Deja-vu im Fediverse

Manchmal setzt man die eigene Erfahrung ja als allgemeine voraus.

Das geht mir mit dem Netz und Social Networks so. Als ich 1994 das erste Mal (im Keller) der Uni LG. saß und per Telnet auf der Stanford Uni rumsuchte (ein Wonach gab es da noch gar nicht), war ich fasziniert und verzaubert. Ich war auf einem Server in den USA.

Sowas wollte ich auch. Wollte “Node” werden in diesem Mysterium, dass sich Internet nennt. Ich war fasziniert von der Gleichheit und Autonomie. Protokoll-verbunden.

Es ging dann alles sehr schnell: ein gutes Jahr später konnte ich HTML und rudimentär einen Server aufsetzen.

Ich bekam eine studentische Stelle im Herzen ❤️ der Popkultur (VH-1 hatte damals das erste Musikmagazin des dt. Internet gelauncht: das VH-1derland). Ich erinnere mich noch gut daran, dass Moderator:innen, in die ich als Teeny verknallt war, in unseren Büros standen und uns ehrlich verwirrt fragten: “Was macht ihr da?”.

Wir hörten Radio aus NYC, bauten Websites und vernetzten uns.

Yahoo!s Gründer schliefen wie wir unter ihren Schreibtischen, weil sie was fertig und nicht genug kriegen konnten. Wir waren Gleiche. Ich daddelte mit Leuten aus Chile und Neuseeland, fand Leidensgenossinnen im Usenet und hegte einen kleinen Garten an der Stanford Uni. Remote.

Ich war ein Node.

Einer von vielen. Autonom und doch nur mit Sinn behaftet, wenn ich mich verband. Mit anderen Menschen, anderen Nodes. Heute fühle ich das wieder: nach Jahren der stillen Bevormundung.

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