Hab ichs verdorben?

»Die Arbeit am Verdorbenen hat erhabenes Gelingen.
Fördernd ist es, das große Wasser zu durchqueren.
Vor dem Ausgangspunkt drei Tage,
nach dem Ausgangspunkt drei Tage.« IGING – GU

Süße reife Feigen, verbotene Frucht.
Der Fahrtwind der Flucht umweht uns, ich lege meinen Kopf in deinen Schoß.
Als ich mich darin verliere, ziehst du los.

Hab ich es verdorben? Die Ansprüche, die Schneewittchen an uns stellt, seit Ewigkeiten, sie passen mir nicht mehr. Laut ruft die Erkenntnis in meinem Kopf: Es gibt keine Prinzen.

Bei dir gerinnt die Zeit, alles duftet um uns herum. Ich möchte bleiben.

Als ich endlich erwache bin ich auf See. Kein Land in Sicht. Die Venus geht im Westen auf, trotzt ein klein wenig dem Ostwind.

Und ganz langsam verfliegt dein Duft, der mich so lange umfing.

Anweisungen an das Universum

Es ist eine tröstliche Vorstellung – und eine Erfahrung – dass die Dinge sich fügen, wenn man sie loslässt. Seine Wünsche delegiert. An einen Gott, an das Schicksal oder das große Ganze; an das Universum. Und wenn das Universum antworten könnte, dann klingt das in etwa so …

Gelegenheiten stehen vor Deiner Tür.
Neue Freunde sind auf dem Weg zu Dir.
Dringend benötigte Einfälle finden Dich.
Du hast eine weitere Chance.
Es wird heller.
Du fühlst Dich leichter.
Die Liebe wächst.
Bleib ruhig und bereite Dich vor.

Die Welt ist im Begriff, Dich zu erkennen.

Frei nach TUT.com

„Fickt euch, ich lackier mir jetzt die Nägel“ #Wellness

„Wellness ist ein bewusster Akt des politischen Widerstandes“ – ein Kraft sammelndes Dafür in einer nervenden Welt des Dagegen. Und so verboten, wie schön:

Konzept-Fotofilm von Noah Sow
Teil von Noah Sows Multimedia Installation „Wellness“.

4 Frauen mit 4 Einwegkameras begehen jede für sich einen Akt der Wellness. „„Fickt euch, ich lackier mir jetzt die Nägel“ #Wellness“ weiterlesen