geschrieben. In Lübeck gibt's auch allerlei davon. Das sind ja keine Ausnahmen, die mutieren ja nicht beim Betreten des Stadions zu irgendwas, was sie sonst nicht wären und was nicht von ihrem konkreten Umfeld teilweise unterstützt würde.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich kann mir zumindest vorstellen, daß Herr Nehm sich der Sache angenommen hat, damit überhaupt in Richtung Rechtextremismus ermittelt wird.

Und für mich belegen die Äußerungen von Schöhnbohm, Schäuble und der Märkischen Zeitung, daß in der Tat da aufgepaßt werden muß, daß die Ermittlungsbehörden nicht aus Versehen im Sinne der Politik, im Sinne ihrer Nachbarn oder im Sinne von wasweißichwas ermitteln. Das ist nie die Denunziation einzelner Beamter oder gar ganzer Komissariate oder Staatsanwaltschaften, da wird's überall in der Mehrzahl akribische Schwerstarbeiter geben. Gibt aber auch andere, nach allem, was ich so gelesen habe - nicht bei indymedia, vor allem in der FR, die einzige Zeitung, die da noch regelmäßig drüber berichtet, und es gab auch eine sehr gute Reportage über diesen Schwarzen, der hilflos angekettet in einer ostdeutschen Gefängniszelle verbrannt ist.

Das alles ist die Beschreibung eines Klimas in Deutschland, in dem Rassismus als Problem überhaupt nicht mehr ernst genommen wird - oder aber sogar akzeptiert, keine Ahnung. Gibt's ja in New York auch, hat Herr Schönbohm sinngemäß gesagt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das mag alles der Fall sein, was Du schreibst. Das ändert aber nichts daran, daß Schäuble und Schönbohm da in einer Form agieren, das ich den ganzen Tag auf den Tisch kotzen könnte - weil sie ein flächendeckendes Problem verniedlichen und relativieren, ein in Form ziemlich widerwärtiger Menschen auftretendes Problem, angesichts derer es ein Wunder ist, daß eine Freundin von mir noch 'ne gerade Nase hat und noch laufen kann ...

@Luc: Die Antwort auf Rayson kannst Du dann auch als Antwort auf Dich verstehen.

Auf Kewil wird bei mir übrigens nicht gelinkt, den Link habe ich gelöscht. Woraus der so alles nicht gelernt hat, will ich hier lieber nicht breittreten. Der bewegt sich für mich außerhalb eines diskussionsfähigen Spektrums. Außerdem bin ich kein Plural, ich denke immer noch selbst.

"Ihr" sind alle, die mal wieder gerade laut aufgekreischt haben. Ausserdem meinte ich "Sebnitz" und nicht "Mölln".

Das war doch der letzte Fall wo die bildzeitungskritische Massenmeinung zur so unglaublich differenziert zur Hatz gegen den Osten aufrief.

@Luc: Woher weißt Du denn, wann ich in der Regel aufkreische?

Hoffe auch, daß es Dir aufgefallen ist, daß mein Anliegen nicht darin besteht "pauschal gegen den Osten zu hetzen".

Schlimm genug, daß viele sich im Osten getroffen fühlen, wenn man gegen Rassismus wettert. Wieso eigentlich?

Bestimmte Phänomene gibt es dort ausgeprägter, aber ja nicht nur die schlechten - die Dresdener Neustadt, Die Skeptiker, die alten Songs von Renft und vieles andere mehr finde ich einfach super! Und vieles gibt's im Westen genau so. Also nicht die Tour, bitte.

Das Problem, auf das ihr stossen werdet, ist, daß Schäuble und Schönbohm wahrscheinlich den besseren Kenntnisstand besitzen. Das war ja schon öfters bei linken Hetzjagden gegen den Osten (Sebnitz) mit Lichterketten so. Schlimm wird es erst wenn die "völlig "groteske Relativierung" einmal mehr der Realität entspricht und der schäumende Mob sich mal wieder geirrt hat. Gerade hier hatte ich eher einwenig zurückhaltende Intellektualität erwartet.

Aber leider trifft man immer auf das gleiche Phänomen: Ein Gerücht muss nur den eigenen Erwartungen entsprechen, sofort fällt jede kritische Distanz. Besonders wenn die Nachricht ins ideologische Muster passt. Jemand der sich zurecht für intelligent und kritisch hält wartet erstmal ab, bevor er den Scheiterhaufen unter einer Masse von östlichen Mindermenschen anzündet, die dazu auch noch völlig wehrlos und zu unrecht, in der Betrachtung, zu unzivilisierten Wilde umgewandelt - ja, entwertet werden, mit einer Arroganz die wirklich unfassbar und völlig unbegründet selbstgefällig ist. Das passt auch in ein Raster, in das der Ideologie – welche immer ihre Bestätigung findet und dazu keine Realität braucht.

@Luc, nun komm mal runter! Das schreit ja nach therapeutischer Intervention! Ob Du's glaubst oder nicht, habe ich sogar Verständnis für das Sich-Aufregen über das pauschale Abqualifizieren von in Ostdeutschland lebenden Menschen, insofern auch für Dich. Da hau aber lieber auf Schäuble ein, nicht auf mich.

Erinnere mich an eine Szene im Stadion, da wurde ich richtig rot: War gegen Union Berlin. Da stand irgend so ein zauselbärtiger, Berliner Fan neben uns, machte die berühmten Affenlaute, als ein schwarzer Fußballer am Ball war und grinste uns dann blöd an. Erster Impuls bei mir: Empörung. Zweiter Impuls: Der spielt genau mit dem Bild, von dem er glaubt, daß ich als St. Paulianer es von ihm hätte.

Okay, habe ich begriffen. Bis zu 'nem gewissen Punkt sogar ein guter Konter, bezogen auf das, was Du oben schreibst. Die waren sonst sehr anders als wir,die "Eisernern", aber in Ordnung. So'n bißchen Ost-Widerstand gegen West-Widerständiges als Traditionen, wobei ich jetzt überhaupt nicht Widerständiges West und Widerstand Ost über einen Kamm scheren will. Das ist völlig unvergleichlich, trotz alledem.

Man plauderte dann und trank gemeinsam Bier. Und ich hatte was gelernt. Was ja immer gut ist.

Was nichts daran änderte, daß beim Rückspiel in Köpenick verdammt viele Rechte am Start waren, um auf St. Paulianer loszugehen ... auf ganz normale Familienväter. Wurde von einem Familienvater per SMS vor Ort auf dem Laufenden gehalten.

Das Schlimme ist nur, daß genau das die Affenlaute auch nicht besser machte ... das ist ein ganz schön schmaler Grad vom Witz zur wirklichen Diskriminierung.

Ich mache auch überhaupt nicht die Gleichung auf "Alle Ossis sind Nazis" auf, völliger Quatsch. Das unterstellst Du mir. Daß es da mehr davon gibt als hier, ist aber der Fall, aber das sind ja nun wirklich nicht ALLE, Blödsinn.

Vor Schill gab's hier in Hamburg auch um die 10% rechtsradikale Wähler, denen ich das Etikett "Protestwähler" auch nicht zugestehe. Übrigens in Stadtvierteln mit ähnlicher Sozialstruktur wie in manchen, beileibe nicht allen Landstrichen in der Ex-DDR (mal abgesehen vom "Ausländer"anteil).

Und daß z.B. traditionell gerade auch die Heide, also die Lüneburger, nicht ohne ist, geschweige denn Hannover, wo ich herkomme, da konnte ich in den 80ern auch nicht abends durch den Bahnhof gehen, oder in Bergedorf hier gleich um die Ecke auch aufmarschiert wird, macht Wurzen nun auch nicht besser.

Heute in Halberstadt standen 4500 "Gegen Rassismus"-Demonstranten 260 Nazis gegenüber, zum Glück war's nicht umgekehrt. Denkste, das nehme ich nicht zur Kenntnis? Genau das wünsche und erhoffe ich mir! Mehr davon statt Schönbohmnesken!

Also: Glaube mir, es geht mir nicht um ein pauschales Abqualifizieren von "Ossis".

Selbst wenn das im konkreten Fall keine rassistische Tat gewesen sein sollte, was ich ansgesichts des "Scheiß Nigger" doch für für außerordentlich fragwürdig halte, was is'n das sonst, wenn nicht Rassismus, sind die Äußerungen von Schönbohm und Schäuble ganz unabhängig davon skandalös.

Ich gehe sogar davon aus, daß die mehr wußten, deshalb ist ja die Schäuble-Strategie um so boshafter, habe ja nicht umsonst mit dieser den Eintrag begonnen. Der hat das prompt genutzt, um ganz was anderes zu schüren, was er politisch gut gebrauchen kann.

Und man kann nun wirklich nicht real-existierenden Rassismus ignorieren, weil irgendwelche Ostdeutschen dann glauben könnten, es ginge pauschal gegen sie ... sorry, Herr Schönbohm sieht das zwar auch so, aber das geht mir dann doch zu weit ...

Aber: Falls Du das gerade brauchst, jetzt irgendwo Dampf gegen pauschalen Ossi-Haß abzulassen, steht Dir dieses Blog dafür gerne auch weiter zur Verfügung! Dafür gebe ich meinen Web-Space sogar gerne her!

Update: Neger, Neger -- ist per se kein Tatbestand der Volksverhetzung, so die Führungsabteilung der Polizei Hamburg zu meiner ersten Anfrage heute.
Gleichwohl war der Beamte ehrlich interessiert und diskutiert den hier ziterten und in diesem Zusammenhang geposteten Kommentar (link: http://tinyurl.com/e57y7 ) am Montag mit dem Staatsschutz.

Zum Schluss entspann sich zwischen uns eine rege Diskussion über die Abwägung der Güter "Meinungsfreiheit" und "Menschenwürde" - auf jeden Fall ein Gespräch, das mein Bild unserer Polizei (zumindest an der Grenze von Altona nach St. Pauli;) positiv beeinflusst.


Keep U posted.

Fussballfans sind eine Sache für sich. Kein Thema.

Aber was daran Skandalös ist wenn sich Politiker mal gegen pauschalisierende Vorverurteilungen wenden, will mir nicht in den Kopf.
Ich weiß nicht was, besser daran sein soll, wenn sich Deutschland in medialer Aufregung zu Nazihausen deklariert, und damit dem Ansehen des Landes in der gesamten Welt schadet. Und ich weiß auch nicht, was an geichgeschalteter Empörung der Volksmassen gut sein soll, nur weil es einen Fall, vom Gewaltätigkeit gab, den man nicht im mindesten als aufgeklärt betrachten kann. Das schmeckt mir dann allzusehr nach Lynchmob.

Schön finde ich aber auch die angebotene abgeklärte Vernunft des "auf den Tisch kotzen" wenn Schönbohm, das "flächendeckende Problem" der Jagd auf Menschen mit der falschen Hautfarbe in Deutschland dermaßen verniedlicht.

@Erik: Interessant, und Glückwunsch! Das kann man so auch alles nicht mehr hinnehmen. Gerade im Netz toben die derzeit sich so dermaßen aus, hast ja gelesen, was Noah so alles in ihr Blog geschrieben bekommt ... und trotz dem, was ich oben über manche Ermittlungsbehörden geschrieben habe, glaube ich allzugerne, daß, wenn man vernünftig auf die zugeht, die dann auch entsprechend reagieren. Hatte ich aber ja auch schon oben geschrieben. Liest sich gut - gerade diese Diskussion um Meinungsfreiheit! Bin ja eh Verfechter des Rechtsstaats, nur nicht in allen Fällen der realen Rechtspraxis. Halt mich auf dem Laufenden!

@Luc: So langsam entwickelst Du Dich zum Beleg für meine Thesen - wenn's dem Ansehen des Landes dient, kommt's ja auf ein paar massakrierte Schwarze nicht an. Reden wir doch lieber nicht drüber, schlimm ist ja allenfalls der "Lynchmob", der sich darüber aufregt.

So, jetzt tob Dich bitte woanders aus - bei Kewil wirst Du ein offenes Ohr finden.

Falls Du bereit bist, Dich z.B. bei "Opferperspektive" zu informieren, schau jedoch gerne wieder vorbei.

Wozu gibt es eigentlich Gerichte? Warten wir doch ab, wie die über das Geschehen in Potsdam urteilen.

@Sven Wallmann: Genau! Wozu braucht man Debatten über Zivilcourage, Rassismus, Politik und Politikeraussagen, wenn's doch Gerichte gibt?

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