Nach draussen schauen

Schau doch Mal raus, Kleines. Es regnet draussen. Hej, ein Bambus hat den Winter nicht überstanden. Wir haben es nicht mehr weit, dann ist es geschafft. Alles wird grün. Und die Erinnerung an das Zehrende schwindet, wie bei jeder Geburt.

Paket

Als ich in die linke Tasche meiner Jacke fasse, raschelt es. Ich finde drei Einwickelpapiere von mini Daims. Ich erinnere mich nicht, sie jemals gegessen zu haben. Ich werfe sie gedankenverloren in den Mülleimer, dessen ausgefeilte Klappdeckeltechnik nach zehn Jahren aufgegeben hat. „Ich kann ich mich nicht erinnern“, denke ich kurz, wann das noch heil… Paket weiterlesen

Silvester auf dem Altonaer Balkon

Ich lebe in einem Stadtteil von Hamburg, durch den immer mal wieder Menschenketten ziehen. Die einen werden von den lokalen Behörden umgeleitet, wie die Karawane von Drogendealern, die vor beinahe 20 Jahren an meinem Wohnzimmerfenster in Richtung Hafen und von dort zurück zum Altonaer Bahnhof wanderte, weil ihnen der direkte Weg versperrt war. Andere, vor… Silvester auf dem Altonaer Balkon weiterlesen

Wer bist du?

Ich brauche nicht viel. Wind weht um meine Nase. Das ist gut. Und doch gibt es eine Perücke, die mich zeigt. Die ich heute ziere und zeige. Mein Profil. Ich mag es, wenn ihr reagiert. Es ist. Es fühlt sich lebendig an. Und dann, wenn ich allem folge, das ich kenne? Dann wirst du fremd.… Wer bist du? weiterlesen

Die Maske

Permanent vom gesunden Menschenverstand bewacht, geilt der Drang, den Käfig der Logik sprengen zu wollen. Immer sich selbst wiederatmend, im eigenen Dunst erstickend, ist das Weglassen seine Revolution. Und auf Twitter gibts Applaus.

Wie den Lachsen

Der Kinderwelten entwachsen, ergeht s uns wie den Lachsen. Das Salz der See zu schmecken, die eigenen Flügel recken. Der Geborgenheit entfliehen, um größere Kreise zu ziehen. Für Emily

Jetzt auf See und dann kein Schiff

Ich erinnere mich noch sehr gut an den ersten Seenot-Moment in meinem Leben: wir segeln zu dritt auf der Nordadria als von Lee eine schwarze Wand aufzieht. Das Grosssegel bekommen wir gerade noch runter, die Fock, ohnehin schon eine kleine Solent Jib, reißt als 12 Windstärken in unser Rigg knallen. Wir sind urplötzlich nur noch… Jetzt auf See und dann kein Schiff weiterlesen

Willkommen.

Moin, schön, dass Du zu meinem Blog gefunden hast. Ich schreibe Texte in Form der „Ecriture Automatique„, einer Literaturform, die im Frankreich des späten 19. Jahrhunderts seine Blüte hatte. NEU: besuche meinen E-Book Shop Die Form variiert, von kurzen Gedichten und Gedanken zu Geschichten. Ich versende meine Texte via E-Mail, abonniere mich per Newsletter

Flüchtige Ewigkeit

Heute gab es kein Morgenrot; der Himmel sandte keinen Hinweis gen Erde, dass er sich um was schert. Mit feuchten, grauen Fingern griffen mies gelaunte Wolken nach allem Lebendigen, saugten alle Energie aus mir heraus. Ich betrat die Bodega gerade in dem Moment, als Du die Spülmaschine einräumtest, stoisch ruhig und mir abgewandt, umgeben von… Flüchtige Ewigkeit weiterlesen