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Drei Links von Rayson

Der Rayson hat mir hier in der Diskussion rund um den Segen des Marktes, den Fluch der Politik und die Möglichkeit der Globalisierung von Sozialstandards drei hochinformative Links zur Verfügung gestellt, Danke!

Nr. 1 thematisiert den weltweiten Rückgang der Kinderarbeit. Zitat:

"Vor allem das gewachsene Problembewusstsein der einzelnen Regierungen habe insgesamt zu der positiven Entwicklung der vergangenen Jahre beigetragen, sagte Günther. Zudem hätten fast alle ILO-Mitgliedsländer die Konvention gegen Kinderarbeit ratifiziert. Günther verwies auf den Teufelskreis zwischen fehlender Bildung und Armut. Kinder, die am Schulbesuch gehindert würden, hätten später keine Chance auf eine qualifizierte Tätigkeit."

Das bestätigt nun gerade nicht die segensreiche Wirkung des Marktes, sondern ebenso die Erfolgschancen politischer Intervention. Auch die Notwendigkeit eines breiten Bildungssystems zur Wohlstandmehrung, auf die Armatya Sen immer verweist, läßt sich anhand dessen belegen. Ebenso stellt der zweite Link, eine NTV-Meldung, fest:

"Als Grund für den Rückgang nannte die zu den Vereinten Nationen (UN) gehörende Organisation zum einen eine größere Entschlossenheit der Regierungen, gegen das Problem vorzugehen. Dies sei vor allem in großen Entwicklungsländern wie Brasilien und China der Fall. Zum anderen habe die stärkere Weltwirtschaft einen positiven Effekt gehabt, indem sie den Druck auf arme Familien reduzierte, ihre Kinder zum Arbeiten und Geldverdienen zu zwingen."

Hier wirken nun Politik und ein starke Weltwirtschaft ergänzend.

Des weiteren schickte er mir den Link zu einer Animation auf der alten B.L.O.G.-Seite, die belegt, daß der Wohlstand weltweit zugenommen habe - vielleicht habe ich was übersehen, nicht weit genug geklickt habe, weil ich zur Arbeit muß, aber da wurde lediglich die Zunahme des Wohlstandes gezeigt, ohne daß klar wurde, wie's kommt. Zudem wurde nicht differenziert zwischen Einkommengefällen z.B. innerhalb der USA und den Unterschieden zwischen Afrika und OECD-Ländern, was bei Sen immer ein sehr wichtiger Punkt in seiner Utilitarismus-Kritik darstellt.

Für mich belegt all dieses zumindestt nicht, daß ein Verzicht auf Politik da alleine schon wirken würde, sondern es formuliert eher, daß ein "Wozu", auf das Menschen sich einigen können, schon auch mit dazu gehört ...

Kommentare

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