Unser Bordbasilikum McGyver

Wer schon mal für einen Sommertörn gebunkert hat, der kennt das, wenn beim Stauen kindliche Erinnerungen angezapft werden: Dosen Ravioli, Spaghetti mit haltbarer Tomatensauce, Dauerwurst. Das autarke Leben an Bord und kleinen dänischen Häfen, die einem schon per Havnepenge das letzte Hemd ausziehen, fordert seinen kulinarischen Tribut. „Unser Bordbasilikum McGyver“ weiterlesen

Schleimünde im Sommer ist auf obszöne Weise pittoresk

Die alte Lotseninsel und ihren früheren Nothafen erreicht man besser zwischen 13:00 und 14:00 Uhr im Sommer; danach wird es eng.

Und das hat seinen Grund nicht nur im überschaubaren Liegeplatzangebot, sondern auch in der ursprünglichen Schönheit der Schleimündung: dieses Kleinod flacher Natur ist nur per Schiff erreichbar; drum herum Ostseewelt, wie sie schon die Wikinger vorfanden.

Improvisation pur, die man sonst kaum noch findet, im Wirtschaftsraum Baltische See:

20140723-223315-81195425.jpg

20140723-223314-81194555.jpg

20140723-223316-81196264.jpg

20140723-223320-81200866.jpg

20140723-223324-81204526.jpg

20140723-223319-81199275.jpg

20140723-223317-81197131.jpg

20140723-223322-81202846.jpg

20140723-223323-81203707.jpg

20140723-223321-81201841.jpg

Blue

Der Himmel sieht aus, wie das Filmplakat einer Philippe Djian Verfilmung: Sommer an der Ostsee. Im Windschatten hat es dreißig Grad und die Ostsee fast zwanzig. Die Nächte sind nach wie vor kurz, wie die Wellen dieses kleinen Meeres.

Nirgendwo anders möchte ich diesen heiligen Wochen sein; die Karibik kannste mir nackt um den Bauch binden, wenn ich, wie diese Woche, bei drei bis fünf Windstärken warme See ins Gesicht gepustet kriege.

Der Hafenmeister trägt seit Wochen kurze Hose und hat eine Farbe im Geischt, die ungewöhnlich gesund wirkt. Hach, wenn es doch nur noch ein wenig andauerte – dieser Ostseesommer. Das ist nun mein Stoßgebet in diesen weiten, großen, dunkelblauen Himmel; um 23:00 Uhr.

Sturmnachtsicher

Der Wind fegt mit acht Beaufort durch den Mastenwald von Høruphavn, die Koje ist gemacht und auch eine Extraleine ausgebracht, für den Fall, dass die Luvleine bricht. Die Fallen angebunden und aus einem Stück Treibholz hab ich heute noch zwei Extrawinkel für den Mastschacht geschnitzt, da Klötzern nix mehr.

Die Dirk, die gestern Nacht noch so unruhig zuppelte, hab ich nu auch ruhig gestellt; die Sturmnavht kann kommen 😉

20140527-211520.jpg

Legerwall is Schiet

Ich bin durch Schaden kluch geworden: vor acht Jahren lagen wir bei acht Bft. auch auf der Außenseite in Høruphav; auch weil es am Vortag, nach langer Segelei, der einfachere Anleger war.

Nachts drehte dann der Wind und auf Sturmstärke.

Hilflos haben wir zugesehen, wie der Osten Wind alle Luft aus den Fendern drückt und man nur noch wählen konnte zwischen „Manöver jetzt oder gleich“.

„Legerwall is Schiet“ weiterlesen