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Und niemand blüht für Dich!

Es war 11:15 Uhr an einem Sonnabend-Morgen-Vormittag, an denen man das Frühstück so lange wie möglich hinaus dehnt, weil die Woche in einem steckt, und der Nachhall der Belohnung von gestern. Muskeln, noch betäubt von der Flasche mallorquinschen Rotweins, dämmern noch, in Erwartung der Pflichten, die ein Sonnabend morgens so mit sich bringt, die noch vor einem liegen – und das ist der Unterschied zu einem Sonntagmorgen.

Ein Schwangerenpaar wandert langsam am Küchenfenster vorbei, hinauf zum Geburtsvorbereitungskurs. Beide Hälften, die Mutter und der werdende Vater, sehen geradeaus und bewegen sich synchron und langsam. Ihre estnischen Bommel auf ihren estnischen Wintermützen wackeln sogar ähnlich vor und zurück im Nachklang ihrer Bewegung.

Mein Blick fällt auf die Blumen auf dem Tisch. Ich habe die beiden schon vergessen. Lebt wohl. Abgeschnitten stehen sie in ihrer Vase. Wunderschön. Sie wären auch wunderschön, wenn sie nicht abgeschnitten vor Deinen Augen stehen würden. Das Lila und das Grün, das in den verschachtelten Blüten in einander übergeht. Ungeplant, von keinem Architekten entworfen, sondern einfach so. Mit einem Zweck, aber ohne Sinn.

Den gebe ich Dir heute morgen. Ob Du es willst oder nicht. Denn Du stehst vor mir, und Du bist schön. Du gefällst mir. Und keinen Gedanken verschwende ich daran, ob.

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