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Bild und Text 3

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Roy Lichtenstein, Portrait of Madame Cezanne, Quelle: Lichtenstein-Foundation

Das hat er nun davon, der große Cèzanne, daß er einst behauptet hat, alles in der Natur modelliere sich wie Kegel, Kugel und Zylinder - so kamen die Ironiker um die Ecke der Kunstgeschichte spaziert und zeigten dem Verstorbenen auf, auf was sich dessen Lebensgefährtin, vom Meister selbst gemalt, denn reduzieren ließe.

Ob im Falle der Ästhetik von Bilanzen (danke!, Christian K., das Thema ist ja eine Goldmine) Vorstände sich so abbilden ließen? Ihre Mitarbeiterschaft mögen sie in Zahlenkolonnen auflösen wollen, aber sich selbst als Umriß, mit Buchstaben garniert, dann nur zu sehen?

Nelson Goodman nahm das Thema offenkundig auch sehr ernst - den habe ich nie gelesen, ich bekenne, nur Fetzen durch Athur C. Danto vermittelt bekommen zu haben. Also sei der zitiert:


"Gegen Ende von Languages of Art nimmt Goodman eine verblüffende Nebeneinanderstellung vor. Er bittet uns, die Kurve eines Elektrokardiogramms mit einer Zeichung des Fudschijama von Hokousai zu vergleichen: die Gradienten des Kardiogramms lassen sich daran erkennen, daß die Kurve als ununterscheidbar von der Kurve auf der Hokusai-Zeichnung angenommen wird. Eine der beiden Kurven ist mit Sicherheit ein Kunstwerk, die anderen ein reines Darstellungsmittel, insofern mathematische Kurven Beziehungen zwischen Zahlenmengen durch Mengen von Punkten darstellen, deren Koordinaten durch diese Beziehung bestimmt sind, und das Kardiogramm eine mathematische Kurve ist."

Arthur C. Danto, Die Verklärung des Gewöhnlichen, Frankfurt/M. 1991, 214

Kann man ja einfach mal sacken lassen. Heute abend gibt es die Auflösung, die Danto selbst wählt. Und was hat das eigentlich mit Text zu tun?

Mit freundlicher Unterstützung durch:
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