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Amöben oder: Beschimpfungskultur

amoebe.jpg

Foto: Mikroskopie

Am Millerntor gibt es zumeist ja die Regel: Gerne die gegnerische Mannschaft verulken, aber möglichst nicht beschimpfen. Da kommen gelegentlich ganz tolle Sachen bei raus. Z.B. damals, als Ede Geyer, damals noch Cottbus-Trainer ausgerechnet vor dem Spiel auf unserem heiligen Rasen seinen Spielern unterstellte, sie würden rauchen und rumhuren wie die Nutten auf St. Pauli. Was nun ziemlich deutlich eine Beleidigung der stolzen Huren auf St. Pauli war. Die "Ede in den Puff"-Chöre waren eine gute Antwort. Wir gähnen somit auch immer bei "Scheiß St. Pauli, Scheiß St. Pauli"-Rufen, bei ganz doofen Chören wie "Nazipack St. Pauli" oder "Wir ficken eure Mutter in den Arsch" gibt's auch mal ironischen Applaus.

Nun wäre das wirklich ein Thema für Dissertationen, eine Phänomenologie verschiedener Beschimpfungskulturen zu verfassen. Der Hip Hop hat da ja die alte Kunstform der Schmährede wiederbelebt, manche gefallen sich auch in der Rolle des Pöbelbloggers. "Reine Schmähkritik" ist meines Wissens sogar eine mögliche, juristische Tatsache. Wenn ein schlichtes "Depp" oder "Arschloch" fällt, finde ich das trotzdem in den meisten Fällen völlig in Ordnung, ist halt Ausdruck von Wut, und diese Kultur krankt eh daran, daß eine angemessene Emotionshaushaltsführung nicht möglich ist. Da frage ...

... man nur Streßorscher: "The fittest" ist ja zumindest in Groß- und Kleinstädten jener, der am meisten aushält, obgleich er eigentlich kämpfen oder flüchten möchte. Aber flüchte mal, wenn Du im Stau oder im Fluzeug sitzt.

Es gab einen Fall - nicht hier im Blog -, wo einer dem Anderen Schläge androhte und das damit begründete, daß er das, was der Andere schreibt, ja auch als verbale Gewalt empfände, das würde er doch durch die Entgegnung nur explizit machen. So lange er nicht wirklich zuschlage ... fand ich dann auch völlig in Ordnung. In einem anderen Fall schrub jemand, er würde hier außerordentlich gerne gemochten Kommentatoren am liebsten die Fresse eintreten, wenn er sich dabei nicht die Füße schmutzig machen würde. Abgesehen davon, daß ich das Bild der schmutzigen Füße irgendwelcher durchgeknallten, islamophoben Neuköllner gar nicht mehr los wurde, hat mich das angewidert, und ich habe es gelöscht.

Eigentlich sind es ja zwei Fragen zum Thema Beschimpfung, die zusammen hängen: Warum wird welche Form der Beschimpung gewählt, und welche trifft wirklich. Und, Anschlußfrage: Wann ist es vielleicht sogar gerechtfertigt, jemanden treffen zu wollen. Letztere übersteigt allerdings meine morgendlichen Kapazitäten.

Warum z.B. in Stadien so oft "Schwuchtel" als Beschimpfung gewählt wird, das frage ich mich regelmäßig. Ist das jetzt Schwulenfeindlichkeit, oder ein eine Kennzeichnung "unmännlichen" Verhaltens? Hängt zwar sowieso beides im Rahmen der aktiv/passiv Dichotomie zusammen, die Männern immer die aktive Rolle zuweist und unmittelbar zum Diskurs über Eigenverantwortung überleitet, der in der Regel nicht auf finanziell abhängige Hausfrauen Anwendung findet. Aber ein Unterschied ist's trotzdem.

Die andere Frage, was wirklich trifft, ist die moralisch unmittelbar relevante. Eigentlich sollte ja das Konzept der Präferenzübernahme gelten: Sich also in den Anderen einfühlen und überlegen, wie's dem geht, wenn ich so oder so handel, und dann möglichst nicht das tun, was es ihm schlechter gehen lassen könnte. Beschimpfungen sind ganz offenkundig dann, wenn sie nicht reines Luftablassen sind, die Umkehrung dieses Prinzips.

Die eigentliche Ebene der Beschimpfung, die z.B. in Blog-Debatten weh tut, ist ja gar nicht das "Arschloch", sondern, stelle ich jetzt mal als These auf, der Angriff auf die moralische Integrität des Gegenübers. Deshalb ist die in unserer Kultur bis vor kurzem wohl gemeinste Beleidigung der Nazi-Vergleich. Bis vor kurzem deshalb, weil's ja immer mehr gibt, die's gar nicht mehr schlimm finden, das zu sein. Als Abstufung kann die Unterstellung, Massenmord oder massenhaftes Sterbenlassen von Menschen, gewollt oder ungewollt, zu befördern, gelten. Analog hierzu der Antisemitismus- und der Totalitarismus-Vorwurf. Und wohl auch der Rassismus-Vorwurf.

Erstaunlich, daß gerade diese Typen der Beleidigung die mit Abstand am häufigsten auftretenden sind in der politischen Blogosphäre. Die sind deshalb so problematisch, weil sie ja jeweils wahr sein könnten. Wenn Erfurter Fans singen, wir würden unseren Müttern in den Arsch ficken, ist das hingegen ein echter Lacher, der allenfalls die Singenden diskreditiert.

Wer hingegen das Hohelied des Kapitalismus singt, der muß schon damit leben, daß dabei eventuell ganz viele Leichen hinten raus kommen. Wer für den Irak-Krieg plädierte, nimmt ganz offensichtlich viele Leichen in Kauf und windet sich dann in Erklärungen über den Unterschied zwischen legitimer und illegitimer Gewalt, weil er etwas Funktionales noch irgendwie in den Bereich der Moral hinüberretten will. Wer für Sozialstaatlichkeit eintritt, muß schon damit leben, daß es ja wahr sein könnte, daß dieser für Armut und Arbeitslosigkeit verantwortlich ist. Zudem damit, daß die damit einhergehende Bürokratisierung die Tendenzen zu staatlichen Autoritarismen und darüber hinaus faktisch immer führen kann. Es könnte ja wahr sein, und es zeichnet sich sogar ab.

Ich persönlich erlebe es zudem als drastische Beleidigung, wenn man mir überheblich unterstellt, ich würde nur wolkig daherreden. Das macht mich wahnsinnig, weil ich mein So-oder-So-Sein an einen intellektuellen Forscherdrang knüpfe, und finde das dann ungleich gemeiner als z.B. ein "Arschficker", z.B.. Natürlich auch, weil Arschficken zweifelsohne Spaß machen kann, kann's nur jedem empfehlen, das mal auszuprobieren - weil es jedoch wahr sein könnte, daß ich wolkig daherrede. Nichtsdestotrotz trifft mich das so dermaßen in meinem Selbstverständnis, daß ich unbändige Lust verspüre, zurück zu beleidigen und dabei möglichst zu verletzen. Und dann selbst immer drastischer werde.

So ungefähr läßt sich für mich die Debatte mit den Liberalen innerhalb des letzten Jahres zusammenfassen: Bin da mit großer Offenheit hineinspaziert, und je länger man diskutierte, desto beleidigter fühlte ich mich. Konnte es einfach nicht mehr hören, diese ewigen Totalitarismus- und Zwangs-Vorwürfe in varriierter Form und wurde dann - meine Interpunktion der Ereignisabfolge - immer aggressiver. Im Grunde genommen habe ich mein ganzes Leben lang noch nie so geballte und gemeine Angriffe auf meine persönliche Integrität und mein Selbstverständnis erlebt. Die meisten nur indirekt: Wenn allgemein gegen "die Linke" gewettert wurde, die ja für Ideale steht, die für mich im engeren Sinne sinnstiftend wichtig sind. Und dann immer diese "Wie kannst Du nur!"-Rhetorik, die nicht zufällig sich anhört wie aus Muttermund.

Am allerfiesesten finde ich, daß auf Argumente nicht eingegangen wird und andere Wahrheiten als die eigene noch nicht einmal mögliche in's Auge gefaßt werden. Das ist eine Entwertung des Gegenübers. Und das ist dann auch der eigentliche Kern des Beleidigens: Die Entwertung von Personen.

Viele nennen sowas Identität, das, was dann entwertet wird - ich würde es anders nennen, egal. Wenn Mohammed, an den man glaubt, als Kinderficker oder Massenmörder dargestellt wird, klar, dann geht's um einen selbst, wenn man an ihn glaubt, und das ist schier unerträglich, sich in dieser Form diffamiert zu sehen.

Bezeichnend somit, daß jene, die aus einem Recht auf Meinungsfreiheit ein Recht auf Beleidigung machen wollen, während sie ein Recht auf soziale Sicherheit bestreiten und sogar ein Problem mit dem Begriff "Grundrechte" haben, es dann wieder mal schaffen, am Widerlichsten loszuschlagen: Amöbe nennen sie ihr Gegenüber. Obwohl, siehe Bild oben, die ja durchaus was von moderner Kunst haben, die Amöben das sei zugestanden.

Da schalte ich dann innerlich ab und habe unbändige Lust, zurück zu beleidigen, selbst wenn's mir gar nicht galt. Das paßt einfach zum Herrenmenschengestus der Interessenvertreter oberer Wirtschaftsetagen, und wenn man die Literatur aus dem Kaissereich und der Weimarer Republik kennt, dann sträubt sich alles bei diesen Ausflügen in die Biologie. Klar, ist jetzt der stark variierte Nazi-Vergleich, bezogen auf die Vorgeschichte des 3. Reiches und eingebettet in einen bestimmten Kontext. Aber im konkreten Fall hat der nun gerade es auch nicht besser verdient, als beleidigt zu werden.

Kommentare

Wer? - um mal unwolkig zurückzufragen ;)

Wer ist irrelevant, mir geht's ja um's Strukturelle. War gut versteckt in der Kommentarsektion eines sehr geschätzten Blogs, diese Amöben-Aussage ...

Welche Begriffsfelder sind evtl. tatsächlich unter aller Sau und bringen etwas zum Ausdruck, was dann auf andere Ebenen verweist, welche sind aber im Grunde genommen harmlos - finde ich wichtig, so eine Frage.

Wo mache ich - also jetzt tatsächlich ich, MomoRules - genau das gleiche wie das, was mich trifft, und warum tue ich das, und wo merke ich's vielleicht noch nicht mal und hab's deshalb auch nicht besser drauf als die von mir Kritisierten? Wo sind eher individuelle Befindlichkeiten im Spiel - wie bei mir das "wolkige" -, und woher soll das ein Gegenüber wissen, aber, nichtsdestotrotz, wo ist so etwas aber vielleicht doch generalisierbar?

Finde ich tatsächlich in politischen Diskussionen alles wichtig.

Aber noch nicht mal jene, die gleichermaßen empörenderweise als "Neocon-Nazis" jahrelang diskreditiert sich fanden, scheint das zu interessieren ...

Jetzt bietet man hier mal Gelegenheit zum Sau rauslassen, und wahrscheinlich sind alle, falls sie's denn gelesen haben, jetzt traumatisiert von der Passage zum Analverkehr... ist ja für Heten ein schwieriges Thema.

Was übrigens auch ein Riesen-Thema ist, auch so ein Faß, das man gerade angesichts der einen oder anderen Reaktion auf Dein Blog auch mal aufmachen sollte: Wieso sind alle - bis auf einen und eine - in der mir bekannten, politischen Blogosphäre eigentlich so unglaublich asexuell und verklemmt?

Bei den Homos ist das klassisch anders, weil einem da halt ein Sex-Diskurs als Identitäts-Positiv aufgezwungen wird, aber ansonsten?

Finde ich langsam unheimlich, gerade angesichts dessen, daß bei unserer aktuellen Produktion schon der Satz "So ein Mann, so ein Mann" schon als anzüglich galt.

Was geht hier eigentlich ab derzeit im Lande? Back to the Fifties? Langsam finde ich sogar Bushido progessiv, auch wenn der ja angeblich gesagt haben soll, man solle mich vergasen ...

Ja, das frage ich mich auch: "Wieso sind alle - bis auf einen und eine - in der mir bekannten, politischen Blogosphäre eigentlich so unglaublich asexuell und verklemmt?" Ich nehme nämlich nicht an, dass sie er im Privatleben auch sind. Für mein Blog kann ich sagen: ich nehme Sex und Sinnlichkeit (zwei verschiedene, aber sich hoffentlich ergänzende Dinge) "automatisch" heraus, weil Politik (Wirtschaft, Wissenschaft usw.) "unpersönliche" Dinge sind. Und ich habe Angst, missverstanden zu werden, an den Pranger gestellt zu werden.

Nee, die Analverkehr-Passage schockt mich nicht, auch wenn es nicht meine bevorzugte Sexualpraktik ist. Vermutlich bin ich nicht "stockhetero" genug, um geschockt zu sein. ;) (Stockhetero meint: ständig in der uneingestandener Angst zu leben, für schwul gehalten zu werden.)

Back to the Fifties? - Klar, war doch die Zeit des Wirtschaftwunders ;) - und des kalten Krieges. Klare Fronten nach außen! Und nach innen: Anpassung. Nein, die verklemmten 50er kommen nicht wieder, nicht so wie damals. Ich rechne damit, dass die ent-sinnlichte "Norm-Sexualität" noch weiter an Boden gewinnt. Mit strengen (ungeschrieben) Regeln, was "erlaubt" ist und was nicht. Besonders gewinnt das Vögeln nach Norm und Planung übrigens in der erweiterten Eso-Szene an Boden: es laufen da so einige Traurige Tantriker rum. Nicht die angenehmsten Zeitgenossen, es sei denn, man ist scharf auf schnellen Sex ohne große Gefühle. Das ganze wird durch das ergänzt, was meine sehr sinnliche Ex "Konsum-Erotik" zu nennen pflegte. Ebenfalls gründlich entsinnlicht.

@MR

ja, deine geduld mit deinen "gegenübern" ist in der tat verblüffend (gewesen? :-)

aber muss man nicht doch zugeben: "so-sein" allein als "markt-gängig verfügbar" und "markt-gängig verstehbar" sich vor-stellen zu können, ist schon ein faszinierend radikaler ontologischer entwurf -- das besondere ist seine rekursive geschlossenheit: "ich bin markt-gängig weil ich markt-gängig bin" -- "ich garantiere mein "In-der-Welt-sein", weil meine Marktgängigkeit mein "Im-Markt-Sein" garantiert."

"Mein Glaube an meine Marktgängigkeit ist der Fels -- auf ihn will ich bauen."

Ist das nicht einfach der perfekte Glaube ohne Gott? Mit dem Markt-Dienst als Gottes-Dienst?

Ersetzt für diese Leute der Markt die Natur als Form der vor-gestellten totalisierten Immanenz?

Ist Markt-Exi-Sein vielleicht Zen? :-)

@MR

Wenn man sich den fraglichen Thread einmal anschaut, gäbe es zig Gelegenheiten, sich zu empören, unter anderem den zur Zensur aufrufenden Kommentar direkt davor. Welche du dir ausgesucht hast, das ist tatsächlich auch eine Aussage, gerade in Kenntnis der Vorgeschichte.

Ich habe aus den Diskussionen auch gelernt, und meine Schlussfolgerungen ähneln den deinen.

@Martin:

Mich wundert das trotzdem, auch wenn Wirtschaft und Politik zunächst mal nix mit Sex zu tun zu haben scheinen.

Der Unterschied zum Leitartikel ist ja schon, daß in Blogs Personen agieren und das auch deren Attraktivität ausmacht. Aber irgendwie gilt Sex halt noch als schlüpfrig, das Niedere, das Unappetitliche. Da hat sich nix geändert seit den 50ern, und das hat übrigens sehr viel mit Rassismus zu tun.

Ich habe in meinem letzten Berufsjahr dahingehend wirklich eine Zensur-Erfahrung nach der anderen gemacht, schlimm. Seitem muß ich das hier geradezu zwanghaft einbauen, reine Kompensation.

Allerdings alles bei ein und demselben Kunden. Da war's ausnahmsweise mal der staatliche Sektor, der zensierte, während der private gar nicht genug Sex in dem Produkt haben konnte ... das gibt sogar unseren verklemmten Markt-Freunden ausnahmsweise mal recht.

Es kann wirklich kein Zufall sein, daß Che Geschichten über Computerspionage und sich daraus ergebende Verführungskünste schreibt und über S/M philosophiert und Netbitch ihren Hintern preist, während die anderen, teils Ex-Mitdiskutanten, alle schreiben, als sei nix wichtiger, als daß der oberste Hemdknopf geschlossen bleibt und niemand lustvoll den Windsor-Knoten löst ... natürlich preisen sie dann ganz konsiberal Kinder und Partnerschaft, nix dagegen, aber Lust? Bloß nicht!

Das muß schon auch eine Frage der politischen Orientierung sein. Und da ist unsereins dann mal ganz offenkundig freier, und die Anderen sind potenzielle Freier (autsch, der war böse, bitte nicht übel nehmen, ging mir um den Wortwitz, nicht um die Sache).

@Momo:
Da ich gerade keinen Plan habe worums geht, was die Beleidigungen angeht nur mal in aller Kürze zum besseren Thema:

Ein Schock war's gar nicht. Anscheinend habe ich dich aber nicht häufig genug gelesen, da ich mich kurz gewundert habe warum du auf einmal über Sex schreibst.

"[...] und das hat übrigens sehr viel mit Rassismus zu tun."

Klär mich auf, Dr. Momo. ;)

"Es kann wirklich kein Zufall sein [...]"

Hmm. Vielleicht ein Phänomen in der deutschen Blogsphäre? Mir fallen zumindest bei der Behauptung spontan gleich Eric S. Raymond (Libertarian mit Sexanleitung für "Geeks" auf seiner Seite) und auch beim Blog vom Reason Magazine ist das kein Tabu-Thema.
Ein Gegenbeispiel führe ich auch gerne an: Bei Seminarwochen mit 50-60 gleichaltrigen Linken/Alternativen ist mir definitiv keine freierer Umgang mit dem Thema aufgefallen im Vergleich zum "Otto-Normal-Verkehrer" (TM).

Aber gehen wir mal wieder vom anekdotischen zum strukturellen.

"Das muß schon auch eine Frage der politischen Orientierung sein."

Ich würde sagen umgekehrt. Die Einstellung dazu spielt auch in die politische Ausrichtung mit rein.

Es ist klar, dass ein stockkonservativer Mensch mit höherer Wahrscheinlichkeit verklemmt ist. Ich sehe aber keinen trifftigen Grund warum ein Linker jetzt automatisch einen freieren Umgang mit dem Thema Sex haben sollte als der "Otto-Normal-Liberale" (TM) oder der "Otto-Normal-Unpolitische" (TM).

Ich sehe übrigens das Herausstellen von privaten Dingen in die Öffentlichkeit nicht als einen freieren Umgang per se.
Wenn jemand darüber bloggt was für tollen Blümchen-Sex er gestern mit seiner Frau hatte aber beim Wort "Arschfick" (um mal bei deinem Beispiel zu bleiben) rot anläuft wäre er m.E. nicht freier als jemand der privat alles auf dem Kasten hat das aber lieber im engeren Kreis belässt.

Und zu guter letzt wissen wir Marktfetischisten doch eh, dass "sex sells" ;)

Ja, googlehupf, solche Typen, die über den tollen Sex mit ihren Frau bloggen, aber beim Wort "Arschfick" rot werden (und es deshalb nie in den Mund nehmen), meine ich mit (weitgehend) ent-sinnlichter Norm-Sexualität. Wobei der Sex mit der Frau ja durchaus sinnlich sein kann, aber eben extremere sinnliche Erfahrungen tabusiert sind.
Ich halte jene Menschen, die ich "Traurige Tantriker" nenne, und die meistens im Umfeld der Eso-Szene zu finden sind, auf eine ähnliche Weise für verklemmt. Auch wenn sie gern zeigen, wie unverklemmt sie doch sind (was manchmal in gemäßigen Exhibitionismus umschlagen kann - Betonung auf "gemäßigt").
Mich erinnern diese T.T. in gewisser Weise an Dieter Duhm und seine Projekte, ZEGG usw. (ich bin faul und verweise auf Google.) Allerdings ohne die für "Alt-68er" wie Duhm typische Politisierung und Psychologisierung des Sex.

@MomoRules: Als höchsten "auch mal" Journalist habe ich natürlich nicht so viel Zensurerfahrung - und schon gar nicht im Bereich Sex. Eine kleinen Eindruck habe ich im Bereich "nicht verkehrsfähige Drogen". In einem ärztlichen Fachblatt ist in Artikel darüber ohne weiteres. In Zeitschriften wie "Spektrum der Wissenschaft" oder "Bild der Wissenschaft" geht es auch - aber: die Artikel müssen sozusagen dagegen "immunisiert" werden, das sie jemand als drogen-verherrlichend mißverstehen könnte. Im populärwissenschaftlichen Bereich der "Neues aus der Medizin"-Spalten geht dergleichen absolut nicht: alles, was gegen die Anti-Drogen-Linie verstoßen *könnte*, kann nicht gedruckt werden, aus Angst, dass "irgendjemand" öffentlich gegen das Blatt den Vorwurf erhebt, es würde den Konsum illegaler Drogen verharmlosen.
Bei Sexualpraktiken stelle ich mir das ähnlich vor. Wobei ein Privatsender wie z.B. RTL2 sowieso ein gewissens "Schmuddelimage" hat, Vorwürfe aus der hypermoralischen Ecke lassen die Redakteure dort im Zweifel kalt, wenn die Einschaltquote stimmt. Öffentlich-rechtliche Sender haben da sicher mehr Probleme, die aber verglichen mit denen, die staatliche oder halbstaatliche Institutionen mit ihrem "Image" haben, vermute ich mal, eher gering sind. Ich sehe einen starken Druck in Richtung "Sexual Corectness", da geben ich Katharina Rutschky völlig recht.

Das wird ja noch 'ne richtig lustige Diskussion hier ;-) ...

@Googlehupf:

Ich finde ja nun auch nicht, daß man permanent über Sex reden muß, Quatsch. Der gehört aber auch mit dazu.

Das mit dem "Arschficker" war ja oben auch nicht mal eben so erzählt, weil mir gerade so danach war, sondern ist ein Prototyp für schwulenfeindlich intendierte Beleidigungen.

Und es gibt ja nun mal bestimmte "Milieus", in den Beschimpfungen extrem häufig sexuelle Konnotationen enthalten. Das sind nicht unbedingt die Milieus, aus denen normalerweise Liberale sich rekrutieren. Das ist Punkt 1. Es ist eben klassisch für bestimmte "besitzbürgerliche" Milieus, sich über das "Primitive" zu erheben. Zur leistungsorientierten, "innerweltlichen Askese" zählt zudem, allem pro-kapitalitistisch-demonstrativen Hedonismus zum Trotze, eine gewisse Lustfeindlichkeit, weil man eben doch der Pflicht folgt und nicht dem Lusprinzip und die Kalkulation dann eben mogen abgibt, scheiß auf den Kunden.

Mit Rassismus kann das deshalb was zu tun haben, weil Schwarze - kann man schon bei Kant lesen und wohl auch anderswo noch früher - normalerweise als irgendwie näher an der Natur wahrgenommen werden, und Sex in unserer Kultur nicht gerade als Kulturleistung gilt (ganz anders im Kamasutra, z.B.), sondern als Trieb, als "innere Natur" schlechthin wahrgenommen wird. Insofern werden Schwarze als näher an der Natur wahrgenommen überproportional häufig sexualisiert: Haben größere Schwänze, tanzen cooler etc. - oder "vergewaltigen unsere Frauen". Bei Kant sind das dann die Südseebewohner, die nur am Strand rumlümmeln und sich der Neigung hingeben als Inbegriff des "Primitiven". Das ist in Europa ein ungeheuer mächtiger, rassistischer Stereotyp. Die Muslime haben ja über die Jahrhunderte auch nix gebacken gekriegt, sagt man ja neuerdings gerne so dahin.

Gott, und bevor ich mir wieder aus Versehen einen einfange: NEIN ICH WILL LIBERALEN KEINEN RASSISMUS ANDICHTEN. Das gilt für dunsere ganze Kultur.

Das mit den politischen Lagern: Es gibt gerade in der feminismus-geschockten und pornographie-kritischen Linken teils eine unerträgliche Prüderie, gegen die der Papast noch tolerant ist. Bei dem kommt man wenigstens nur in die Hölle.

Umgekehrt vertritt der Liberalismus in der Blogosphäre eine andere Anthropologie und auch eine andere Trennung zwischen privat und öffentlich als zumindest die Post-68er-Linke.

Von der Kritischen Theorie und Wilhelm Reich bis hin zur Gender-Theorie ist Sex immer auch ein Politikum (was dann ja gerade zu bestimmten Formen der Prüderie oder auch Pathologisierungen führen kann). Selbst bei Foucault, der ja das massenhaft psychoanalytisch getränkte Gequassel über die Befreiuung der Sexualität verhöhnte, ist genau das überführbar in eine Lebenskunstkonzeption, die Lust beinhaltet.

Die liberale Anthropologie hingegen setzt an beim individuellen Nutzenkalkül, das den dezidiert nicht-zweckrationalen Konzeptionen verschiedener, linker Traditionen diametral entgegengesetzt ist.

Hat beides Licht und Schatten, würde ich mal zusammenfassend sagen. Mir scheinen aber schon die liberalen Menschenbilder ein umfassendes Konzept des guten Lebens, das Sinnlichkeit, Lust und Beziehungen einschließt, zumindest zu ignorieren oder von mir aus auch mit guten Gründen nicht zu thematisieren, weil sie es politisch irrelevant finden.

@Martin:

Das ist die Politik und die Kirche, die da mit reinspielen bei öffentlich-rechtlich. Und so eine seltsame Angst, das Publikum könnte verschreckt werden.

Sex im Privaten: Da muß man genauer hinschauen, wann das wirklich schmuddelig ist und wann völlig in Ordnung.

Daß aber Sex grundsätzlich als schmuddelig gilt, das finde ich schon ganz schon anachronistisch. Gerade in letzter Zeit nervt mich das maßlos.

Als sei tatsächlich nur noch der Sex, der sich verkauft, legitim, und alles andere hält nur von der Arbeit ab ...

"Freiheit ist wie bei Sartre etwas Vorgängiges, das dann ggf. behindert wird oder auch nicht, nicht etwas zu Realisierendes im Seins-Vollzug, und Markt ist die Situation mit den geringsten Einschränkungen."

da hast du auch wieder recht... und vom Subjekt-Objekt-Schema sind wir auch flugs bei der Sexualität -- intersubjektive Lusterfahrung als Geschenk oder eher als Kontrolltechnik?

@?:

Das kommt immer ganz darauf an, mit wem ;-) ...

@MR

Ich will vom schönsten Thema der Welt jetzt nicht ablenken (und dann muss kommen:), aber:

"Aber nach den 'der, der's nicht geschafft hat und nur am Kopierer steht' dann ausgerechnet die 'Amöbe', nee, das ist eine andere Qualität."

Eine andere Qualität sind solche Sachen: In einem anderen Blog konnte man lesen, dass sich jemand freuen würde, wenn ein anderer an einer unheilbaren Krankheit stürbe - nur weil dessen Vater ihm politisch nicht in den Kram passt. Das "am Kopierer stehen" war übrigens eine Retourkutsche. Wer diese Art der Herabsetzung in die "Diskussion" eingeführt hat, ist deutlich nachzuvollziehen.

Aber wahrscheinlich bin ich jetzt wieder nur in meinen starren Denkschemata verfangen, und das ist irgendwie witzig oder besonders brillant. Auf die Idee, solche Aussagen einer ganzen Richtung an die Backe zu heften, obwohl auch deren sachliche Protagonisten für meine Begriffe erstaunlich tolerant gegenüber solchen Ausfällen zu sein scheinen, käme ich allerdings nicht.

Wo du bei uns ein schönes Plädoyer abgegeben hast, will ich auch nicht hintanstehen: Wie wäre es, wenn wir Beleidigungen und Diffamierungen mal jenseits politischer Zuordnungen einfach nur Scheiße finden würden?

P.S.: Ich habe keinen "Lieblingsfeind". Aber ich muss mich ja nicht mit jeder Nulpe auseinandersetzen.

@Rayson:

Schön, daß Du Dein Plädoyer mit "Nulpe" schließt ;-) ...

Das, was Du zitierst, das mit der Krankheit, war mir entgangen. Das habe ich tatsächlich nicht mitbekommen, und das finde ich auch alles andere als komisch.

Insofern schließe ich mich dem ganz ehrlich an, was Du forderst. 'Nen gelegentlicher Wutausbruch kann ja erlaubt sein, aber sowas wie Krankheiten an Hälse wünschen oder Insekten sind einfach Scheiße. Völlig d'accord.

Der Eintrag hier war auch wirklich als das Gegenteil von Selbstgerechtigkeit gemeint, sondern eher als Versuch der Meta-Kommunikation, sozusagen. Daß gerade bei Dir in letzter Zeit auch ernsthafte etwas verletzt haben muß, war mir ja auch nicht entgangen. Deshalb macht's ja vielleicht Sinn, dann Verletzungen auch zu thematisieren und vielleicht auch, wie's dazu kommt.

Und ich muß auch im Nachhinein noch mal betonen, daß bei allen inhaltlichen Differenzen mich am Anfang am allermeisten ärgerte und einfühlend sogar traf, daß Statler so übel diffamiert wurde.

Das war mein erster Einblick in die ganze wechselseitige Beschimpfungsarie, und obwohl ich mich auch ständig über irgendwas aufregte, was er schrub, fand ich die Attacken immer gemein, weil die selten das trafen, was da wirklich stand. Dann kamst Du, da ging's mir dann genau so, na, und so nahm die Sache ihren Lauf ...

Für mich werden die Diskussionen rund um das Wirtschaftsthema immer schwierig, wenn es bei mir bei der Arbeit gerade knallt. Dann renne ich ziemlich geladen durch's Universum, und das mag dann nicht immer gerade in Fairness münden, wie ich dann reagiere, aber vielleicht ist's ja wenigstens nachvollziehbar.

Zap heute einfach mal rum ;-) ... durch die großen Sender.

@MomoRules: "Schmuddelimage" (bestimmter Privatsender) bezog sich nur auf sehr kommerzialisierten, sehr oberflächlichen und sehr sensationsheischend inszenierten)Sex. Stimmt aber schon: Sexdarstellungen an sich als "schmuddelig" zu bezeichnen, ist anachronistisch.
Die öffentlich-rechtlichen würde ich probeweise mal als feige bezeichnen. Permanente Angst, irgendwo anzuecken. Erstaunlich übrigens, wie groß da der Einfluß der Kirchen noch ist - trotz seit Jahrzehnten schrumpfender Mitgliederzahlen.

Zum Hauptthema: "der, der's nicht geschafft hat und nur am Kopierer steht" sehe, unabhängig davon, ob es eine Retourkutsche ist und unabhängig davon, wen es trifft, als eine ziemlich fiese Sorte Beleidung an. Höchstens im Zorn und höchsten auf jemanden gemünzt, der offensichtlich Hochstapler ist (macht auf erfolgreicher Geschäftsmann, ist aber nur Hilfskraft im Büro z. B.) hinnehmbar. Aber auch wirklich nur dann, wenn sie in voller Brassfahrt abgegeben werden. Kühl kalkuliert ist so was mies.
Unter aller Kanone und wirklich das Hinterletzte sind allerdings die von Rayson angeführten Krankheitsverwünschungen. Ich fände es nicht mal in Ordnung, so etwas einem überführten Massenmörder an den Hals zu wünschen.

MomoRules, ich wünsche Dir ein stressfreies Wochenende. Ich habe den Eindruck, dass Du das dringend brauchst.

@Martin:

Danke! Ging gestern schon gut los: Im Jolly Roger traumhaften "Oldies" zu lauschen, das kann schon wat sehr, sehr schönes sein ...

Brauche ich auch tatsächlich, dieses Jahr war fies. Da waren zu viele große Brocken zu schleppen. Aber jetzt ist auch nur noch ein Schlußsport zu erledigen (die Produktionen dieses Jahr sind so gut wie durch), um im nächsten Jahr noch mehr zu tun zu haben als sowieso schon, damit die Deckungsbeitragsjäger noch zufriedener sind als eh schon, und dann endlich URLAUB!!! Dann können wir auch endlich mal uns ganz real über den Weg laufen!

@MR

Dann mal danke.

Persönliche Eindrücke sind allerdings immer echt, das brauche ich dir ja nicht zu sagen. Wobei ich eben versuche zu belegen, dass auch eine Welt sinnvoll sein kann, in der sich Einzelne (auch Gruppen von Einzelnen) beschissen verhalten ;-) Das hilft den Leuten in der konkreten Situation wenig, soll es aber auch nicht - Gegenwehr ist da nicht nur erlaubt, sondern auch geboten. Von den Unternehmen, für die ich bisher gearbeitet habe, würde ich die Hälfte auch eher unter Lernerfahrung abbuchen. Aber als Teil des mittleren Managements bist du eh die ärmste Sau unter der Sonne. Nicht unbedingt materiell, aber psychologisch: Du hast den Job, die dir anvertrauten Mitarbeiter hinter die Ziele des Unternehmens zu bringen, aber was, wenn du an die selbst nicht (mehr) glaubst, und wenn sie für alle erkennbar in der jüngsten Zeit allzu beliebig definiert wurden? Mir hat das Gehalt, so hoch es auch war, da nie als Schmerzensgeld ausgereicht.

Dir wünsche ich allerdings entweder etwas Licht am Horizont oder wenigstens genug individuelle Freiheiten, in denen du das verwirklichen kannst, was dir etwas wert ist.

@Rayson:

Danke für die Wünsche! Wünsch ich mir auch ... und auch allen, die hier kommentieren!

Faktisch versuche ich als ärmste Sau immer, meine mir anvertrauten Mitarbeiter vor einigen der Unternehmensziele zu schützen, was mir paradoxerweise regelmäßig den Respekt meiner Chefs verschafft. Da bin ich außerordentlich konfliktfreudig, und das beeindruckt die. Gott, und finanziell ist's so schlecht nicht, aber auch nicht allzu dolle.

Ich habe zumindest das "Alleinstellungsmerkmal", daß ich die eigentlich schönsten Produktionen, die man in unserer Branche so machen kann, einigermaßen beherrsche und zumindest im Rahmen der eigenen Company mir da auch keiner das Wasser reichen kann. Und auch nur wenige in der Konkurrenz.

Muß seit '99 wirklich keinen richtigen Müll mehr produzieren, das ist ja schon viel mehr Freiheit als die ganzen anderen mit ihren zynischen Programmen. Gelegentlichen Monumentalkitsch wie gestern abend mag ich auch ganz gerne.

Und kann zudem mein menschliches, alltägliches Umfeld als so eine Art "Filialleiter" selbst bestimmen - entscheide ja ich, wer mitspielen darf. Und wenn ich gerade mal nicht jammer, dann ist ja das zuletzt erwähnte gar nicht mit Gold aufzuwiegen. Das vergesse ich in Streß-Phasen manchmal - den ganzen Tag von Leuten umgeben sein, mit denen man sich irgendwie auch befreundet fühlt, das ist schon toll. In der Hinsicht habe ich so richtig aber sowas von Schwein gehabt....

@MR

Auch wenn es dir absurd erscheinen mag, aber viele würden dich darum beneiden...

@Rayson:

Das erscheint mir gar nicht absurd ... das weiß ich, daß ich aus der Außenperspektive geradezu luxuriös vor mich hinlebe, gerade auch was die ganzen "nicht-materiellen Güter" im Rahmen meines Arbeitsalltags betrifft. Selbst meine mich zensierenden Kunden sind Menschen, die ich wirklich gerne mag. Einer von denen saß neulich in unserer Konfi-Küche, seufzte und sagte: "So schön habe ich nie gearbeitet!"

Aber irgendwie paßt eine 40-60-Stunde nicht zu mir ... eigentlich bin ich zum Hinterzimmer-Philosophen geboren. Liest sich seltsam, ist aber so. Hätte ich eine 3-Tage-Woche, würde ich hingegen tatsächlich einen Traum leben ... hatte ich die ersten 3 Jahre: Da habe ich noch studiert und Examen gemacht und habe 2,5 - 3 Tage da gearbeitet und zum Schluß auch mein Examen finanziert. Da war ich ziemlich glücklich ...

Ich jammer aber auf einem sehr hohen Niveau, das ist mir schon klar. Aber Gefühle sind ja nix relativierbares ...

Zur Ausgangsfrage:

Du erwartest ernsthaft, daß ich über private Dinge blogge in einem Netz, in dem semi-professionelle Stalker wie der scheinliberale Scheindoktor herumturnen?

Vergiss es.

@Statler:

Ich glaube, das geht gar nicht, nicht auch privat sein, wenn man bloggt.

Und so Autofahr-Geschichten geben mehr preis als ganz allgemein rumphilosophieren über Sex, glaube ich ...

Genaus so, wie Alan Poseners Exkurse zu den Enzensberger-Verlierern ja auch oder Broders Ausführungen über händchenhaltende, schwule Soldaten in Israel, die dann ja gar nicht mehr über genug Kampfkraft verfügten - ist alles doch ziemlich aussagekräftig. Oder ein Herr Riexinger wirkt auf mich eigentlich sowieso nur und ausschließlich privat ...

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